WÄSSERNDORF

Theater in Wässerndorf: Manchmal hilft eine Rosskur

Wenn die Wässerndorfer Laienspielgruppe im Januar zwei Stücke aufführt, dann ist das eine besondere Aufführung: Seit nunmehr 40 Jahren gibt es Theateraufführungen im Ort.
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Lebendige Feuerwehrgeschichte
40 Jahre Laienspielgruppe: Schon bei den Proben für die beiden Stücke hatten die Wässerndorfer Schauspieler viel Spaß. Die erste Aufführung ist am 6. Januar. Foto: Foto: Gerhard Krämer

Wenn die Wässerndorfer Laienspielgruppe im Januar nächsten Jahres wieder zwei Stücke auf die Bühne im Alten Schulhaus bringt, dann ist das diesmal eine besondere Aufführung: Seit nunmehr 40 Jahren gibt es Theateraufführungen im Ort.

40 Jahre Laienspielgruppe – in dieser Zeit haben 69 Theaterspieler auf der Wässerndorfer Bühne agiert, genauer gesagt 36 Damen und 33 Männer, wie Franz Rützel recherchiert hat. Er führt heuer wieder beim Einakter Regie und ist seit Anfang an dabei, ebenso Willi Köhler und Franz Wanner, die die Gruppe seit 40 Jahren stützen.

Zu den Gründungsmitgliedern zählt auch Dieter Bohn, der die Regie beim diesjährigen Dreiakter führt, allerdings hatte Bohn von den 40 Jahren einige pausiert. Während die Gruppe zum zehnjährigen Bestehen den allerersten Einakter in Erstbesetzung aufgeführt hatte, geht bei den aktuellen Aufführungen alles seinen normalen Gang. Aufgeführt werden ein Drei- und ein Einakter, was sich nach den Worten von Franz Rützel bewährt hat.

Folgenschwere Zechtour

„Onkel Hubert wird's schon richten oder Alter schützt vor Torheit nicht“ heißt der Schwank in drei Akten. In der Bäckerei der Familie Dinkelkorn tobt der Bär: Onkel Hubert und sein Neffe Stefan verursachen nach durchzechter Nacht einen Unfall, wobei sie den Vorgarten von Else Wachtel, Onkel Huberts Sandkastenliebe, demolieren. Sie bleiben unerkannt.

Allerdings besitzt der Onkel keinen Führerschein und Wachtmeister Ede war bei der nächtlichen Zechtour dabei. Hinzu kommt, dass beim Bäckermeister eine Steuerprüfung ansteht. Als dann Geschäftsführerin Rosina Gierlundi, in deren Bar die Herren gezecht haben, und die Steuerprüferin Rosalie Gierschlund fast gleichzeitig auftauchen, ist das Chaos perfekt.

Mitwirkende im Dreiakter sind: Dieter Schultheiß (Bäckermeister Heinz Dinkelkorn), Barbara Bohn (Ehefrau Wilma Dinkelkorn), Frank Ungurean (Sohn Stefan), Willi Köhler (Onkel Hubert), Klaus Wanner (Wachtmeister Ede), Petra Rützel (Else Wachtel), Verena Jamm (Rosina Gierlundi), Theresa Rützel (Rosalie Gierschlund) und Anja Mark (Lehrling). Als Souffleuse fungiert Nicole Brand.

Beim lustigen Einakter „Die Pferdekur“ ist dies das einzige Hilfsmittel, was Hausherr Emil finden kann – bis er sich vor Bauchschmerzen krümmt. Tochter Gerdis neuer Freund ist Doktor. Sie hofft, dass er ihrem Vater helfen kann.

Eine Nachmittagsvorstellung

Mitwirkende sind: Wolfram Brand (Fuhrwerksbesitzer Emil Kulicke), Anna Ott (Ehefrau Luise Kulicke), Maria Rützel (Tochter Gerdi), Philipp Rützel (Tierarzt Dr. Kurt Löffler), Jochen Göring (Kutscher Anton) und Julia Rützel (Hausmädchen Trine). Souffleuse ist hier Monika Rützel.

Aufführungstermine in der ehemaligen Schule: Freitag, 6., und Samstag, 7. Januar 2017 jeweils um 20 Uhr, Sonntag, 8. Januar, um 14 Uhr, Freitag, 13., und Samstag, 14. Januar, jeweils um 20 Uhr.

Der Vorverkauf für die vier Abendvorstellungen beginnt ab Dienstag, 27. Dezember. Werktags gibt es dann Karten zwischen 18 und 20 Uhr bei der Familie Dieter Bohn, Tel. (0 93 32) 39 78 in der Dorfstraße 18.

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