ASTHEIM

Vom Straßenausbau zum neuen Baugebiet

Wenn Anlieger beim Straßenbau mitzahlen müssen, gibt's oft Ärger. Bei der Bürgerversammlung in Astheim blieb der aus. Da war die Kalkulation der Beiträge im Blick.
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881 000 Euro kostet voraussichtlich der Fahrbahnausbau der Kartäuser Straße. Die Zahl nannte Bürgermeister Peter Kornell am Montagabend bei der Bürgerversammlung in Astheim. Dabei ging es auch um die Mitfinanzierungs-Beiträge, mit denen die Anlieger zur Kasse gebeten werden. Ein Thema, das offensichtlich größtes Interesse im Volkacher Ortsteil weckte. Kein Platz war mehr in der Häckerstube von Johannes Büttner zu finden, manche Interessierte mussten sogar in einen Nebenraum ausweichen. Trotzdem wurde es mucksmäuschenstill, als es um die „Straßenausbaubeitragssatzung“ ging. Die legt fest, was ein Anlieger beim Straßenausbau mitzubezahlen hat. Nicht ganz einfach zu begreifen ist laut Kornell allerdings „die Systematik der Berechnung“. Deren Ausgangspunkt ist die Fläche des jeweiligen Grundstücks. Die wird in die Gesamtfläche aller beteiligten Grundstücke eingerechnet und daraus ein Quadratmeterpreis ermittelt. So weit, so einfach. Allerdings kommt zu der Summe noch ein Multiplikationsfaktor. Der hängt von der Größe des Hauses, der gewerblichen oder privaten Nutzung ab und berücksichtig auch Eckgrundstücke. Je nachdem erhöht sich der Faktor und somit auch der Anliegerbeitrag für den Straßenbau. „Wer viel Fläche hat, braucht viel Geld für die Erschließung“ brachte es der Bürgermeister auf den Punkt. Er gab den Hinweis, dass sich jeder Betroffene an das Bauamt wenden kann, falls Unklarheiten bestehen. Die Hälfte der Kosten werden laut Kornell bis September 2017 eingefordert, der Rest dann nach Fertigstellung der Straße im Jahr 2018. Wer finanziell nicht in der Lage sei, den Beitrag sofort zu bezahlen, könne bei der Stadt auch eine Stundung beantragen, sagte der Bürgermeister. Weil der Stadt Volkach das Bauland ausgeht, wird auch in Astheim nach neuen Flächen für Häuslebauer gesucht. Überlegungen in dieser Richtung stellte Bauamtsleiterin Ulla Gistel-Gareiß vor. „Wegen der Lage am Main ist eine Ausweitung ja nur in Richtung Westen möglich“, so ihre Einleitung zu dem Thema. Gistel-Gareiß ging im Weiteren auf die Problematik bei der Ausweisung eines neuen Baugebietes ein, so zum Beispiel das Raumordnungsverfahren, die Aspekte des Naturschutzes und andere behördliche Auflagen. Herauskristallisiert habe sich nun das Gebiet „Am Kartäuser“ beziehungsweise „Am Kloster“. In beiden Gebieten könnten jeweils zwischen 30 und 40 Bauplätze entstehen, so die Feststellung der Bauamtsleiterin. Bei einer ausführlichen Diskussion über das Für und Wider der beiden Baugebiete habe sich dann, wie der Bürgermeister feststellte, eine gewisse Tendenz für ein mögliches Baugebiet „Am Kartäuser“ erkennen lassen. Dabei würde die bestehende Wohnbebauung in Richtung der nahen Weinberge ausgebaut. Variante zwei unter dem Arbeitstitel „Am Kloster“ würde ein Areal zwischen der Staatsstraße und dem Friedhof betreffen. Bis die Entscheidung dem Stadtrat vorgelegt werden kann, werde allerdings noch einige Zeit vergehen, hieß es in der Bürgerversammlung. Abschließend betonte der Bürgermeister, dass der Straßenausbau ein Gewinn für Astheim sein werde. Seine positive Einschätzung belegte er mit Beispielen aus der Straßenerneuerung in der Volkacher Altstadt. Da ist die Rundumkur für die Hauptstraße – anfangs mit Skepsis betrachtet – ein Erfolg. Auch bei den Anliegern. Foto: Foto: Hanns Strecker

881 000 Euro kostet voraussichtlich der Fahrbahnausbau der Kartäuser Straße. Die Zahl nannte Bürgermeister Peter Kornell am Montagabend bei der Bürgerversammlung in Astheim. Dabei ging es auch um die Mitfinanzierungs-Beiträge, mit denen die Anlieger zur Kasse gebeten werden. Ein Thema, das offensichtlich größtes Interesse im Volkacher Ortsteil weckte.

Rechenexempel vor vollem Haus

Kein Platz war mehr in der Häckerstube von Johannes Büttner zu finden, manche Interessierte mussten sogar in einen Nebenraum ausweichen. Trotzdem wurde es mucksmäuschenstill, als es um die „Straßenausbaubeitragssatzung“ ging. Die legt fest, was ein Anlieger beim Straßenausbau mitzubezahlen hat.

Nicht ganz einfach zu begreifen ist laut Kornell allerdings „die Systematik der Berechnung“. Deren Ausgangspunkt ist die Fläche des jeweiligen Grundstücks. Die wird in die Gesamtfläche aller beteiligten Grundstücke eingerechnet und daraus ein Quadratmeterpreis ermittelt. So weit, so einfach. Allerdings kommt zu der Summe noch ein Multiplikationsfaktor. Der hängt von der Größe des Hauses, der gewerblichen oder privaten Nutzung ab und berücksichtig auch Eckgrundstücke.

Erste Rechnung kommt bis September

Je nachdem erhöht sich der Faktor und somit auch der Anliegerbeitrag für den Straßenbau. „Wer viel Fläche hat, braucht viel Geld für die Erschließung“ brachte es der Bürgermeister auf den Punkt. Er gab den Hinweis, dass sich jeder Betroffene an das Bauamt wenden kann, falls Unklarheiten bestehen.

Die Hälfte der Kosten werden laut Kornell bis September 2017 eingefordert, der Rest dann nach Fertigstellung der Straße im Jahr 2018. Wer finanziell nicht in der Lage sei, den Beitrag sofort zu bezahlen, könne bei der Stadt auch eine Stundung beantragen, sagte der Bürgermeister.

Zwei Baugebiete im Blick

Weil der Stadt Volkach das Bauland ausgeht, wird auch in Astheim nach neuen Flächen für Häuslebauer gesucht. Überlegungen in dieser Richtung stellte Bauamtsleiterin Ulla Gistel-Gareiß vor. „Wegen der Lage am Main ist eine Ausweitung ja nur in Richtung Westen möglich“, so ihre Einleitung zu dem Thema. Gistel-Gareiß ging im Weiteren auf die Problematik bei der Ausweisung eines neuen Baugebietes ein, so zum Beispiel das Raumordnungsverfahren, die Aspekte des Naturschutzes und andere behördliche Auflagen.

Herauskristallisiert habe sich nun das Gebiet „Am Kartäuser“ beziehungsweise „Am Kloster“. In beiden Gebieten könnten jeweils zwischen 30 und 40 Bauplätze entstehen, so die Feststellung der Bauamtsleiterin.

Tendenz geht zum „Kartäuser“

Bei einer ausführlichen Diskussion über das Für und Wider der beiden Baugebiete habe sich dann, wie der Bürgermeister feststellte, eine gewisse Tendenz für ein mögliches Baugebiet „Am Kartäuser“ erkennen lassen. Dabei würde die bestehende Wohnbebauung in Richtung der nahen Weinberge ausgebaut. Variante zwei unter dem Arbeitstitel „Am Kloster“ würde ein Areal zwischen der Staatsstraße und dem Friedhof betreffen. Bis die Entscheidung dem Stadtrat vorgelegt werden kann, werde allerdings noch einige Zeit vergehen, hieß es in der Bürgerversammlung.

Abschließend betonte der Bürgermeister, dass der Straßenausbau ein Gewinn für Astheim sein werde. Seine positive Einschätzung belegte er mit Beispielen aus der Straßenerneuerung in der Volkacher Altstadt. Da ist die Rundumkur für die Hauptstraße – anfangs mit Skepsis betrachtet – ein Erfolg. Auch bei den Anliegern.

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