Großlangheim

terroir f-Punkt: Toller Blick vom Großlangheimer Bocksbeutel

Der Aussichtspunkt am Großlangheimer Kiliansberg wurde als terroir f - Punkt ausgezeichnet. Nicht nur der Blick überzeugt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auf die Auszeichnung des Großlangheimer Bocksbeutels zum terroir f-Punkt stoßen an (von links): Doris Paul (stellvertretende Landrätin), Karl Höchner (Bürgermeister Großlangheim), Herbert Pfriem (Weinbauverein Großlangheim), Artur Steinmann (Präsident Fränkischer Weinbauverband), Dorothea Glaser (Vorsitzende Weinbauverein Großlangheim), Carolin Meyer (Fränkische Weinkönigin), Jochen Lange (Regierungsvizepräsident Unterfranken) und Hermann Kolesch (Präsident Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau). Foto: Andreas Ruhsert

In den Weinbergen Frankens gibt es nicht nur für Gäste viel zu entdecken. Mit dem Prädikat terroir f werden Besuchern und Einheimischen Orte mit besonderer Traumaussicht oder Geschichte empfohlen. 14 Traumaussichten mit Informationspunkten zu verschiedenen Themen in ganz Unterfranken tragen die renommierte Bezeichnung. Das französische "terroir" steht für den Boden oder die Weinlage, das "f" für Franken.

Der heilige Kilian soll hier gepredigt haben

Mit der Großlangheimer Aussichtsplattform in Form eines liegenden Bocksbeutels erhält ein Ort, der beides vereint, die Auszeichnung: Wer die Treppe auf den Aussichtspunkt emporsteigt, wird mit einem atemberaubenden Blick auf den Schwanberg und die Weinlagen des Kitzinger Lands belohnt. Der Sage nach soll einst der heilige Kilian auf der Erhebung gepredigt haben.

Schon bei der Errichtung der Hardhütte in den Weinbergen im Jahre 1997 dachten die Mitglieder des Weinbauvereins Großlangheim über einen Aussichtspunkt am Kiliansberg nach, erinnert sich Herbert Pfriem. Bei einem Glas Silvaner kamen den Mitgliedern verschiedenste Ideen über Form und Material, wie unter anderem eine steinerne Burg oder ein klassischer Turm. Mit dem halben Bocksbeutel, wie er heute über den Weinbergen thront, "ist es uns gelungen, aus vielen Ideen ein tolles Gesamtkunstwerk zu schaffen", sagte der Initiator des Projekts. Unzählige Arbeitsstunden wurden von den Mitgliedern des Weinbauvereins in Eigenleistung erbracht. Besonderer Dank gilt Ernst Kuhn, der sich bei den Maurerarbeiten engagierte. Im April 2017 wurde der Bocksbeutel feierlich eingeweiht. Auf der Plattform stehend entdeckt der der Besucher auch die zweite Hälfte des Bocksbeutels, die unterhalb als steinerne Sitzgruppe zur Rast einlädt. "Der Besuch des Aussichtspunkts ist für unsere Gäste ein Muss und wird bei Führungen durch das fränkische Weinland bereits rege angenommen", freut sich Großlangheims Bürgermeister Karl Höchner.

Ein einmaliger Punkt

Mit der liegenden Weinflasche bietet die Großlangheimer Aussichtsplattform ein "mutiges Motiv", so Hermann Kolesch. "Der  Bocksbeutel passt ideal in die Landschaft und trägt nun dazu bei, Großlangheim noch bekannter zu machen", sagte der Präsident der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau. Die meisten terroir f-Punkte entstanden aus besonderen Aussichten, die daraufhin ansprechend gestaltet wurden. Beim Großlangheimer Punkt konnte dank der Arbeit des Weinbauvereins direkt auf eine ideale Aussichtsplattform zurückgegriffen werden. "Uns war schnell klar, dass dieser einmalige Punkt dazugehören muss", erinnert sich Artur Steinmann an die Auswahl des Punkts.

Unterhalb der Plattform zeigt eine elektrische Informationsstele den Besuchern Wissenswertes über den Bocksbeutel als Symbol und Markenzeichen des Frankenweins. In einer Präsentation gibt die Säule Details zur Geschichte der besonderen Weinflasche preis und man erfährt, warum die weltweit bekannte Form ein neues Design erhalten hat. Weitere terroir f - Punkte im Landkreis Kitzingen befinden sich am oberhalb von Iphofen  , bei Markt Einersheim und unterhalb der Vogelsburg am Escherndorfer Lump. Im Nachbarlandkreis liegt ein Punkt am Handthaler Stollberg .

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.