Schweinfurt

Standpunkt: Größenordnung überdenken

Die Not, Winterquartiere für Flüchtlinge anbieten zu müssen, verschärft die Gangart der Regierung von Unterfranken: War es vor einigen Wochen noch möglich, mit Blick auf die massiven Bedenken der Bürger in Schweinfurt eine Lösung zu finden, dass dort statt der vorgesehenen 5000 Flüchtlinge etwa die Hälfte unterkommt, könnte es das kleine Nordheim voll treffen.
Artikel drucken Artikel einbetten

Die Not, Winterquartiere für Flüchtlinge anbieten zu müssen, verschärft die Gangart der Regierung von Unterfranken: War es vor einigen Wochen noch möglich, mit Blick auf die massiven Bedenken der Bürger in Schweinfurt eine Lösung zu finden, dass dort statt der vorgesehenen 5000 Flüchtlinge etwa die Hälfte unterkommt, könnte es das kleine Nordheim voll treffen.

Bis Jahresende 150, im Frühjahr weitere 250 Flüchtlinge sollen in den Ort mit 1000 Einwohnern. Nicht umsonst firmiert die Region am Altmain mit „Maininsel“: Dort ist es idyllisch, aber nach Volkach oder Kitzingen braucht es Auto oder Bus. Sprich: Asylsuchende würden dort weitgehend feststecken.

Dass sich da Einwohner überfordert fühlen, ist ernst zu nehmen und hat mit Blockadehaltung oder gar rechter Gesinnung überhaupt nichts zu tun. Vom Verhältnis her wären das über 40 000 Flüchtlinge für Würzburg. Das würde niemand ernsthaft erwägen, sich die Regierung niemals trauen – siehe auch das Beispiel Schweinfurt.

Zu glauben, Nordheim ist weit weg, das wird schon irgendwie gehen, wäre fahrlässig. Nicht alles, was auf Kasernengeländen machbar ist, ist auch sinnvoll. Also bitte noch einmal gründlich nachdenken!

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.