KITZINGEN

Tipps der Abfallberatung: Um sechs Uhr muss die Tonne raus

Ab dem 1. Januar wird ein neuer Entsorger die Müllabfuhr im Landkreis übernehmen. Das heißt neues Personal, neue Fahrzeuge und das muss sich einspielen.
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Damit die Mülltonnen auch garantiert entleert werden können, müssen sie am Abfuhrtag bis 6 Uhr am Straßenrand stehen. FOTO: H. Heinritz Foto: Harald Heinritz - Abfallberatung Landratsamt Kitzingen

In wenigen Tagen wird ab 1. Januar 2017 mit dem Wiesbadener Unternehmen Knettenbrech + Gurdulic Service ein neuer Entsorger die Müllabfuhr im Landkreis übernehmen. Das bedeutet neues Personal, neue Fahrzeuge und das muss sich erst einspielen.

Anlaufprobleme

Auch wenn die Termine und Abfuhrouten gleich bleiben, die Kommunale Abfallwirtschaft im Landratsamt rechnet mit Anlaufproblemen, hat aber einige Tipps, um die in Grenzen zu halten.

Das ist zum Beispiel die Frage, wann die Mülltonnen wo stehen sollten, damit sie sicher abgefahren werden. Da sprechen Sachgebietsleiter Philipp Kuhn und Kollege Reinhard Weikert gerne von der„ magischen 6“. Dahinter steckt die zeitliche Vorgabe, die mit dem Entsorgerwechsel nun aber wichtiger denn je wird:

Wichtiger Zeitpunkt

Am Abfuhrtag müssen die Mülltonnen bis spätestens 6 Uhr zur Leerung bereitstehen. Nur so hat man die Gewähr, dass die Abfallbehälter ordnungsgemäß geleert werden.

Auch wenn sich an den Abfuhrtagen nichts ändern wird, muss man doch damit rechnen, dass die neue Abfuhrfirma ihre Müll-Touren zeitlich anders plant als das bisher der Fall war. Heißt, dass man sich keinesfalls auf eine bestimmte Uhrzeit verlassen darf, zu der die Müllabfuhr kommt.

Die Müllwerker müssen im alltäglichen Betrieb immer in der Lage sein, flexibel zu planen. Eine Baustelle, ein Stau, Falschparker oder auch widrige Witterungsbedingungen können es jederzeit notwendig machen, die gewohnte Abfuhrtour kurzfristig umzustellen.

Nachleeren nicht möglich

Die Müllabfuhr hat einen engen Zeitplan, müssen im Landkreis Kitzingen doch regelmäßig rund 75 000 Abfallbehälter geleert werden. Daher ist es unmöglich, dass die Männer in Orange Tonnen, die nicht rechtzeitig zur Leerung bereitstanden, zu einem späteren Zeitpunkt nachleeren.

Dies ist überdies auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht machbar. Ein Müllfahrzeug kostet im Betrieb zwischen 100 und 130 Euro je Stunde. Bei einer jährlichen Abfallgebühr von rund 65 Euro in der günstigsten Kombination und dem hohen Arbeitspensum der Müllwerker, sollte es leicht nachvollziehbar sein, dass verspätet bereitgestellte Mülltonnen nicht nachgeleert werden können, so die Abfallspezialisten im Amt.

Dies gelte auch, wenn die Tonne nicht oder nicht vollständig geleert werden konnte, weil der Inhalt eingefroren oder verpresst war. Bei der Leerung wird die Tonne dreimal kräftig gerüttelt, damit auch alle Abfälle herausfallen. Doch das hilft bei eingefrorenen oder verpressten Abfällen nur wenig. Im Ergebnis ist die Tonne dann nicht ganz leer.

Von 6 bis 20 Uhr unterwegs

Beachten sollte man auch, dass die Müllabfuhr am Abfuhrtag zwischen 6 und 20 Uhr unterwegs sein kann. Später kann es leicht einmal werden, wenn beispielsweise ein Müllauto wegen eines Defekts kurzfristig ausfällt und die Tour mit einem Ersatzfahrzeug weitergeführt werden muss. Daher gilt: Mit Reklamationen sollte man immer bis zum nächsten Tag warten.

Übrigens: Die 6-Uhr-Regelung gilt auch für die Abholung der Gelben Säcke.

Weitere Infos

Weitere Infos: www.abfallwelt.de. Der neue Entsorger ist ab dem 1. Januar 2017 zu erreichen unter: Tel. (0 93 21) 26 29 048. E-Mail-Adresse: abfuhr-kt@knettenbrech-gurdulic.de.

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