KRAUTHEIM/VOLKACH

Tempo 30 greift auf Krautheims Holperpiste

Die Straße durch Krautheim ist eine Teststrecke für Stoßdämpfer. Deshalb sollte sie schon 2013 erneuert werden. Passiert ist – fast – nichts. Bis auf ein Tempolimit.
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Die Ortsdurchfahrt von Krautheim – Staatsstraße 2274 – ist seit Jahren marode, voller Schlaglöcher. Eine Sanierung ist seit langem geplant, aber noch nicht in Sicht. Foto: Archivfoto: Peter Pfannes

Die marode Staatsstraße in Krautheim bleibt vorerst ein Sammelsurium aus Schlaglöchern, Beulen und Rissen. Wann das Staatliche Bauamt Würzburg die Fahrbahn von Grund auf erneuert, sei auch bei einem Vorort-Termin vor wenigen Tagen nicht klar geworden, erklärte Bürgermeister Peter Kornell am Montagabend im Stadtrat. Immerhin: Das Tempo-30-Limit in der Ortsdurchfahrt greift.

Autofahrer zügeln Gasfuß

Den Beweis liefern die Zahlen von einer Messstelle am Ortseingang – von Frankenwinheim her. Zu Zeiten, als Tempo 50 innerorts noch erlaubt war, lagen gut 70 Prozent der Autofahrer – teilweise weit – über dem Limit. Das habe sich mit der Tempo-30-Regelung, die seit Anfang Dezember gilt, deutlich verbessert, sagte Bauamtschefin Ulla Gistel-Gareiß. Knapp 40 Prozent der Autofahrer zügeln laut der Messung ihren Gasfuß.

„Es ist gefühlt schon wesentlich besser“, bestätigt SPD-Fraktionschef Dieter Söllner. Der Stadtrat aus Krautheim führt das auch auf die zwei für Autofahrer plakativ aufgestellten Messstellen zurück – und auch ein wenig auf die schlechte Fahrbahn. Deren Löcher wolle die Straßenmeisterei des Staatlichen Bauamts im Frühjahr „zumachen“, so Söllners Information.

Ausbesserungen brachten wenig

Die angedachten Reparaturen waren bisher, aus Sicht der Krautheimer eher ein Fehlschlag. Kaum waren die Risse und Schlaglöcher dicht, rollten die Laster drüber und das Reparaturmaterial flog durch die Gegend. Was eine Reparatur ebenfalls wenig sinnvoll machen würde, sind Pläne der Stadt Volkach. Die will laut Kornell wenn möglich noch in diesem jahr die Kanäle in der Straße ausbessern, „Gas soll rein“ und zudem die Wasserleitung erneuert werden.

Und da die Straße deshalb aufgerissen wird, hofft die Stadt, dass sich das Staatliche Bauamt gleich anhängt und die Straße dann komplett saniert. Schließlich müssten die Arbeiten „unter Vollsperrung laufen“.

Sanierung hängt in der Luft

Allerdings gibt es bislang noch keine Zusage der Behörde. Kornell hofft, dass es Ende Januar eine klare Aussage aus Würzburg geben wird. Was den Krautheimern auch zu gönnen wäre. Die hatten nämlich schon eine Zusage, dass die Rumpelpiste 2013 saniert werden sollte. Und zuletzt, bei einer Verkehrsschau, hieß es: Baubeginn 2017. Ob das klappt, ist bisher offen.

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