WILLANZHEIM

Vernünftige Straßen für den Landkreis

Die neu ausgebaute Kreisstraße 16 von Willanzheim nach Iphofen wurde Monate früher als geplant eröffnet.
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Landrätin Tamara Bischof (rechts) versicherte, dass den Bürgern im Flächenlandkreis Kitzingen vernünftige Straßen zur Verfügung gestellt werden. Foto: Foto: Hartmut Hess
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„Wir sind ein Flächenlandkreis und bestrebt, allen Kommunen und Bürgern vernünftige Straßen zur Verfügung zu stellen“, erklärte Landrätin Tamara Bischof am Donnerstag bei der Wiedereröffnung der Kreisstraße 16 von Willanzheim nach Iphofen. Der Landkreis habe heuer rund drei Millionen Euro für den Ausbau von Teilstrecken bereitgestellt, „und wir müssen uns darauf einstellen, dafür noch mehr Geld aufwenden zu müssen“, sagte Bischof an die Adresse der anwesenden Kreisräte und Bürgermeister. Denn die Baupreise würden ebenso steigen wie Kosten für Natur- und Umweltschutz, weshalb außerorts ein Kilometer Straßenausbau eine Million Euro koste.

Fast 1,4 Millionen

Von Willanzheim nach Iphofen wurde ein 1,38 Kilometer langes Teilstück komplett ausgebaut, das zuvor nur 5,50 Meter Fahrbahnbreite hatte und im Begegnungsverkehr recht eng war. „Die 50 Zentimeter machen viel aus“, versicherte Willanzheims Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert und betonte, dass jetzt auch eine bessere Sicht gegeben ist. Tamara Bischof merkte an, dass heute Fahrzeuge mit weit mehr Gewicht als einst unterwegs sind und auch die zahlenmäßige Belastung der Straßen enorm zugenommen habe. Deswegen würden Ausbauprojekte noch teurer.

Bessere Sicht

Die Willanzheimer Teilstrecke kostete 1,65 Millionen Euro und nach Abschied der staatlichen Zuschüsse verbleibt dem Landkreis ein Eigenanteil von einer Million Euro. „Wir bauen unsere Straßen für Sie, liebe Bürger, damit Sie gefahrlos von A nach B kommen“, wandte sich die Landrätin an die Bürger, die zum Einweihungsfestakt gekommen waren.

Sechs Meter breit

Die neue Straße ist jetzt sechs Meter breit, hat teilweise Leitplanken und ein vorher nahezu nicht vorhandenes Bankett und durch die Entschärfung des Kurvenbereichs auf Höhe der Nothelferkapelle herrscht jetzt eine bessere Sicht für die Verkehrsteilnehmer. Die erste Sperrung war im August 2016 für den Oberbodenabtrag erfolgt und einer Zauneidechsenpopulation wurde über den Winter Zeit gegeben, sich zu verändern. Im März des laufenden Jahres starteten die eigentlichen Straßenarbeiten, womit eine Vollsperrung über die vorherigen Wintermonate vermieden werden konnte. War der Abschluss der Bauarbeiten für November vorgesehen, feierten der Landkreis und die Willanzheimer schon jetzt, weil die ausführende Baufirma Strabag AG viereinhalb Monate schneller als geplant fertig war.

Wunderschön geworden

Willanzheims katholischer Ruhestandspfarrer August Popp fand, „die Straße ist wunderschön geworden“ und lobte, dass beim Bau Rücksicht auf die Fauna genommen wurde. „Manche hätten gerne noch einen Fahrradweg dazu gehabt“, ließ der Geistliche wissen.

Überfordert

Dazu erklärte Ingrid Reifenscheid-Eckert, dass es hierfür wegen der zu geringen Verkehrszahlen keine staatliche Förderung gegeben hätte, weshalb die Gemeinde mit einem Fahrradweg finanziell überfordert worden wäre. August Popp sprach auch an, dass manche jetzt von einer Rennstrecke reden würden. Dazu riet der Pfarrer den Leuten: „Es hängt von dem Benehmen aller Verkehrsteilnehmern ab, ob es wirklich eine Rennstrecke wird.

Den Segen erbeten

Iphofens katholischer Pfarrer Adam Was und sein evangelischer Amtskollege Matthias Subatzus aus Hüttenheim erbaten den Segen für die Menschen, die diese Straße befahren. Bevor es sich die Anwesenden bei Schoppen und Brotzeit gemütlich machten, schritten die Verantwortlichen und Bürger mit dem Durchschneiden des Bandes zum offiziellen Eröffnungsakt.

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