KITZINGEN

Steile Zufahrt zu umstrittenem Baugebiet

Gut 150 Anlieger protestierten im Vorjahr gegen das private Baugebiet am Kitzinger Wilhelmsbühl. Dessen Haupknackpunkt, die steile Zufahrt, ist jetzt im Gespräch.
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Steile Zufahrt zu umstrittenem Baugebiet
Das umstrittene private Baugebiet am Wilhelmsbühl ist der vermutlich schwierigste Punkte in der Tagesordnung des Kitzinger Verwaltungs- und Bauausschusses, der am Donnerstagabend (21. September, 18.15 Uhr) öffentlich tagt. Daneben debattiert das Gremium eine Reihe von Bebauungsplänen. Die 1,4 Hektar im Hang am Wilhelmsbühl sind seit dem Frühjahr 2014 ein heiß diskutiertes Thema. Viele Anlieger im darunter liegenden Wohngebiet stemmen sich gegen die Ausweisung von 18 Bauplätzen oberhalb ihrer Grundstücke. Im Stadtrat gab es zwei Mal kein Durchkommen für die Pläne. Erst im Oktober 2016 fand sich eine Mehrheit mit 17 gegen zehn Stimmen. CSU, UsW, FW-FBW und Pro-KT stimmten dafür, SPD, KIK und Ödp dagegen. Gegner des Vorhaben sind gut 150 Anlieger, die auf einer Unterschriftenliste ihren Widerstand dokumentierten. Aktuell wird im Ausschuss ein Knackpunkt der Pläne behandelt – die schwierige Straßenerschließung. Die sieht zwar laut Vorlage auf 25 Metern ein Steilstück mit 16 Prozent Gefälle vor, könne aber toleriert werden, „da es sich hier nicht um einen stark befahrenen Abschnitt handelt.“ Die Vorplanung wird dem Ausschuss zur Kenntnis gegeben. Das Bauamt, das keinen Anlaß für Einwände sieht, betont aber, dass das positive Fazit „keine Vorabentscheidung für das Bauleitverfahren sowie einen notwendigen städtebaulichen Vertrag“ sei. Weil die Klinik Kitzinger Land im Rahmen der laufenden Generalsanierung ein weiteres Klinikgebäude bauen will, muss der Bebauungsplan Wilhelmsberg ein Stück weit geändert werden. Geplant ist ein Linksherzkatheder-Messplatz (Untersuchung von krankhaften Veränderungen am Herzen). Die Erweiterung würde auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern direkt an der Ostseite des Bettenhauses errichtet. Um eine Nachverdichtung zu ermöglichen wird in einem etwa 1,5 Hektar großen Bereich des Eselsbergs der Bebauungsplan geändert. Ziel sei es, Bauland „effizient zu nutzen“, beispielsweise auch Bauen in zweiter Reihe – als Möglichkeit zum Mehrgenerationenwohnen – zuzulassen. Das Einzelhandelskonzept der Stadt ist wohl der hauptsächliche Anlass für eine Änderung des Bebauungsplans „Schwarzacher Straße Ost“. Ziel sei es, innerhalb des dortigen Mischgebiets und einem Teil des angrenzenden Gewerbegebiets „künftig Einzelhandel generell auszuschließen“, so die Beschlussvorlage. Zu dem Bereich gibt es seit März 2015 eine Bauvoranfrage für den Discounter Norma. Der Markt stieß mehrfach auf Widerspruch und war zuletzt im Dezember 2016 im Bauausschuss abgelehnt worden. Auf der Zielgeraden ist auch der Bebauungsplan Armin-Knab-Straße. Das Ziel der Änderungen: Nach dem Rückzug der BayWa soll auf dem Gelände an der Armin-Knab-Straße in der Kitzinger Siedlung künftig Wohnen die Hauptrolle spielen. Gleichzeitig sollen die bestehenden Gewerbebetriebe gesichert werden. Die Änderung des aus dem Jahr 1968 stammenden Plans läuft seit Juli 2015 und ist jetzt in der Endphase. Unter den weiteren Tagesordnungspunkten ist per Bauantrag noch eine kleine Erweiterung des Hauses der Schützengilde Hohenfeld und ein Antrag, an der Engstelle der Mainbernheimer Straße auf Höhe des „Cafe Calimera“ (ehemals Meyer's Kneipe) Pfosten zum Schutz der Fußgänger aufzustellen.

Das umstrittene private Baugebiet am Wilhelmsbühl ist der vermutlich schwierigste Punkte in der Tagesordnung des Kitzinger Verwaltungs- und Bauausschusses, der am Donnerstagabend (21. September, 18.15 Uhr) öffentlich tagt. Daneben debattiert das Gremium eine Reihe von Bebauungsplänen.

1,4 Hektar im Hang

Die 1,4 Hektar im Hang am Wilhelmsbühl sind seit dem Frühjahr 2014 ein heiß diskutiertes Thema. Viele Anlieger im darunter liegenden Wohngebiet stemmen sich gegen die Ausweisung von 18 Bauplätzen oberhalb ihrer Grundstücke. Im Stadtrat gab es zwei Mal kein Durchkommen für die Pläne. Erst im Oktober 2016 fand sich eine Mehrheit mit 17 gegen zehn Stimmen. CSU, UsW, FW-FBW und Pro-KT stimmten dafür, SPD, KIK und Ödp dagegen. Gegner des Vorhaben sind gut 150 Anlieger, die auf einer Unterschriftenliste ihren Widerstand dokumentierten.

Aktuell wird im Ausschuss ein Knackpunkt der Pläne behandelt – die schwierige Straßenerschließung. Die sieht zwar laut Vorlage auf 25 Metern ein Steilstück mit 16 Prozent Gefälle vor, könne aber toleriert werden, „da es sich hier nicht um einen stark befahrenen Abschnitt handelt.“ Die Vorplanung wird dem Ausschuss zur Kenntnis gegeben. Das Bauamt, das keinen Anlaß für Einwände sieht, betont aber, dass das positive Fazit „keine Vorabentscheidung für das Bauleitverfahren sowie einen notwendigen städtebaulichen Vertrag“ sei.

Neuer Klinik-Anbau

Weil die Klinik Kitzinger Land im Rahmen der laufenden Generalsanierung ein weiteres Klinikgebäude bauen will, muss der Bebauungsplan Wilhelmsberg ein Stück weit geändert werden. Geplant ist ein Linksherzkatheder-Messplatz (Untersuchung von krankhaften Veränderungen am Herzen). Die Erweiterung würde auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern direkt an der Ostseite des Bettenhauses errichtet.

Bauliche Verdichtung

Um eine Nachverdichtung zu ermöglichen wird in einem etwa 1,5 Hektar großen Bereich des Eselsbergs der Bebauungsplan geändert. Ziel sei es, Bauland „effizient zu nutzen“, beispielsweise auch Bauen in zweiter Reihe – als Möglichkeit zum Mehrgenerationenwohnen – zuzulassen.

Ausschluss für Einzelhandel

Das Einzelhandelskonzept der Stadt ist wohl der hauptsächliche Anlass für eine Änderung des Bebauungsplans „Schwarzacher Straße Ost“. Ziel sei es, innerhalb des dortigen Mischgebiets und einem Teil des angrenzenden Gewerbegebiets „künftig Einzelhandel generell auszuschließen“, so die Beschlussvorlage. Zu dem Bereich gibt es seit März 2015 eine Bauvoranfrage für den Discounter Norma. Der Markt stieß mehrfach auf Widerspruch und war zuletzt im Dezember 2016 im Bauausschuss abgelehnt worden.

Wohnen neben Gewerbe

Auf der Zielgeraden ist auch der Bebauungsplan Armin-Knab-Straße. Das Ziel der Änderungen: Nach dem Rückzug der BayWa soll auf dem Gelände an der Armin-Knab-Straße in der Kitzinger Siedlung künftig Wohnen die Hauptrolle spielen. Gleichzeitig sollen die bestehenden Gewerbebetriebe gesichert werden. Die Änderung des aus dem Jahr 1968 stammenden Plans läuft seit Juli 2015 und ist jetzt in der Endphase.

Unter den weiteren Tagesordnungspunkten ist per Bauantrag noch eine kleine Erweiterung des Hauses der Schützengilde Hohenfeld und ein Antrag, an der Engstelle der Mainbernheimer Straße auf Höhe des „Cafe Calimera“ (ehemals Meyer's Kneipe) Pfosten zum Schutz der Fußgänger aufzustellen.

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