LANDKREIS KITZINGEN

Was Familien bewegt

Im Landkreis Kitzingen öffnen Ende September vier Familienstützpunkte. Die Orte der Begegnung werden in Kitzingen, Volkach, Dettelbach und Wiesentheid geschaffen.
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Vater mit Kind
Symbolbild (Familie)

Im Landkreis öffnen Ende September vier Familienstützpunkte ihre Türen – in Kitzingen, Volkach, Dettelbach und Wiesentheid. Dort finden Familien Orte der Begegnung, es finden sich Angebote der Familienbildung sowie Ansprechpartner für das Thema Erziehung und Familie.

„Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv auf die Familienstützpunkte hingearbeitet“, erklärt Julia Zimmermann-Giek, die am Landratsamt für die fachliche Betreuung zuständig ist. Konkret heißt das: Der Ist-Stand in Sachen Familienbildung wurde erhoben, die Bedürfnisse der Familien erfragt und Partner gesucht. Mit Erfolg, denn vier Gemeinden im Landkreis und zwei Einrichtungen der Jugendhilfe haben sich in Arbeitsgruppen zusammengeschlossen und den Grundstein für die vier Familienstützpunkte erarbeitet.

Zimmermann-Giek erklärt den Gedanken, der hinter den Familienstützpunkten steckt: „Das Leben mit Kindern, vor allem ihre Erziehung, ist nicht immer einfach und das Wissen nicht selbstverständlich vorhanden. Mit Beginn der Schwangerschaft ist alles neu und aufregend, Eltern nutzen ab diesem Zeitpunkt gern Angebote der Familienbildung.“

Dem Trotzalter auf der Spur

Dabei gehe es zum einen um konkrete Hilfestellungen in Kursen. So sei zum Beispiel ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind, insbesondere von Vätern mit jungen Babys, stark nachgefragt oder auch Informationsveranstaltungen zum Thema „Trotzalter“ begehrt. Andererseits bieten die Stützpunkte einen Ort, um sich mit anderen Eltern auszutauschen.

Bayernweit gibt es bisher 32 Landkreise, die sich mit 85 dieser Stützpunkte an diesem Projekt beteiligen. Die vier Stützpunkte im Kitzinger Land haben unterschiedliche Schwerpunkte und Konzepte:

• Die Stadt Dettelbach richtet einen Familienstützpunkt im ehemaligen Pfarrhaus in der Falterstraße 16 ein. Auch das KuK ist eingebunden und dient als Infopoint. Die verantwortliche Sozialpädagogin Julia Heuß arbeitet seit vielen Jahren, im Rahmen der Jugendarbeit, mit den Familien und kennt deren Bedürfnisse. • In Kitzingen zieht der Familienstützpunkt in die Obere Bachgasse 12 ein. Die Fachkraft im Familienstützpunkt, Sonja Huber, arbeitet seit Jahren mit Familien in Kitzingen. Ab Oktober wird es hier ein Café „Kind und Kegel“ geben, in dem an einem Vormittag und einem Nachmittag pro Woche die Türen für Familien mit Kindern geöffnet sind.

• In Volkach werden die Dillinger Franziskanerinnen in Zusammenarbeit mit der Stadt Volkach einen Familienstützpunkt am Hort der Mädchenrealschule eröffnen. Im Herbst wird es dort zum Beispiel einen Kochkurs „Kochen für Klein und Groß“ geben.

• In Wiesentheid schafft die Marktgemeinde eine neue Stelle: Die Sozialpädagogin Katharina Rüttiger übernimmt nicht nur die Leitung des Familienstützpunktes, sondern auch die Jugendarbeit im Ort. Sie wird auch feste Sprechzeiten im Rathaus anbieten.

Gestartet wird in allen Standorten mit offenen Angeboten als Treffpunkt für Eltern mit Kindern und Vorträgen und Kursen. Ziel ist es, in den Orten den Bedarf herauszufinden und dann anzupassen.

Offiziell eröffnet werden die vier Familienstützpunkte am Freitag, 30. September, mit einem Festakt, zu dem die Bayerische Staatsministerin Emilia Müller erwartet wird.

Infos zu den Angeboten der Familienstützpunkte unter www.kitzingen.de/familienwegweiser.

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