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VOLKACH

Volkacher Serenade füllt die Mainschleifenhalle

Die Volkacher „Serenade“ erklingt normalerweise unter heiterem Himmel. Das kühle Wetter verdrängte das Ereignis in die Mainschleifenhalle, wo Wiener Flair angesagt war.
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Wiener Flair: Ein volles Haus bescherte dem Symphonischen Blasorchester Volkach das Publikum in der Volkacher Mainschleifenhalle am Pfingstsonntagabend. Foto: Foto: Elisabeth Versl-Waag

„Serenade“ ist eine Abendmusik unter heiterem Himmel, erklärte Volkachs Bürgermeister Peter Kornell zur Begrüßung. Bei dem diesjährigen Musikereignis standen wohl die Eisheiligen Pate, vermutete Tourismuschef und Moderator Marco Maiberger, denn die Mainschleifenhalle entsprach am Pfingstsonntag nicht ganz der Atmosphäre eines Marktplatzkonzertes bei Fackelschein.

Die Volkacher ließen sich jedoch nicht davon abhalten, in Scharen in die Halle zu strömen und auch noch die Tribüne bis auf den letzten Platz zu besetzen – sehr zur Freude des Bürgermeisters.

So konnte mit dem Symphonischen Blasorchester Volkach und einer Prager Sopranistin Wiener Flair in die Halle einziehen. Mit Pauken und Trompeten ertönte die Wiener Philharmoniker-Fanfare und eröffnete den Konzertabend unter dem Motto „Wien, Wien, nur Du allein“.

Seit zehn Jahren dirigiert Ernst Oestreicher das Orchester, das aus etwa 65 Mitgliedern besteht und sich „Bayerischer Meister in der Oberstufe“ nennen darf. Alle Ehre machten die Musiker an diesem Wiener Abend ihrem Titel und ließen mit technisch perfektem und homogenen Klangvolumen Kaiserwalzer, Märsche und Auszüge aus Operetten erklingen.

Tönerner Oskar

Ein Glücksgriff ist Oestreicher mit der Sopranistin Radka Ludova-Remmler gelungen, die seit fünf Jahren in Volkach lebt. Mit ihrer Ausstrahlung und dem passenden Temperament war sie die ideale Ergänzung zu diesem Wiener Konzert. Bereits zur Tradition ist die Oskar-Verleihung bei der jährlichen Serenade geworden. Für besondere Verdienste in der Bläserjugend des Orchesters überreichten Luisa Burger und Ines Markert einen tönernen Oskar an Ulrike Fuchsberger. Besonders hoben sie deren Kreativität hervor, zudem sei sie seit zehn Jahren Mitglied im Vorstand der Bläserjugend.

Und was ist passender zum Schluss als ein Trinklied? „Trinke Liebchen, trinke schnell, trinken macht die Augen hell“. Ein Duett zum Finale mit Radka Ludova-Remmler und Ernst Oestreicher. Als Zugabe nach gut eineinhalb Stunden erklatschte sich das Publikum „Guten Abend, gut' Nacht“ in einer modernen Fassung.

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