Würzburg
Unfälle

Aggressiver Fahrer, abgesprengte Teile auf Gegenfahrbahn und Aquaplaning: Fünf Unfälle auf A3 an einem Tag

Auf der A3 kam es am Donnerstag zu fünf Unfällen. Vor allem der Starkregen machte den Fahrern große Sorgen. Aufgrund eines Staus verlor ein Mann dann vollkommen die Nerven.
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So sah es am Donnerstag auf der A3 öfter aus. Foto: pixabay/Gellinger
So sah es am Donnerstag auf der A3 öfter aus. Foto: pixabay/Gellinger
Donnerstag war kein guter Tag, um auf der A3 mit dem Auto zu fahren. Gleich fünf Mal krachte es an diesem Tag auf der Autobahn, die die zweitlängste in Deutschland ist und von der niederländischen Grenze durch das Ruhrgebiet, das Rhein-Main-Gebiet und Franken an die österreichische Grenze führt.

Und so krachte bereits am Donnerstagvormittag eine Autofahrerin nahe der Anschlussstelle Kist im Landkreis Würzburg auf ein Stauende - wurde dabei verletzt. Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 90 000 Euro.



Gegen 10.15 Uhr hatte sich der Verkehr in Richtung Nürnberg gestaut. Ein 49-jähriger Mann aus Hessen musste deshalb auf dem mittleren der drei Fahrstreifen der Hauptfahrbahn anhalten. Eine 30 Jahre alte Frau aus Mittelfranken hatte offenbar die Warnung auf den Schilderbrücken übersehen und den Stau zu spät wahrgenommen. Auch eine Vollbremsung konnte eine Kollision nicht mehr verhindern. Sie versuchte noch nach rechts auszuweichen, prallte aber mit Wucht auf das Heck des des stehenden Fahrzeugs und anschließend gegen die Außenleitplanke, wo sie mit ihrem totalbeschädigten Auto zum Stehen kam.

Sie erlitt dabei einen Schock und diverse leichtere Verletzungen. Mit dem Rettungshubschrauber wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann kam mit dem Schrecken davon. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.


Aggressiver Autofahrer schiebt im Stau anderes Fahrzeug weg



Selber Schuld am Unfall war vermutlich ein ungeduldiger Autofahrer, der am Nachmittag im Kolonnenverkehr nach Erkenntnissen der Autobahnpolizei einen Pkw absichtlich gerammt hatte - zwischen den Anschlussstellen Randersacker und Würzburg-Heidingsfeld. Es entstand ein Schaden von geschätzten 3000 Euro. Die Beamten ermitteln nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Wie kam es dazu? Bei stockendem Verkehr ging die Weiterfahrt für den verärgerten Fahrer zu langsam voran - Der junge Mann schlug mehrmals mit der Faust gegen die Beifahrerscheibe eines anderen Fahrzeugs. Als das nicht zum gewünschten Erfolg führte, rammte er mit seinem Wagen den Wagen seitlich und beschädigte dessen komplette Beifahrerseite. Der 45-Jährige Fahrer des beschädigten Fahrzeugs bremste, um nicht gegen die Mittelschutzplanke gedrückt zu werden, fast bis zum Stillstand ab. Der junge Mann fuhr weiter - der Geschädigte folgte ihm.

Später verließen beide Kontrahenten die Autobahn und hielten in Hörblach an. Während der Geschädigte telefonisch noch mit der Polizei sprach, entfernte sich der andere erneut. Zwischenzeitlich sind die Personalien des geflüchteten aggressiven Mannes bekannt. Zu seinem Verhalten äußerte sich jedoch der in der Metropolregion Nürnberg wohnende Mann gegenüber den Polizisten noch nicht.


Nach einem Unfall schleudern Teile der Mittelleitplanke auf die Gegenfahrbahn


Am Donnerstagnachmittag ist ein Autofahrer auf der A 3 zwischen den Anschlussstellen Geiselwind und Wiesentheid mit Wucht gegen die Mittelschutzplanke gekracht. Abgesprengte Teile flogen auf die Gegenfahrbahn und beschädigten dort einen Pkw. Zum Glück wurde niemand verletzt. Den Schaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 18 000 Euro.

Gegen 16.45 Uhr fuhr ein 36-jähriger Mann aus dem Landkreis Kitzingen in Richtung Frankfurt. Etwa fünf Kilometer nach Geiselwind musste er verkehrsbedingt abbremsen. Auf der regennassen Fahrbahn geriet sein Auto ins Schleudern und beschädigte etwa 40 Meter der Mittelschutzplanke. Sein Wagen drehte sich dann weiter und kam schräg mitten auf der Fahrbahn zum Stehen. Betriebsflüssigkeiten liefen aus. Ein in Richtung Nürnberg fahrendes Fahrzeug wurde seitlich von herumfliegenden Metallteilen getroffen, blieb aber fahrbereit. Beide Fahrer kamen mit dem Schrecken davon.

Feuerwehrleute aus Geiselwind und Wiesentheid waren im Einsatz, kümmerten sich um die öligen Flüssigkeiten auf der Fahrbahn und unterstützten die Beamten bei der Absicherung der Unfallstelle. Für die Reinigung der Fahrbahnen und während der Bergung musste die Autobahn in beiden Fahrtrichtungen kurzzeitig komplett gesperrt werden.


Auffahrunfall im Rückstau



Gegen 17.20 Uhr kam es im Rückstau in Richtung Frankfurt zu einem Auffahrunfall, bei dem eine 35-jährige Beifahrerin leicht verletzt wurde. Beide Fahrzeuge blieben fahrbereit. Der Schaden beträgt etwa 2500 Euro.


31-Jähriger prallt gegen Mittelleitplanke wegen Starkregen



Ebenfalls am Donnerstagnachmittag hat der starke Regen einen Autofahrer zwischen den Anschlussstellen Wertheim/Lengfurt und Helmstadt in die Bredouille gebracht. Der Mann verursachte einen Unfall, wobei zwei Personen verletzt wurden. Der Sachschaden wird auf 30 000 Euro geschätzt.

Gegen 17.35 Uhr regnete es so stark, dass die Wassermassen nicht schnell genug abließen konnten. Etwa einen Kilometer nach Wertheim verlor ein 31-jähriger Mann aus dem Raum Würzburg aufgrund Aquaplanings die Kontrolle über seinen Wagen. Er schleuderte seitlich gegen den Wagen eines 40 Jahre alten Mannes aus Hessen, prallte gegen die Mittelschutzplanke, kreiselte über die Fahrbahn und blieb schließlich quer auf dem linken Fahrstreifen stehen. Das Fahrzeug kam am rechten Fahrbahnrand zum Stehen.

Beide Fahrer wurden verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die total beschädigten Pkws mussten abgeschleppt werden.

Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Kreuzwertheim und Altfeld unterstützten die Polizeibeamten bei der Absicherung der Unfallstelle und reinigten die Fahrbahn. Während der Unfallaufnahme und der Bergungs- und Reinigungsarbeiten waren alle drei Fahrstreifen in Richtung Nürnberg gesperrt. Es kam zu Staus.


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