KITZINGEN

Vorbereitung für Rammschutz läuft

Seit Jahren wird er diskutiert. Der Kitzingen Stadtrat hat längst zugestimmt. Noch in diesem Jahr sollen die Pläne für den Aufprallschutz der Alten Mainbrücke in Kitzingen umgesetzt werden. Die vorbereitenden Arbeiten laufen.
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Arbeiten am Main in Kitzingen: An der Alten Mainbrücke war Mitte der Woche ein Schwimmbagger im Einsatz. Der Bagger bereitet das Gelände für die lange diskutierte Einrichtung des Aufprallschutzes für das historische Bauwerks vor. FOTO: Siegfried Sebelka Foto: Siegfried Sebelka

Seit Jahren wird er diskutiert. Der Kitzingen Stadtrat hat längst zugestimmt. Noch in diesem Jahr sollen die Pläne für den Aufprallschutz der Alten Mainbrücke in Kitzingen umgesetzt werden. Die vorbereitenden Arbeiten laufen.

Erst am Dienstag war wieder ein Schwimmbagger an der Alten Mainbrücke im Einsatz. Wie Martina Michel vom Außenbezirk Marktbreit des Wasser- und Schifffahrtsamts Schweinfurt sagte, ging es einen Tag lang um Sondierungen. Gleichzeitig holte der Bagger etwa 600 Tonnen Gestein und Geröll aus der Fahrrinne unter der Brücke. Mit den eigentlichen Arbeiten für den aus Stahlrohren bestehenden Schutz des historischen Bauwerks hätten diese Arbeiten allerdings noch nichts zu tun.

Lösung für den Ruderverein

Der Schutz der gut 700 Jahre alten Mainbrücke vor Schiffen, die aus dem Ruder gelaufen sind, soll nach dem bisherigen Stand noch in diesem Jahr in die Gänge kommen. Zuständig ist das Wasserstraßen-Neubauamt mit Sitz in Aschaffenburg. Zehn Stahlrohre sollen nach den bisherigen Plänen zwischen den seitlichen Rundbögen im Main versenkt werden.

Die Kosten werden geteilt. Die Stadt Kitzingen, bei der die Baulast für die Brücke liegt, hat im laufenden Haushalt 550 000 Euro bereitgestellt. Der Stadtrat hatte die Pläne im Oktober 2016 abgesegnet. Dabei war auch für den Ruderverein eine Lösung gefunden worden, der weiter mit seinem Booten den zweite Bogen der Brücke auf der Stadtseite nutzen kann.

Bauherr des Rammschutzes ist das Wasserstraßen-Neubauamt mit Sitz in Aschaffenburg. Wie aus den im Stadtrat präsentierten Plänen hervorgeht, werden auf jeder Brückenseite fünf Rundrohre mit einem Durchmesser von einem Meter rund acht Meter vor den Gewölben beidseits der Schifffahrtsrinne im Main-Untergrund verankert. Die Rohre werden bei Normalwasserstand rund 1,80 Meter aus dem Wasser ragen.

Erste Pläne 2004

Das Thema ist seit langem auf der Tagesordnung und spätestens seit dem längst abgeschlossenen Mainausbau mit der Verbreiterung und Vertiefung der Fahrrinne aktuell. 2004 kamen die ersten Pläne auf den Tisch. Allerdings zeigte sich der Stadtrat damals wenig begeistert von den Plänen des Wasserstraßen-Neubauamts, mit Steinaufschüttungen die Pfeiler zu schützen.

Dem ersten Vorstoß folgte 2006 ein Planfeststellungsbeschluss, der auch eine Sicherung im Inneren der Gewölbe vorsah. Drei Jahre später gab's im Stadtrat einen Grundsatzbeschluss, der schon die Stahlrohre im Auge hatte.

Diese Lösung wird jetzt wohl kommen. Was danach noch fehlt, ist die Sanierung der Brücke, für die die Stadt in der Finanzplanung drei Millionen Euro vorgesehen hat. Ab 2020 könnte die Sache Fahrt aufnehmen.

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