VOLKACH

Standpunkt: Das Freibad darf nicht baden gehen

Egal wie viel eine Freibadsanierung laut Studie kosten würde. Die Stadt müsste tief in die Taschen greifen. Doch verschwindet das Bad, büßt Volkach an Attraktivität ein.
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Ausnahmsweise ohne Badegäste: Ein Blick ins Volkacher Freibad, dessen Existenz der Förderverein Volkacher Bäder mit ehrenamtlichem Einsatz sichern will. Foto: Foto: Barbara Schmitt

Das Volkacher Freibad ist ein Sorgenkind. Egal, ob zwei, drei oder vier Millionen Euro für eine Sanierung gebraucht werden – die ohnehin klamme Stadt müsste nach der teuren Generalsanierung des Hallenbads ganz tief ins Eingemachte greifen – und könnte an ihre Grenzen kommen.

Die Alternative ist ebenfalls nicht berauschend: Ein Abriss des Freibads und die Umgestaltung des Geländes als begrüntes Naherholungseck würde ebenfalls viel Geld kosten. Dazu würde die Stadt ein touristisches Angebot verlieren und ein Alleinstellungsmerkmal, das viele Menschen auch aus der weiteren Region anzieht.

Und nicht zuletzt geht's auch um die Volkacher: Wer ihnen – und vor allem auch ihren Kindern – ein Freizeit-Extra entzieht, nimmt der Stadt ein Stück Lebensqualität und einen weichen Standortfaktor. Was optimistisch stimmt: Eine Mehrheit im Stadtrat scheint den Erhalt des Freibads zu wollen, der Förderverein sorgt für viel ehrenamtlichen Rückhalt. Beides sollte auch dann das Bad tragen, wenn die Zahlen in der angekündigten Studie eine Rundum-Sanierung erst mal ausschließen.

Die muss ja auch nicht sein. Ein ordentlich in Schuss gehaltenes Bad tut's für ein paar Jahre auch. Allerdings: Um mittelfristig wieder ein Topbad und das Geld dafür zu kriegen, braucht Volkach mehr Ideen als Lippenbekenntnisse. Und vielleicht hilft dabei – noch einmal – ein Blick nach Abtswind, wo die Bürger ihr Bad gerettet haben.

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