DETTELBACH

Unaufgeregte 90 Minuten Bürgerversammlung

Breitband, Nutzung der alten Schule und ein Baugebiet waren Themen der Bürgerversammlung für Dettelbach.
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Etwa 50 Bürger, überwiegend aus Bibergau und Effeldorf, waren zur Bürgerversammlung für ganz Dettelbach in die alte Schule gekommen und lauschten dem Bericht der Bürgermeisterin Christine Konrad. Foto: Foto: Chuleck

Der Beitbandausbau in Dettelbach, die zukünftige Nutzung der Grundschule Bibergau/Effeldorf, die mögliche Erweiterung des Baugebietes Am Schernauer Weg in Bibergau, die Situation von Friedhofswegen – das waren die herausragenden Themen der Bürgerversammlung für ganz Dettelbach in der alten Schule Bibergau/Effeldorf. Gut 50 Bürger, überwiegend aus diesen beiden Ortsteilen, hielten sich im Diskussionsteil zurück. Nachdem Bürgermeisterin Christine Konrad auf Statistiken und die Kosten von (geplanten) Bau- und sonstigen Maßnahmen verzichtet hatte, war die unaufgeregte Bürgerversammlung nach eineinhalb Stunden zu Ende.

Die Kommunikation rund um den Breitbandausbau stieß bei der Bürgermeisterin auf Kritik. Anders als von der Telekom kommuniziert, sei die Stadt nicht verantwortlich für den Ausbau. „Wir sind ja kein Telekommunikationsdienstleister“, sagte Konrad mehrmals. Und als Verwaltung (und auch seitens des Stadtrates) sei alles versucht worden, dass auch in den hintersten Ecken des Stadtgebietes schnelles Internet verlegt wird. „Bislang leider erfolglos. Vor allem die abseits gelegenen Höfe werden kaum berücksichtigt, weil es wohl unwirtschaftlich ist.

“ Und das Förderprogramm „Höfeprogramm“ sei auf Dettelbach nicht anwendbar, „dafür ist unsere Kommune nicht zersplittert genug“.

Die ehemalige Schule zwischen Effeldorf und Bibergau steht seit dem Auszug der Asylbewerber leer. Für eine zukünftige Nutzung des städtischen Gebäudes entwarf die Bürgermeisterin einige Ideen. Nachdem der Musikverein und der VfR Bibergau dort schon ein Domizil haben, „könnten weitere Vereine einziehen, wir könnten es für Kommunales nutzen, als Wahlbüro oder für Bürgerversammlungen, und auch die Jugend könnte auf diesem Weg zum Jugendraum kommen“. Konrad sprach auch von einem regelrechten Jugendzentrum, mit viel Freifläche und genug Abstand zur nächsten Wohnbebauung. Ideen ihrer Mitbürger sind ihr auch weiterhin willkommen. Eine brachte sie selbst ein: Erhalt als regelrechte Schule, was aktuelle öffentliche Diskussionen über steigende Schülerzahlen in ganz Deutschland andeuten.

Um weitere Baugebiete außer dem Baugebiet Am Schernauer Weg in Bibergau, das erweitert werden soll, zu schaffen, müsste die Stadt zunächst den Flächennutzungsplan ändern, so Konrad auf Anfrage eines Bürgers. Entsprechende Ideen für die Erweiterung habe der Stadtrat bereits in der Schublade, „aber noch laufen Verhandlungen über notwendige Grundstückskäufe“, sagte sie. Und nach wie vor würden Bauplätze verlost, und zwar dann, wenn sich für ein bestimmtes Grundstück mehrere Interessenten finden würden. Und auch die Wege auf den Friedhöfen, insbesondere in Bibergau mitsamt den Bildstöcken, habe der Stadtrat auf dem Radar. „Wir werden uns nach und nach alle Friedhöfe anschauen“, versprach die Bürgermeisterin.

Zum Thema SüdLink-Trasse berichtete Christine Konrad von einem offiziellen Gespräch, bei dem die Stadt Schützenhilfe vom Landesamt für Denkmalpflege erhalten habe. „Die kämpfen wie die Löwen um ihre Bodendenkmäler, und auch der Naturschutz in unserer Region ist auf der Hut“, so Konrad.

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