Dettelbach
Verkehrsunfall

Nach 34 Stunden: Verursacher des tödlichen Unfalls im Landkreis Kitzingen gefunden

34 Stunden war der Verursacher eines tödlichen Unfalls in Unterfranken verschollen. Nun wurde er gefunden, aber die Umstände sind mysteriös.
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Bei einem Frontalcrash in Unterfranken starb am Sonntag eine Frau. Der Unfallverursacher blieb 34 Stunden verschollen. Die Umstände sind mysteriös. Symbolbild: Ronald Rinklef
Bei einem Frontalcrash in Unterfranken starb am Sonntag eine Frau. Der Unfallverursacher blieb 34 Stunden verschollen. Die Umstände sind mysteriös. Symbolbild: Ronald Rinklef
Knapp 34 Stunden war der Verursacher des tödlichen Unfalls auf der B22 bei Dettelbach verschollen. Am Montag gegen 16 Uhr entdeckte eine Passantin den verletzten Mann bei Stadelschwarzach.

Wie die Polizei mitteilt, wurde der seit seit dem tödlichen Verkehrsunfall am Sonntagmorgen vermisste Unfallverursacher, der 29-jährige Fahrzeughalter, am späten Montagnachmittag am Straßenrand entdeckt. Wo sich der Mann die letzten 34 Stunden aufhielt, ist Gegenstand der Ermittlungen der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried.
Wie bereits berichtet kam es am Sonntagmorgen auf der alten B22 auf Höhe des dortigen Industriegebiets zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen. Am Unfallort konnten die ersten Einsatzkräfte lediglich eine in ihrem Auto eingeklemmte Frau antreffen, vom zweiten Unfallbeteiligten fehlte jede Spur. Nach diesem wurde bis in den Sonntagnachmittag mit einem Großaufgebot ergebnislos gefahndet.

Am Montag, gegen 16:00 Uhr, teilte eine Verkehrsteilnehmerin auf der B22 bei Stadelschwarzach mit, dass sie soeben einen augenscheinlich verletzten Fußgänger festgestellt hat, welcher am Straßenrand unterwegs war. Zwischen Unfallort und dem Ort des Auffindens liegen über 10 Kilometer Entfernung.

Eine Streife der Polizeiinspektion Kitzingen konnte den Mann schließlich antreffen. Eine Überprüfung ergab, dass es sich um den gesuchten 29-jährigen Fahrzeughalter handelt.

Der Mann wies Verletzungen auf, die auf seine Unfallbeteiligung am Verkehrsunfall schließen lassen. Er wurde zunächst zur Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried transportiert und anschließend vorsorglich in einem naheliegenden Krankenhaus untersucht.


Wo war der Mann die letzten 34 Stunden?

Die Ermittlungen der Verkehrspolizei zum Verbleib des Fahrers zwischen dem Unfall und seinem Auffinden laufen auf Hochtouren. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken auf Nachfrage mitteilt, könne es durchaus sein, dass der Mann nach dem Unfall verwirrt umhergeirrt sei. Ebenso könne man aber auch nicht ausschließen, dass es sich um den Versuch einer Vertuschung handele.

Die Polizei sucht nun Zeugen, denen der Mann zwischen Sonntag und Montag im Bereich zwischen der Unfallstelle und dem Auffindeort bei Stadelschwarzach aufgefallen ist. Diese werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried, Tel. 09302/910-0, in Verbindung zu setzen.

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