BRÜNNAU

Tierisch gute Kirchweih: Mit Dinosaurier und Ochsen

Mehrere Jahre lang fehlte der Burschenschaft Brünnau die Zugkraft bei ihrem Kirchweihwagen – mit Max und Moritz war das Problem gelöst. Die beiden zweijährigen Ochsen transportierten die Burschen beim Umzug sicher durch den Ort.
Artikel drucken Artikel einbetten
Tierisch gut: Bei der Brünner Kerm war einiges los, sogar der „A-Klassen-Dino“ fuhr auf einem Motivwagen mit. Denn nach jahrzehntelanger Zugehörigkeit zur A-Klasse gelang in der vergangenen Saison der Aufstieg in die Kreisklasse. Foto: Foto: Gerhard Krämer

Mehrere Jahre lang fehlte der Burschenschaft Brünnau die Zugkraft bei ihrem Kirchweihwagen – mit Max und Moritz war das Problem gelöst. Die beiden zweijährigen Ochsen transportierten die Burschen beim Umzug sicher durch den Ort.

Nach kleinen Startschwierigkeiten, weil die Tragevorrichtung des großen Kirchweihkranzes nicht so wollte wie sie sollte, setzte sich der Kirchweihumzug mit gut gelaunten Teilnehmern im Marsch.

Den Umzug überragte ein Dinosaurier, der „A-Klassen-Dino“. Denn nach jahrzehntelanger Zugehörigkeit zur A-Klasse gelang in der vergangenen Saison der Aufstieg in die Kreisklasse (und am Kirchweihwochenende auch der erste Sieg in der neuen Klasse). Eine Fußgruppe präsentierte dazu stolz die Hinweisschilder zu den Orten, in die die Fußballmannschaft nun fahren darf.

Ein wahr gewordener Traum

Kirchweihprediger Matthias Reuther hatte diesen wahr gewordenen Traum natürlich auch in der Kirchweihpredigt verewigt. Die fand wegen der gesperrten Bundesstraße nicht wie sonst auf der Ortsdurchgangsstraße, sondern im Hof der Gastwirtschaft statt.

Kleine Missgeschicke sind natürlich auch im Zuge der Meisterschaft passiert, schließlich wurde ausgiebigst gefeiert. Da war von zu geringen Biervorräten die Rede, was beim Weißbier nicht allzu schlimm gewesen sein soll, weil da wohl sehr viele der entsprechenden Gläser zu Bruch gegangen sein sollen.

Aber auch die Meisterfahrt nach Prag hat laut Kirchweihpredigt viel Spaß im Hotel, in Bierlokalen und Diskotheken – besonders die Blutgrätsche eines Abwehrspielers auf der Tanzfläche – gebracht.

Wenn der Kochtopf nicht aufgeht

Der zweite Motivwagen beschäftigte sich mit einem Problem in der Küche. Bohnen und Bauch im Schnellkochtopf sind ein leckeres Gericht, doch nur, wenn der Topf dann auch wieder aufzubringen ist. Was bei der Brünner Familie nicht der Fall war und zur Flex gegriffen werden musste.

Der Umzug stoppte an verschiedenen Stellen des Dorfes immer wieder, schließlich gehört es zur Brünner Kerm, dass man zwischendurch bestimmte Personen hoch leben lässt und Kerwalieder singt, die ebenfalls das Ortsgeschehen zum Inhalt haben. Musikalisch begleitete die die Blaskapelle Rauhe Ebrach.

Viele Geschichten hat die Burschenschaft gesammelt, zum Beispiel über fehlende Schiedsrichterpfeifen, über falsche Ponys im Stall, ungesicherte Hänger, frisch gestrichene Bänke, teure Mieten für die Sporthalle oder über die Dorferneuerung.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.