Marktbreit

Standpunkt: Ungeschicktes Vorgehen

Der erste Kratzer am neuen Schulnamen ist bereits da, was man sich am Marktbreiter Gymnasium ein Stück weit selber zuzuschreiben hat - meint unser Kommentator.
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Einer Schule einen Namen zu geben – das scheint heutzutage kein leichtes Unterfangen zu sein. In Marktbreit fand ein zweijähriger – interner – Namensgebungsprozess statt. An der Schnittstelle intern/öffentlich rumpelte es dann. Als der neue Name im Schulausschuss des Kreises von Schulleiter Friedhelm Klöhr der Öffentlichkeit präsentiert wurde, geschah dies reichlich ungeschickt. Ausgerechnet Marktbreits Bürgermeister und Kreisrat Erich Hegwein wusste von nichts und war reichlich angefressen. Es kam zum Eklat – schon hatte der neue Name die ersten Kratzer.

Irritationen

Die Irritationen gingen noch weiter: Warum muss für eine Schule, die seit 1964 einfach aber wirkungsvoll „Gymnasium Marktbreit“ heißt, plötzlich ein Name her? Dass diese Frage nicht beantwortet wurde, scheint ein Teil des Problems.

Ebenfalls problematisch: Wenn schon ein neuer Name, dann muss der sitzen. Tut er in diesem Fall nicht. Bert Hölldobler hat zwar in Marktbreit Abitur gemacht – das war's dann aber schon. Ein Kind der Stadt, das nur Insider kennen – da sind Diskussionen vorprogrammiert.

Was ist mit Alzheimer?

Zumal der bekannteste Marktbreiter nachweislich ein ganz anderer ist: Alois Alzheimer. Sich für den Namen zu entscheiden, hätte womöglich etwas Mut erfordert. Vielleicht hätte es in der Anfangszeit ein paar komische Bemerkungen gegeben – was aber allemal besser gewesen wäre als das, was jetzt passiert ist.

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