HELLMITZHEIM

Susi war der Star bei der Fledermausnacht

Am Flatterhaus und am Dorfweiher in Hellmitzheim gingen Fledemäuse auf Jagd. Beobachtet von Besuchern der „Fledermausnacht“. Ein kleiner Jäger war besonders eifrig.
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Rund 80 Gäste fanden den Weg zur Internationalen Fledermausnacht am Flatterhaus Hellmitzheim. Foto: Foto: HARALD HEINRITZ

Zum vierten Mal lud der Landesbund für Vogelschutz Unterfranken zur Internationalen Fledermausnacht nach Hellmitzheim ein.

Ob aus Gelchsheim bei Schweinfurt, Urspringen im Landkreis Main-Spessart oder Schlüsselfeld im Landkreis Bamberg: Die rund 80 Gäste fanden den Weg zum Flatterhaus, teilt der Bürgerhausverein Hellmitzheim mit.

Aufspürgerät als Hilfe

Christan Söder, Fledermausexperte im Kreis Kitzingen, führte die Besucher durch das Flatterhaus. Neben der Ausstellung zu den Fledermäusen zwischen Main und Steigerwald konnte man sich in einer Bilderschau über Projekte zum Fledermausschutz informieren. Darüber hinaus bastelten sich die jüngeren Teilnehmer Fledermausmasken und weitere Gruppen besichtigten den Turm der Hellmitzheimer Kirche. Denn auch dort fliegen die geheimnisvollen Jäger der Nacht gern umher.

Als die Sonne langsam am Horizont verschwand, war es dann soweit. Die Besucher spazierten zum Dorfweiher. Dort wollten sie mit Hilfe eines Fledermaus-Aufspürgeräts die flinken Tiere beim Jagen beobachten, so die Mitteilung weiter. Christian Söder musste manche Minute mit Anekdoten aus seiner Arbeit überbrücken, bis sich dann tatsächlich die ersten Fledermäuse einfanden.

Runden drehen für das Abendessen

Erst hörbar über das elektronische Gerät und nach ein paar Sekunden auch sichtbar: Über den kleinen Weiher der Familie Brehm drehte eine Wasserfledermaus Runde um Runde und ließ sich auch durch die vielen Besucher und dem Licht aus einigen Taschenlampen nicht beirren. Auch nach einer halben Stunde, als die ersten Gäste sich auf den Nachhausweg machten, jagte die kleine Fledermaus unermüdlich über dem Weiher nach Insekten.

Kurzerhand taufte Christian Söder das eifrige Tierchen auf den Namen „Susi“. Woher er allerdings wusste, dass es sich bei dieser Fledermaus um ein Weibchen handelt: Das bleibt sein Geheimnis, wie in der Mitteilung außerdem geschildert wird.

Schnackenjagd am Schwanberg

Darüber hinaus hatte der Landschaftspflegeverband Kitzingen zur Fledermausnacht auf den Schwanberg eingeladen. Dort haben rund 90 Besucher gemeinsam mit Christian Söder die kleinen Jäger der Nacht beobachtet. Offensichtlich gab es an diesem Abend eine Menge Schnaken, so dass die „Schwanberger Zwergfledermäuse“ eifrig über den Schlosspark flogen, wie weiterhin gemeldet wird. Mit Schmetterlingsexperte Ralf Bolz konnten im Anschluss daran Nachtfalter beobachtet werden, jedenfalls bis das heftige Gewitter zum frühzeitigen Abbruch zwang. Die Verantwortlichen wollen das Angebot rund um die kleinen Vampire im kommenden Jahr wiederholen.

Die Ausstellung im Flatterhaus ist von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr noch bis Ende Oktober geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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