VOLKACH

Unermüdlich für das Dorf im Einsatz

Mit Farbroller „bewaffnet“ machten sich ehrenamtliche Helfer der Rimbacher Dorfpflegegruppe auf den Weg - Richtung Buswartehäuschen.
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Im Dienst der Allgemeinheit: Dank der ehrenamtlichen Arbeit von Norbert Then (links) und seiner Helfer erstrahlt das Buswartehäuschen am Rimbacher Marienplatz seit Freitag in neuem Glanz. FOTO Peter Pfannes

Mit Farbroller, Malerpinsel und Fassadenfarbe „bewaffnet“ machten sich ehrenamtliche Helfer der Rimbacher Dorfpflegegruppe auf den Weg, um das Erscheinungsbild ihrer Heimat wieder einmal etwas aufzupäppeln. Objekt ihrer unbändigen Lust am Renovieren und Verschönern war diesmal das Buswartehäuschen am Marienplatz.

15 Helfer kümmert sich darum, dass in Rekordzeit am späten Nachmittag die Unterstellhalle für die Rimbacher Schulkinder in neuem Glanz erstrahlte.

Seit exakt zwei Jahrzehnten saniert die Gruppe unter der Regie von Norbert Then Zug um Zug ihr Örtchen. Ehrenamtlich und ohne Arbeitslohn, versteht sich. Die Materialkosten übernimmt in der Regel die Stadt Volkach, die durch die Rimbacher Akteure erheblich finanziell entlastet wird. Die meisten Helfer sind auch bei der Feuerwehr, dessen zweiter Vorsitzender Then ist.

Außenputz abgeklopft

Gemeinsam besprach man die Vorgehensweise für die Renovierung des Buswartehäuschens. Erst wurde der gesamt Außenputz abgeklopft. „Da war alles marode, überall hässliche Flecken und Risse“, erzählt Then. Auch die Decke wurde neu verputzt. Den Fußboden flieste Ewald Götz. Zum Schluss bekam das Häuschen noch einen schönen Außenanstrich. Diesmal beteiligte sich neben der Stadt auch der Feuerwehrverein an den Materialkosten.

Dankeschön an die Kommune

„Bis auf die Außenfarbe haben wir das Material gestellt“, erläutert der 70-jährige Then. Man sei der Stadt sehr dankbar für deren Entgegenkommen beim Anbau des Feuerwehrhauses und anderen örtlichen Projekten, sagt der Rentner. Die freiwillige Arbeit sei auch eine Art Dankeschön an die Kommune. Den Kontakt zu den Stadtoberen hält Then meist am Ende der Stadtratssitzungen, die er regelmäßig besucht.

Wenn es heißt „Bürger fragen, der Stadtrat antwortet“ sagt der treue Zuhörer, wo der Schuh drückt und was im Dorf im Argen liegt. Die Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof sei anschließend unkompliziert. Die Liste erledigter Renovierungsprojekte der Rimbacher Ortsverschönerer ist lang.

Vor 15 Jahren wurden die Aussegnungshalle und der Kreuzschlepper am Friedhof hergerichtet. Den Anbau an das Feuerwehrhaus – „ein Zweijahres-Projekt“ – errichtete man in Eigenregie. Auch in der Grünpflege sind Then und seine Mitstreiter im Dorf aktiv. Für die meisten bepflanzten Flächen konnte man die Anlieger als Grünpaten gewinnen, den Rest erledigt die Dorfpflegegruppe. Um die Fläche am Kriegerdenkmal kümmern sich Ottmar Glos und seine Frau Traudl. Den Marienplatz selbst pflegt der Bauhof. Glos begleitet Rentner Then, der früher 24 Jahre im Domänenamt in Castell beschäftigt war, meist in die Stadtratssitzungen.

Lob für Gemeinschaft

Gemeinsam nehmen sie oft kein Blatt vor den Mund, sagen offen ihre Meinung. Krankheit haben den Motor der Rimbacher Dorfpflegegruppe heuer ein wenig ins Stottern geraten lassen. Kaum ist der sechsfache Großvater Then wieder einigermaßen fit, initiierte er mit der Renovierung des Buswartehäuschen die nächste Ortsverschönerungsmaßnahme. „Bei uns im Dorf helfen viele mit, auch Frauen“, lobt Then die Dorfgemeinschaft. Aber ohne einen Kopf geht es halt nicht. „Man muss die Leute schon immer fragen, ob sie mitmachen,“ sagt er und denkt schon an die nächsten Maßnahmen 2018 unter dem Motto „Unser Dorf soll schöner werden.“

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