Kitzingen

Tafel versorgt 1095 Menschen und setzt auf bewährte Führung

Vorsitzender Manfred Seigner freut sich darüber, im Landkreis so gut akzeptiert zu sein
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Ein eingespieltes Team lenkt weiterhin die Geschicke der Tafel (hinten von links: Klaus Ihrig, Arno Ewert, Helene Schamann, Jens Pauluhn, Carola Stetting, vorne Manfred Seigner und Aloisia Ihrig-Braune. Foto: Elli Stühler

„Tafeln sind Orte, an denen sich Generationen begegnen und Mitmenschlichkeit gelebt wird“, so begann der Vorsitzende der Kitzinger Tafel Manfred Seigner seinen Tätigkeitsbericht in der Mitgliederversammlung in den Räumen des Kitzinger Bauhofes.

„Unsere Kitzinger Tafel e. V. feierte im letzten Jahr das 15-jährige Bestehen, dafür gab es vom Verband eine Ehrenurkunde. Die Tafel steht auf soliden Füssen, denn sie wird der Geschäftswelt und den Sponsoren sehr gut vorgestellt und wir sind im Landkreis akzeptiert“, freute sich Seigner. Es gab Info-Stände und in der Kitzinger Innenstadt wurde ein Tag der Armut mit einer Suppenausgabe veranstaltet. Eine Infofahrt zur Pregnitzer Tafel war ein Erfolg. Auch die Teilnahme an Sitzungen im Senioren- und Behindertenrat der Stadt ist selbstverständlich. Ein gemütlicher Weihnachtskaffee rundete das Jahr 2018 zur Zufriedenheit aller ab.

Dank an Privatpersonen und Sponsoren

Manfred Seigner dankte dem evangelischen Dekanat für die Bereitstellung eines Büros im Paul-Eber-Haus, in dem Herbert Müller einmal in der Woche donnerstags von 13 bis 16 Uhr  (mueller-hk@t-online.de) seine verantwortungsvolle Logistikarbeit der Ausweisausgabe und Verlängerung der Bedürftigen für die Tafel ausüben kann. Seigners Dank galt auch den vielen privaten Personen und Sponsoren für ihre Spenden, welche dringend für Fahrzeuge, Sprit usw. benötigt werden.

Obwohl das Vermögen der Tafel nach dem Garage- und Lagerausbau im Keller des Bauhofes um 12 000 Euro geschrumpft ist, sei der Verein finanziell noch gut ausgestattet, so der Steuerberater Wilhelm Bühler in seinem Kassenbericht.

850 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Die Tafel zählt 184 Mitglieder, 45 Personen davon sind in dreiwöchigem Rhythmus mal mehr, mal weniger an den zwei stattfindenden Ausgabeterminen pro Woche beschäftigt. Im vergangenen Jahr waren an 105 Ausgabetagen 850 Stunden geleistet worden, berichtete Manfred Seigner. „Diese ehrenamtlich erbrachte Zeit jedes Einzelnen verdient größten Respekt und großen Dank für seine Kraft und Kreativität, die benötigt wird für die Arbeit am bedürftigen Kunden. Sie dient dazu, den Aufbau am Leben zu erhalten und weiter zu betreiben“.

Der aktuelle Stand der Kitzinger Tafel im Januar 2019 betrug 1095 Personen, davon 662 Erwachsene und 433 Kinder  in 378 Familien, davon 265 ausländische Familien (70 Prozent) und deutsche Familien 113 (30 Prozent).

Bei den anschließenden Wahlen wurde die bewährte Führungsmannschaft in ihren Ämtern bestätigt: Vorsitzender Manfred Seigner, zweite Vorsitzende Aloisia Ihrig-Braune, Schriftführer Arno Ewert und Kassier Klaus Ihrig. Kassenprüfer sind Herbert Müller und Ruth Hess, als Beisitzer wurden Helene Schamann, Carola Stetting, Horst Zimmermann und Jens Pauluhn gewählt.

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