NORDHEIM

Weingenießerclub war ursprünglich eine Stammtischidee

Der Karnevalsverein Weingenießerclub Nordheim feiert 50-jähriges Bestehen, ist aus dem Ort nicht wegzudenken und hat einiges vor.
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Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte des Karnevalsvereins Weingenießerclub Nordheim war die Fahnenweihe im Jahr 1976 an der Mariensäule in der Ortsmitte. Foto: Foto: Walter Braun
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Passend zum 1100-jährigen Ortsjubiläum feiert der Karnevalsverein Weingenießerclub Nordheim (WGCN) 2018 sein 50-jähriges Bestehen mit mehreren Veranstaltungen.

Die Gründung des Weingenießerclubs war eine Stammtisch-Idee. Folgende Personen gehörten dem ersten Vorstand an: Karl- Heinz Zang, Gustav Förster, der inzwischen verstorbene Herbert Zang und Ernst Borst als Schriftführer. Zielsetzung der elf Gründungsmitglieder war es, „den Frankenwein in seiner typischen Art näher zu erforschen“.

Weinproben organisiert

Schon bald organisierte man Weinproben, Altennachmittage oder Sommernachtsfeste. Mit der Weihe einer vereinseigenen Fahne wurde im August 1976 ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte gesetzt. Und der Mitglieder- Zuspruch wurde Jahr für Jahr größer. Nicht selten schlossen sich auch Personen aus den umliegenden Gemeinden und Städten den Weingenießern an. Sie alle fühlten sich wohl im ländlichen Verein, der noch heute die Kultur des Ortes hütet und pflegt, der Heimat ist und sie lebt. Mit 313 Mitgliedern ist er nach dem TSV der zweitgrößte Verein im Winzerort.

Wichtiger Schritt

Seit 1970 spielt der Fasching eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang nennt Vorsitzender Gustav Förster allen voran die Familie Karl Braun, die mit vier Personen jahrelang den Weingenießer-Fasching bereicherte. Waren es anfangs organisierte Kappen- und Faschingsabende, so lockt der seit etlichen Jahren als Karnevalsverein Weingenießerclub Nordheim geführte Verein mittlerweile mit Faschingssitzungen, die aus Platzgründen in der Mainschleifen-Halle in Volkach abgehalten werden. Unvergessen bleiben auch die Erfolge der Weingenießer- Gardetänzerinnen, die beispielsweise 1998 zweifacher Europameister in den Disziplinen „Marsch und Polka“ wurden.

Mit Leib und Seele dabei

Vieles wäre im Verein nicht möglich, gäbe es nicht zwei „Weingenießer mit Leib und Seele“, die seit Jahren als Motor des Vereinslebens bezeichnet werden müssen. Zum einen ist dies Gustav Förster, der seit der Gründung ununterbrochen als erster (44 Jahre) und stellvertretender Vorsitzender (sechs Jahre) im Amt ist. Aus der Vorstandsreihe des Vereins nicht mehr wegzudenken ist auch dessen Sohn Jürgen Förster. 24 Jahre Mitarbeit im Vorstand und 19-jährige Tätigkeit als Sitzungspräsident sprechen ihre eigene Sprache.

Werbung für Wein und Nordheim

Werbung für Nordheim und die hier gedeihenden Weine betreibt der Weingenießerclub seit Jahren auch bei überregionalen Veranstaltungen. So etwa repräsentiert der Verein den Winzerort seit 41 Jahren beim Kiliani- Festzug in Würzburg. Auch für die Wahl der Weinprinzessin zeichneten die Weingenießer über Jahre hinweg verantwortlich. Einen Stammplatz im Terminkalender hat auch die Jahresweinprobe.

Blick in die Zukunft

Vorsitzender Gustav Förster blickt zuversichtlich in die Zukunft. So gibt es junge Leute wie beispielsweise Christian Glos, die Verantwortung im Verein übernehmen. Lobend erwähnt Förster auch die Unterstützung seitens der Mitglieder.

Auftakt in Volkach

Zum Auftakt der Jubiläums-Feierlichkeiten findet am 27. Januar in der Mainschleifen-Halle in Volkach ab 19 Uhr die „Weingenießer- Faschingssitzung“ statt. Exakt am 2. Juni, also den Tag der Vereinsgründung vor 50 Jahren, beginnt das zweitägige Weingenießer- Straßenweinfest vor dem Vereinsheim. Und am 17. November steigt zum Jubiläums- Ausklang ein „WGCN-Galaabend“ in der TSV-Halle in Nordheim.

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