VOLKACH

Standpunkt: Die Menschen bleiben auf der Strecke

Ohne Sonderbaulast (mit der Stadt als Mitfinanzierer) gibt's keine Umgehung. Das durften sich lange alle die anhören, die an dem Modell für die Umgehung Volkach-Gaibach zweifelten.
Artikel drucken Artikel einbetten

Ohne Sonderbaulast (mit der Stadt als Mitfinanzierer) gibt's keine Umgehung. Das durften sich lange alle die anhören, die an dem Modell für die Umgehung Volkach-Gaibach zweifelten. Der Satz ist nun Schnee von gestern. Das gilt auch für die Einschätzung, das Projekt werde beim Freistaat ewig auf Priorität 2 bleiben – eine Finanzierung nur aus Landesmitteln wäre dann allenfalls nach 2025 möglich.

Warum jetzt plötzlich die Hoffnung im Stadtrat wächst, dass die Entlastungsstraße in der Prioritäten-Hitliste für Staatsstraßen nach vorne rutscht und Volkach nicht mehr Bauherr – mit Millionen Euro Kosten – wäre, ist unklar. Sicher ist nur, dass die Umgehung weiter verschoben wird. Und das, obwohl der Verkehr auf der Staatsstraße 2271 ständig steigt – und mit der Blechlawine die Belastungen der Menschen, die an der Straße wohnen.

Die Ratssitzung ist für sie frustrierend. Das Warten geht weiter. Mit ungewissem Ausgang. Was ist, wenn der Freistaat in vier Jahren die Entlastung nicht baut? Plan B gibt's nicht. Auch keine aktuellen Zahlen zu Kosten, die Zuschussfrage ist unbeantwortet. München hält sich raus, setzt wie bisher auf das Kosten-Nutzen-Prinzip. Und die Menschen? Sie leiden an der Strecke.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.