Sulzfeld

Staib bringt Schwung in die Schulerweiterungs-Frage

Der Sulzfelder Gemeinderat kam bei der Frage der Einrichtung einer offenen Ganztagsschule einen wichtigen Schritt weiter.
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Die Zeit drängt bei der räumlichen Erweiterung der Sulzfelder Grundschule (links das Hauptgebäude). Friedrich Staib präsentierte jetzt seine Vorstellungen, wie ein Bestandscontainer (rechts) mit weiteren Containern so ausgebaut werden kann, dass ausreichend Platz für die offene Ganztagsschule vorhanden sein wird. Foto: Hartmut Hess

Der Sulzfelder Gemeinderat kam bei der Frage der Einrichtung einer offenen Ganztagsschule in seiner Sitzung am Dienstag dank des persönlichen Engagements des Ratsmitglieds und Architekten Friedrich Staib einen wichtigen Schritt weiter. Staib war den Bitten der Ratsrunde nachgekommen, seine Möglichkeiten in die Waagschale zu werfen, um schnell eine Lösung zu finden, da die Zeit enorm drängt, um die Erweiterung des Schulgebäudes mittels Containerlösung zu Beginn des kommenden Schuljahres im September zu realisieren.

"Ich war anfangs von der weiteren Nutzung des Bestandscontainers nicht begeistert", bekannte der Architekt. Doch biete der Bestandscontainer mehr als es von außen erscheine. Deswegen schlug er vor, den Bestandscontainer ein Stück zu versetzen und mit weiteren Gebraucht-Containern umzubauen. "Diese Planung sieht vielversprechend aus", meinte eine Dame der Mittagsbetreuung.  "Das ist die beste Kompromisslösung und berücksichtigt auch unsere Finanzlage", erklärte Staib.

Er präsentierte ein Angebot von gut gebrauchten Containern, das auf rund 200 000 Euro kommt. Die Kostenschätzung des Architekten inklusive aller notwendigen Bau- und Installationsarbeiten beläuft sich auf die Gesamtsumme von 347 000 Euro. "Das ist die allergünstigste Lösung", betonte der Sulzfelder, der ein Architekturbüro in Sommerhausen hat. Er schlug wegen der zeitlichen Brisanz vor, die Pfingstferien zu nutzen, um den Bestandscontainer an seinen künftigen Standort zu versetzen.

Staib fand, dass der Zeitplan zwar "sehr sportlich", aber aus einer Sicht aber möglich sei. Mehr Sorgen als die Bauarbeiten machte ihm die Genehmigung seitens der Regierung von Unterfranken, bei der Bürgermeister Gerhard Schenkel nicht vor dem 3. Mai einen Termin bekam. Denn ohne die Zustimmung der Regierung sei die Fertigstellung bis zum September nicht möglich. Die Ratsrunde ermächtigte den Bürgermeister, den Bauantrag auf den Weg zu bringen, der Gemeinderat nahm die Betriebskosten zur Kenntnis.  

Weitere Themen im Rat waren:  

Ein Grundstück in der Hohe-Turm-Straße 1 ist ein einziger weißer Fleck im Geltungsbereich für die Gestaltungssatzung im Altort. Um Vorgaben machen zu können, beschloss der Gemeinderat jetzt, das Grundstück bei der nächsten Änderung der Gestaltungssatzung in diese aufzunehmen, um steuern zu können, wenn der Grundstückseigentümer eine Einfriedung errichten will. Bis zur nächsten Sitzung soll die Verwaltung den Erlass einer Veränderungssperre auf den Weg gebracht haben.

Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag des Kulturausschusses, für die Neugestaltung der Gemeinde-Homepage und anderer Vorhaben 5000 Euro bereitzustellen. Einen entsprechenden Auftrag hat der Gemeinderat vergeben. Im Mitteilungsblatt der Gemeinde wird darauf aufmerksam gemacht, dass jede Woche ein mobiler Obstverkauf und ein mobiler Fischverkauf vor Ort sind.

Nachdem eine Bürgerin den teilweise maroden Zustand des Gehwegs in der Ecke Schulstraße/Sparkassenstraße moniert hatte, war der Bauhof beauftragt worden, den sanierungsbedürftigen Abschnitt zu reparieren. Die Gemeinde hat vor, alle Gehwege im Baugebiet Süd-West zu erneuern. Doch will die Gemeinde die Verlegung von Glasfaserkabeln für den Breitbandausbau abwarten, um nicht schon nach relativ kurzer Zeit die erneuerten Gehwege wieder aufreißen zu müssen.

Der Gemeinderat kam dem Antrag der Betreiberin des Imbisswagens an der Mainlände Ingrid Henning-Luckert nach und wird sich mit dem Bauhofpersonal am Setzen einer Bodenhülse für einen größeren Sonnenschirm beteiligen. Zudem übernimmt die Gemeinde, der der Imbisswagen gehört, auch Reparaturen an der Küchenarbeitsfläche, des Kühlschranks und der Dunstabzugshaube, sowie von Tischen und Bänken.

Nachdem die Gemeinde erst vor sieben Jahren sehr erfolgreich am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden", beschloss die Ratsrunde, im Zeitraum 2019 bis 2022 nicht erneut teilzunehmen.

Per Beschluss hob der Gemeinderat die Straßenausbaubeitragssatzung auf weil der Freistaat die Straßenausbaubeiträge abgeschafft und das Kommunalabgabengesetz geändert hat.

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