RÜDENHAUSEN

Umgehung Rüdenhausen: Es geht weiter

Die frohe Botschaft zum Stand beim Bau der Umgehung in Rüdenhausen brachte der Leiter der Abteilung Straßenbau am Staatlichen Bauamt in Würzburg, Michael Fuchs, selbst.
Artikel drucken Artikel einbetten
Information vor Ort in Rüdenhausen zum Stand der Umgehung: Michael Fuchs vom Straßenbauamt in Würzburg erläuterte, wie es weiter geht. Im Bild (von links): Michael Fuchs, Thomas Rennert, Gerhard Ackermann, Karl-Heinz Rebitzer und Uwe Pfeiffer. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Die frohe Botschaft zum Stand beim Bau der Umgehung in Rüdenhausen brachte der Chef selbst. Der Leiter der Abteilung Straßenbau am Staatlichen Bauamt in Würzburg, Michael Fuchs, informierte am Mittwochvormittag bei einem Termin vor Ort, dass die seit dem Frühjahr gestoppten Bauarbeiten für den noch fehlenden dritten Abschnitt im September fortgesetzt werden. Ende 2017 oder Anfang 2018 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Einen Haken hat das Ganze: Der Bau der Strecke wurde um einiges teurer, als einst berechnet. Statt der einst geschätzten fünf Millionen Euro werde das Ganze nun rund acht Millionen kosten, was Fuchs ebenso erläuterte. Drei Kilometer lang ist die gesamte Umfahrung, hinzu kommen 1,8 Kilometer an Anschlussstraßen, die zu bauen waren.

Zu der Verzögerung, die insgesamt sieben Monate dauerte, holte der Direktor etwas weiter aus. Wegen Streitigkeiten bei der Vergabe musste erst eine Rechtsbehörde das Ganze prüfen, was nun abgeschlossen ist. „Wir konnten in der Zeit nichts machen“, bat Fuchs um Verständnis. Jetzt wolle man auf eine möglichst kurze Bauzeit drängen. Hinzu kam, dass der Freistaat gleichzeitig zum Projekt in Rüdenhausen den Ausbau der Bundesstraße 27 bei Karlstadt begonnen hat.

Dazu wurde zusätzliches Geld aus dem Haushalt des Amtes in Würzburg gebraucht. Das Projekt dort musste laut Fuchs wegen viel höherer Verkehrsbelastung forciert werden.

Die für Rüdenhausen gestiegenen Kosten lägen im wesentlichen an zusätzlichen Auflagen, welche die Bauträger, Bund und Freistaat Bayern nach dem Planfeststellungsverfahren bekamen. So verteuern sich laut Fuchs die Erdbaumaßnahen erheblich, weil die Naturschutz- und Umweltbehörden ein anderes Verfahren bei der Aufschüttung der Befestigungen, sowie bei den Durchlässen forderten. Die notwendigen Aufschüttungen werden nur mit Erde erfolgen. Um Setzungen der Straße zu vermeiden, müsse dem Boden Luft und Wasser entzogen werden. Das dauere, erst danach erfolgt der Straßenbau.

Rüdenhausens Bürgermeister Gerhard Ackermann hörte sich mit einigen Gemeinderäten und Bürgern die Ausführungen vor Ort interessiert an. Er dankte Fuchs für seine Auskunft. Die Gemeinde sei „froh, dass es nun weiter geht und hofft, dass das Ganze nun zügig fertig gestellt wird.“ Die „Geheimnis-Krämerei“, warum nicht weiter gemacht werde, hätte nicht sein müssen, wurde moniert. Direktor Fuchs sagte zu, dass die Behörde künftig engen Kontakt mit Gemeinde und Presse zum Fortgang halten werde.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.