Geiselwind
Straßensperrung

SUV-Fahrer übersieht Lastzug: Unfall mit mehreren Autos auf A3 - Mangelhafte Rettungsgasse

Zu einem Unfall mit mehreren Autos ist es am Mittwochabend auf der A3 bei Geiselwind gekommen. Ein SUV-Fahrer löste eine Kettenreaktion aus, als er auf die Autobahn auffuhr. Die Autobahnpolizei kritisiert, dass die Bildung einer Rettungsgasse schlecht funktionierte.
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Kettenreaktion: Auf der A3 bei Geiselwind kam es am Mittwoch zu einem Unfall mit mehreren  Autos. Foto: NEWS5 / Merzbach
Kettenreaktion: Auf der A3 bei Geiselwind kam es am Mittwoch zu einem Unfall mit mehreren Autos. Foto: NEWS5 / Merzbach
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Am frühen Mittwochabend hat ein Autofahrer beim Einfahren auf die A 3 an der Anschlussstelle Geiselwind einen Unfall verursacht und eine Kettenreaktion ausgelöst. Dabei wurde die mobile Mittelleitplanke innerhalb der Baustelle verschoben. Die Autobahn musste für eineinhalb Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Eine Person wurde leicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 16.000 Euro.

Beim Einfahren auf Autobahn einen Lastzug übersehen

Gegen 18:50 Uhr übersah ein 53-jähriger SUV-Fahrer beim Einfahren einen Lastzug und fuhr knapp vor diesem in Richtung Nürnberg auf. Dessen 50-jähriger Fahrer konnte nicht mehr genügend abbremsen. Er fuhr auf den VW Tiguan des 53-Jährigen auf, drehte den Wagen vor sich und drückte ihn gegen die Mittelleitplanke. Die mobilen Fahrbahnteiler verschoben sich dadurch in die Gegenfahrbahn.

Just in diesem Moment fuhr ein 26 Jahre alter Autofahrer mit seinem Ford Mondeo in Richtung Frankfurt auf dem linken Fahrstreifen an der Stelle vorbei. Er kollidierte mit der Stahlkonstruktion, schleuderte und krachte mit der Front in die Außenleitplanke. Das Auto wurde total beschädigt. Die 22-jährige Beifahrerin erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Alle anderen Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon.

Feuerwehrleute aus Geiselwind und Wiesentheid waren im Einsatz. Sie unterstützten die Polizeibeamten bei der Absicherung der Unfallstelle und brachten die verschobene Leitplanke an ihre ursprüngliche Position.

Während der Unfallaufnahme, der Bergungsarbeiten und der Rekonstruktion der Fahrbahnteiler sperrte die Beamten die gesamte Autobahn. Staus von mehreren Kilometern Länge waren die Folge. Ableitungen an den jeweiligen Anschlussstellen davor wurden eingerichtet.

Leider wurde von den Beamten festgestellt, dass wieder einmal kaum Rettungsgassen gebildet worden waren. In diesem Zusammenhang weist die Autobahnpolizei eindringlich darauf hin, rechtzeitig, das heißt noch bevor die Fahrzeugkolonnen zum Stillstand gekommen sind, eine Gasse für Einsatzfahrzeuge zum Beispiel der Rettungsdienste, der Polizei und der Abschleppunternehmen zu bilden und offen zu halten.

Erst am Dienstag hatte es auf der A3 ein Verkehrschaos gegeben.Nach Beleidigungen und Geisterfahrern drohte die Polizei mit massiven Strafen.



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