ABTSWIND

Umfrage zum Kunstrasenfeld

Pläne für einen 550 000 Euro teueren Fußballplatz auf Kunstrasen beschäftigten den Gemeinderat. Außerdem will der TSV für 350 000 ein Funktionsgebäude bauen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der TSV Abtswind möchte auf der Fläche seines Ausweichplatzes ein Kunstrasen-Spielfeld anlegen. Foto: Foto: ANDREAS STÖCKINGER

Der vom TSV Abtswind angestrebte Bau eines Kunstrasen-Spielfelds beschäftigte den Gemeinderat erneut in seiner Sitzung am Montagabend. Allein der Platz, der auf dem momentanen Ausweichspielfeld entstehen soll, würde rund 550 000 Euro kosten. Zusätzlich soll ein Funktionsgebäude mit Umkleiden, Duschen und sanitären Anlagen für die Sportler anstelle der bisherigen Kabinen gebaut werden, das 350 000 Euro kosten würde.

Insgesamt fielen rund 900 000 Euro für das gesamte Projekt an. Nach Abzug möglicher Zuschüsse und einem Sponsoring von TSV-Vorstandsmitglied und Unternehmer Christoph Mix müsste die Kommune rund 400 000 Euro beisteuern.

Die aktuelle Finanzlage der Gemeinde würde das Projekt möglich machen. Ob eine derartige Ausgabe aus der Gemeindekasse auch zu rechtfertigen sei, dazu wollen die Gemeinderäte um Bürgermeister Jürgen Schulz die Meinung der Bürger erfahren. Das habe das Gremium bereits intern beschlossen, so Schulz. Als möglichen Termin für die Befragung nannte er den 24. September, den Tag der Bundestagswahl.

Ihm sprangen die Räte Jürgen Bünnagel und Rudi Weikert zur Seite. Man habe grundsätzlich nichts gegen das Vorhaben. Jedoch sei es schwierig, einfach mal so eine Summe für ein derartiges Projekt auszugeben, hieß es. „Wenn eine deutliche Zahl der Bürger sagt, sie finden es gut, dann bin ich auf der sicheren Seite“, sagte Weikert. Die Unterstützung des Sports sei eine freiwillige Leistung der Gemeinde, keine Pflichtaufgabe, wie die Wasserversorgung oder die Feuerwehr.

Bürgermeister Schulz erinnerte daran, dass die Kommune vor einigen Jahren zum Thema Sanierung des Schwimmbads ebenso in einer eigenen Versammlung das Stimmungsbild in der Bevölkerung abgefragt habe, um dann eine Entscheidung zu fällen. Das lasse sich kaum vergleichen, damals stand auch ein mögliches Aus des Bades im Raum, sagte TSV-Vorstandsmitglied Christoph Mix ein.

Über das Kunstrasen-Spielfeld hat eine Gruppe um TSV-Mitglied Günter Markert bereits Informationen eingeholt. Die aktuelle Situation zum Thema Zuschüsse sei günstig, so Markert, man könne den Antrag für den neuen Platz zusammen mit dem Gebäude einreichen. Er halte den Kunstrasen für vordringlich, das Gebäude könnte auch in zwei bis drei Jahren entstehen. Ob dann jedoch die Zuschüsse in ähnlicher Höhe fließen, sei aber fraglich.

Die in der Sitzung anwesenden Vorstandsmitglieder des TSV zeigten sich nicht angetan von der anvisierten Bürgerbefragung, wie sich Äußerungen entnehmen ließ. Es gelte, die Bürger zu informieren und zu überzeugen. Auf welchem Weg das geschehen solle, darüber will sich der Verein Gedanken machen.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.