MARKBREIT

Was tun bei Starkregen?

Eine Katastrophe war es sicherlich nicht, aber das Unwetter am letzten Maiwochenende hat auch in Marktbreit Spuren hinterlassen.
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Etwas Sonne mit viel Wolken am Himmel in Marktbreit. Foto: Karl Schönherr

Eine Katastrophe war es sicherlich nicht, aber das Unwetter am letzten Maiwochenende hat auch in Marktbreit Spuren hinterlassen. Vor allem die Fortsetzung des Steingrabens bis zum Breitbach und Main hatte einiges an Wasser, Schlamm und Geröll zu verkraften. In der Bauausschusssitzung am Montagabend diskutierten Räte und Besucher über die Folgen.

Das Problem: Der Steingraben und zuvor der aus Gnodstadt kommende Bräubach haben ein großes Einzugsgebiet, das noch weit über Gnodstadt hinaus bis an die B 13 und zur Mautpyramide reicht. Es ist in Marktbreit nicht unbedingt etwas Neues, dass bei Starkregen in bestimmten Bereichen auch die Stadt ihren Teil abbekommt.

So auch am 29. Mai, als in zwei Schüben kurz hintereinander rund 75 Liter Regen auf den Quadratmeter rund um Gnodstadt fielen. Die erste Welle, so berichtete Gerhard Friedlein, Bauhofleiter und Stadtrat, konnten die Rückhaltebecken im Bereich des Bräubachs unterhalb der Autobahn noch fassen. Der zweite Schub war dann allerdings zu viel. Das Wasser überflutete den Steingraben und schoss in einige Straßen der Stadt.

Doch was tun gegen weitere solche Regenfälle, so die hartnäckige Frage der Besucher der Sitzung. Die Antwort: Viel geht nicht mehr. Nach jahrelanger Diskussion und Planung wurden vor einigen Jahren die Erdbecken unterhalb der Autobahn im Bräubach angelegt, die jetzt, beim Brückenneubau der A 7 noch vertieft wurden. Dass sie durchaus ihren Zweck erfüllen, zeigte der 29. Mai, denn ein Großteil des Wassers wurde aufgehalten.

Vorschläge aus der Sitzung, wie etwa mobile Spundwände, taugen nur wenig. Denn erstens kommt in einem solchen Fall das Wasser zu schnell und zweitens dürfte die Wucht zu groß sein. Und weitere Sicherungsvorkehrungen im unteren Lauf des Bräubachs scheiterten bislang an den Besitzverhältnissen. Zwar werde die Stadt nach weiteren Lösungsmöglichkeiten suchen, sagte Bürgermeister Erich Hegwein zu, doch gab es auch einen gewissen Konsens, dass nicht gegen alle Widrigkeiten Schutzmaßnahmen getroffen werden könnten.

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