GNODSTADT

Verwurzelt in der Dorfgemeinschaft

Großer Abend für den Turn- und Sportverein Gnodstadt am Samstag in eigener Halle: Der 1906 gegründete Verein feierte 110-jähriges Bestehen.
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Top Spieler: Diese Fußballer haben zwischen 100 und 700 Spiele für den TSV Gnodstadt absolviert.
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Großer Abend für den Turn- und Sportverein Gnodstadt am Samstag in eigener Halle: Der 1906 gegründete Verein feierte 110-jähriges Bestehen. Wie verwurzelt die Sportler im Dorf sind, zeigte dabei nicht nur das Grußwort von Winfried Heinkel für die Gnodstadter Vereine. Auch der Männergesangsverein des Marktbreiter Stadtteils ließ den TSV mit Gesangseinlagen hoch leben.

Tanzvorführungen der eigenen Mädchen, Grußworte von Marktbreits Bürgermeisterin Martina Michel, dem BLSV von Christian Ziermann, dem Turngau Würzburg von Horst Oehler, dem Patenverein TSV Frickenhausen mit Uwe Stadelmann und einem historischen Rückblick durch Herbert Biebelriether, standen eine ganze Reihe von Ehrungen gegenüber. Der Höhepunkt dabei war die Verleihung der goldenen Raute in Wiederholung durch Ludwig Bauer vom Bayerischen Fußballverband.

Schon zum zweiten Mal erhielt der TSV die goldene Raute – diesmal mit Ähre – und kann damit die nächste Stufe, das Gütesiegel, anstreben. „Der TSV ist somit Spitzenreiter im Fußballkreis“, sagte Bauer. Denn der Verband würdigt mit dieser Auszeichnung für Fußballvereine erneut die Leistungen des Vereins in Jugendarbeit, Breitensport, Prävention und Ehrenamt. Nur Vereine, die Besonderes leisten, werden mit der goldenen Raute mit Ähre ausgezeichnet.

Am 4. Januar 1906 riefen 21 Männer in Gnodstadt den Turnverein ins Leben – die Aktivitäten währten allerdings nur acht Jahren, denn während des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 ruhte die Sporttätigkeit, so der Rückblick durch Herbert Biebelriether. Sie wurde danach zwar wieder aktiviert, ließ während der Diktatur der Nationalsozialisten nach und ruhte kriegsbedingt nochmals komplett bis 1946, als der Verein neu zugelassen wurde. Turnen, Handball, Faustball, Boxen, Gewichtheben und Leichtathletik: Das Vereinsleben erwachte wieder. 1950 fiel der Beschluss, eine Fußballabteilung zu gründen. Zu den herausragenden Veranstaltungen zählt das Landesturnfest 1952 in Gnodstadt.

Während Turnen und Faustball an Interesse verloren, übernahm der Fußball die Spitzenstellung im Vereinsleben. 1973 bot sich bei der Flurbereinigung die Chance, ein eigenes Gelände für den Sportplatz zu schaffen und dort auch ein Sportheim zu bauen, das 1979 nach viel Eigenleistung in Betrieb ging. Eigentum verpflichtet – und so stand das eigene Vereinsgelände immer wieder im Mittelpunkt der Vereinsaktivitäten, bei Renovierungen und Verbesserungen.

Heute hat der Verein fast 650 Mitglieder, rund 200 davon kommen von außerhalb, was auf das breite Sportangebot zurückzuführen ist. Denn im Verein werden unter anderem Kinderturnen bis in den Jugendbereich, Gymnastik von den Kindern bis zu den Senioren, Aerobic, Gesundheitsgymnastik, Radsport, Jugendfußball in Spielgemeinschaften, eine erste, eine zweite und eine Altherrenmannschaft angeboten. Neben der Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit durch den Sport ist es vor allem das Gemeinschaftsgefühl, das im Verein gefördert werden soll.

Ehrungen beim TSV Gnodstadt

Bayerischer Turnverband: Ehrenzeichen in Bronze: Regina Kleinschrot, Heidi Krauß, Sabine Lang und Kathrin Fuchs.

Bayerischer Fußballverband:

Ehrenzeichen in Silber: Klaus Hofmann und Hans-Joachim Ingelmann; in Gold: Dieter Geitz und Michael Krauß.

Bayerischer Landes Sportverband:

Bronze: Alexander Mader; Bronze mit Kranz: Sven Biebelriether, Matthias Hofmann, Erika Ingelmann und Hannes Rückert; Silber mit Gold: Ulrike Mader; Gold: Gudrun Wellhöfer-Krutzsch; Gold mit großem Kranz: Herbert Biebelriether, Helmut Grötsch, Walter Rögele und Hannelore Stadelmann; Gold mit Brillanten: Georg Stadelmann und Erich Wellhöfer.

Klaus Hofmann wurde vom Verein für 700 Fußballspiele ausgezeichnet; für 600 Spiele: Michael Krauß; für 400 Spiele: Sebastian Näck, Holger und Robert Stadelmann; für 300 Spiele: Andre und Sven Heppel, Sebastian Kleinschrot, Christoph Nagel und Frank Weber; für 200 Spiele: Holger Dahlfeld, Martin Emmert und Florian Ott; für 100 Spiele: Michael Bohn, Tristan Heid, Fabian Herbst, Nico Knieps, Manuel Krauß, Christoph und Thomas Nagler, Michael Schneider, Kaleb Ströbel, Uwe Weigl und Christian Weinmann.

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