Volkach

Vorstand der BN-Kreisgruppe wieder komplett

Einen überglücklichen Manfred Engelhardt erlebten die Teilnehmer der Hauptversammlung der Kreisgruppe Kitzingen des Bund Naturschutz (BN) am Montag in der Volkacher Barockscheune.
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Der Vorstand der Kreisgruppe Kitzingen des Bund Naturschutz ist wieder komplett (von links): Klaus Petter, Brigitte Lifferth, Johannes Kroiß, Ulrike Geise, Hans Schneider, Manfred Engelhardt, Erich Helfrich und Peter Krämer. Foto: Peter Pfannes
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Einen überglücklichen Manfred Engelhardt erlebten die Teilnehmer der Hauptversammlung der Kreisgruppe Kitzingen des Bund Naturschutz (BN) am Montag in der Volkacher Barockscheune. Die Freude war nicht deshalb so groß, weil Engelhardt nach 29 Jahren erneut zum Vorsitzenden der Kreisgruppe gewählt wurde. Vielmehr fand sich in der Versammlung mit Johannes Kroiß nach Jahren der Vakanz endlich ein neuer Schriftführer. Zweite Vorsitzende bleibt die nächsten vier Jahre Ulrike Geise, Schatzmeisterin Brigitte Lifferth.

Als Vertreter der Kreisgruppe besucht Klaus Petter die Delegiertenversammlungen. Ersatzdelegierter ist Erich Helfrich. Als Beisitzer im Vorstandsteam arbeiten Peter Krämer und Hans Schneider mit. Kassenprüfer ist Gerhard Beck. Als alter und neuer Vorsitzender zeichnete Manfred Engelhardt langjährige Wegbegleiter aus. Vereinsabzeichen in Silber samt Urkunden gingen an Hannelore Maar (Kitzingen), Margret Löther (Obernbreit), Rudolf Zobel (Willanzheim), Brigitte Beck, Karl E. Beck (beide Mainbernheim), die VR-Bank Kitzingen, Roland Zieracker (Prichsenstadt) und Elisabeth Nürnberger (Mainstockheim).

Klima spielt verrückt

Martin Geilhufe referierte zum Thema "Dürresommer in Unterfranken". In seinem Vortrag ging der Landesbeauftragte des BN auf die allgemeinen Herausforderungen des Klimawandels ein. Wie verrückt das Klima auf der ganzen Welt teilweise spielt, zeigte er mit seinen ersten Bildern. Während überall auf der Welt aufgrund hoher Temperaturunterschiede die Gletscher schmelzen, wächst im Süden Argentiniens ein Gletscher. Geilhufe streifte das jüngste Volksbegehren zur Artenvielfalt, bei dem 1,75 Millionen Menschen in Bayern unterschrieben und so das Volksbegehren zum erfolgreichsten in der bayerischen Geschichte machten. Zum Klimastreik von Schülern in Europa "Fridays for future" wagte er eine Prognose: "Diese Protestbewegung der Jugend wird auch bald den Landkreis Kitzingen erreichen". Das politische Interesse beim Nachwuchs sei stark gestiegen, so Geilhufe.

Der Klimastress habe auch hierzulande Einzug gehalten, wie die Rekordtemperaturen am 5. Juli 2015 mit 40,3 Grad Celsius in Kitzingen zeigten. Der Referent erinnerte an Ernteausfälle und in Brand geratene Felder sowie an das Niedrigwasser in den Flüssen. Auf der Würzburger Landesgartenschau habe man aufgrund großer Hitze und Trockenheit allein 100 000 Euro für Gießwasser ausgegeben. Geilhufe forderte, erneuerbare Energien unter Beachtung der biologischen Vielfalt (Biodiversität) weiter auszubauen.

"Wir sind nach wie vor bemüht, unsere wunderschöne Welt für uns, unsere Kinder und Enkel zu bewahren", meinte Manfred Engelhardt zu Beginn seines Geschäftsberichts. Der Vorsitzende skizzierte die Unternehmungen der vergangenen zwölf Monate. Sein Fazit zum Volksbegehren: "Rettet die Bienen" war ein riesiger Erfolg für den Naturschutz. Der stellvertretende Landrat Paul Streng betonte, dass der BN und der Landkreis gemeinsame Ziele habe: Die Natur schützen und die Artenvielfalt erhalten. "Die Natur braucht uns nicht, aber wir die Natur", so Streng.  CSU-Landtagsabgeordnete Barbara Becker und Volkachs dritter Bürgermeister Udo Gebert sprachen ein Grußwort. Die Vertreter der Ortsgruppen berichteten aus ihren Heimatgemeinden. Margit Hofmann führte die Gäste in der Pause durch das Museum Barockscheune.

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