HÜTTENHEIM

Sturm führt durch Hüttenheim

Die Gemeinde Hüttenheim am Fuß des Steigerwaldes hatte sich die Senioren Union Kitzingen zur Besichtigung ausgesucht.
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Sein Hüttenheim stellte Altbürgermeister Wilhelm Sturm den Mitgliedern der Senioren Union Kitzingen vor. Foto: Foto: Gerhard Fehlbaum

Die Gemeinde Hüttenheim am Fuß des Steigerwaldes hatte sich die Senioren Union Kitzingen zur Besichtigung ausgesucht und um wegen gestiegener Mitgliederzahlen Delegierte für die Bezirksversammlung zu wählen, teilt Vorsitzende Ruth Bauer mit. Unter der Leitung von Altbürgermeister Wilhelm Sturm wurden gewählt: Gerhard Fehlbaum, Ursula Reiche, Otto Spangler, Heinz Herrenschmidt und Inge Kranl. Ersatzdelegierte sind: Eugen Gerhard, Maria Ganzinger, Christa Schneider, Elfriede Dill und Oskar Stapf. In der Versammlung gedachten die Mitglieder noch des verstorbenen Mitglieds Anni Plackner-Jandl.

Sturm gab auch einen Einblick in die Geschichte der Gemeinde, die 918 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der Deutsche Orden und auch das Kloster Ebrach übte Einfluss aus, ab 1680 übernahmen die Fürsten Schwarzenberg den Ort. Das Amtshaus des Ebracher Schultheißen und das Amtshaus der Fürsten Schwarzenberg prägen heute noch das Ortsbild. Bereits sehr früh entstand eine jüdische Gemeinde. Im 19. Jahrhundert siedelten sich verstärkt Katholiken in Hüttenheim an. So kam es, dass Hüttenheim im Laufe der Zeit eine Synagoge, eine evangelische und eine katholische Kirche bekam. Durch die Dorferneuerung sei es gelungen, das Leben am Land attraktiv zu halten, sagte Sturm und verwies auf einige gelungene Projekte, darunter die Renovierung der Kirchenburg, wie die Gäste bei einem Rundgang selbst feststellten. Kirchenpfleger Karl Ruß stellte die katholische Kirche St. Johannes vor, die als die stilreinste neugotische Kirche in Bayern gilt. Neben dem Anhydritabbau, Gartenbau und Gastronomie prägt heute der Weinbau das Leben der Gemeinde. So freuten sich die Senioren, dass Weinprinzessin Magdalena I. ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Hüttenheim wünschte. Zu Ende ging der Ausflug in der Weinparadiesscheune, wo Seinsheims Bürgermeister Heinz Dorsch das vor 16 Jahren von fünf Gemeinden gegründete Weinparadies vorstellte. Das Weinparadies ist heute eine starke Marke, von der alle angeschlossenen Gemeinden profitieren. Auch der südliche Bereich des Steigerwaldes habe eine starke Aufwertung erfahren, sagte Dorsch.

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