KITZINGEN

Viele Gewinner bei den Main-Motor-Classics

Premiere feierte ein neues Olditmer-Event am Sonntag in Kitzingen: Die Main-Motor-Classics.
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Pokal für den „englischen“ Sieger: Dieter Osteroth aus Dettelbach in seinem Jaguar XK 120 Coupé aus dem Baujahr 1952 bekam von AMC-Organisator Rainer Gutzeit (links) den Pokal für das Siegerauto aus englischer Fabrikation. Gewinner gab es an diesem Tag einige. Foto: Foto: Hartmut Hess
Rund 30 Jahre lang war die Kesselring-Oldtimer-Ausfahrt die größte Veranstaltung des Automobilclubs (AMC) Kitzingen gewesen. Mit den Main-Motor-Classics löste jetzt ein neues Event die traditionelle Ausfahrt ab und das Organisatorenteam um Rainer Gutzeit und AMC-Vorsitzendem Walter Loschky ging neue Wege.

Dabei lag internationales Flair über der Premiere der Veranstaltung auf dem Kitzinger Bleichwasen.

„Unsere Intention war es, mit unserem Event das ehemalige Gartenschaugelände zu beleben“, schilderte Rainer Gutzeit einen der Beweggründe für die Veranstaltung. Dann passte es wunderbar: Denn Lotto Bayern suchte für die 70 Jahre seines Bestehens für seine Glückstour einen Veranstaltungspartner auf Bezirksebene – und der AMC suchte ebenfalls einen Partner.

Heraus kam eine Oldtimer-Schau, die die Herzen von Liebhabern der alten Fahrzeuge höher schlagen ließ und einen Spendenscheck für einen karitativen Zweck sowie Fahrzeugbesitzern Pokale bescherte.

Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller erfüllte seine Aufgabe beim Entenrennen gut und deswegen durfte sich Andrea Schmidt freuen. Denn die Stadträtin und Initiatorin des Projektes „Wegweiser“ im Notwohngebiet der Siedlung konnte einen Spendenscheck von 1500 Euro aus den Händen der designierten Lotto-Bayern-Präsidentin Friederike Sturm, entgegen nehmen. Wie Sturm verkündete, hat die Lotto-Gesellschaft in ihren 70 Jahren so viel Geld erwirtschaftet, dass daraus 70 Milliarden Euro für soziale Zwecke ausgegeben werden konnten.

Über 150 Teilnehmer der Oldtimer-Parade und historische Camper zogen die Blicke der Besucher auf sich. Die Schnauferli gaben einen Einblick in die Automobil-Geschichte. „Wir wollten uns auf Fabrikate aus fünf Nationen konzentrieren“, erklärte Rainer Gutzeit. Eine Jury mit Walter Loschky, Hans-Rainer Kienberger und Klaus Liss nahm die Oldtimer unter die Lupe und am Nachmittag kürte der AMC die Sieger mit den Fabrikaten aus fünf Nationen.

Die Siegerpokale gingen an Wolfgang Tief (Deutschland) aus Dettelbach mit einem BMW 505, Karl-Heinz Vollkommener (Frankreich) aus Gerolzhofen mit einem Renault 4CV, Dieter Osteroth (England) aus Dettelbach mit einem Jaguar XK 120, Adrian Altsteiner (USA) aus Giebelstadt mit einem Pontiac und Gabi Richter (Italien) aus Gaibach mit einem Fiat 1100. Das älteste Fahrzeug fuhr der Sächsenheimer Manfred Schauer mit einem Ford T aus dem Jahr 1923 vor.

Auf die fünf Nationen ausgerichtet war auch das kulinarische Angebot mit Pizza, Burgern, Baguettes, English Breakfast (Frühstück) und Bratwurst zu Kitzinger Wein und Marktstefter Bier. Zur Ehrung der Nationensieger erklangen passende Hits aus den betreffenden Ländern. „Wir wissen unsere Unterstützer Eckhard Himmel und Uwe Flamme von Reka zu schätzen“, betonte Rainer Gutzeit, der die Veranstaltung zum Dauerbrenner reifen lassen möchte. Dabei hofft er auch, Eckhard Himmel wieder als Namensgeber gewinnen zu können.

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