KITZINGEN

Stadtrat: Vom Bahnhof bis zum Mond-Festival

Eine extrem zähe Entwicklung haben die Pläne für die Umgestaltung des Kitzinger Bahnhofsumfelds. Jetzt könnte mit dem Pendlerparkplatz ein Teil verwirklicht werden.
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Was wird aus dem Kitzinger Bahnhof? Die Hängepartie um einen möglichen Verkauf dauert an. Foto: Foto: Frank Weichhan

Die Konsequenzen des Fraktionswechsels von Jutta Wallrapp – von der FW-FBW zur KIK – dürften zwar am publikumswirksamsten sein, aber die Sitzung des Kitzinger Stadtrats am Donnerstagabend (29. Juni, 19 Uhr) enthält noch weitere Themen von Interesse: So geht es unter anderem um den geplanten Pendlerparkplatz am Bahnhof, um das Notwohngebiet, die Verbesserungen in der Innenstadt und ein „Mond-Festival“.

121 Stellplätze im Süden

Ein bislang – auch wegen der inzwischen abgehakten Parkhausdiskussion – zähes Thema ist der seit vielen Jahren angestrebte P+R-Parkplatz am Bahnhof. 121 Stellplätze sollen im Süden (neben den Kleingärten) entstehen, heißt es in der Beschlussvorlage. Der Bau soll im März 2018 beginnen und im Oktober abgeschlossen sein. Geschätzte Kosten: 1,3 Millionen Euro.

Der Antrag der KIK, sich intensiver als bisher mit der Obdachlosenarbeit und einer „menschenwürdigen Unterbringung von Wohnungs- und Obdachlosen“ zu beschäftigen, wird von der Verwaltung prinzipiell begrüßt. Konkrete Schritte, wie die Räumung des Notwohngebiets innerhalb von drei Jahren und die zeitgleiche Bereitstellung von Wohnraum für Wohnungslose, sollen mit der Arbeitsgruppe Soziale Stadt erarbeitet werden, so die Verwaltung.

Innenstadt: Verbesserungen im Blick

Die kritischen Anmerkungen der CSU zu einer aus Sicht der Fraktion eher mühsam verlaufenden Verbesserung vieler Innenstadtbereiche stoßen im Bauamt auf ein konstruktives Echo. Eine Konsequenz ist laut Vorlage eine Sondersitzung im vierten Quartal, bei der die externen Planer mit Verwaltung und Stadtrat ins Gespräch kommen sollen.

Im übrigen verweist das Bauamt darauf, dass vorbereitende Untersuchungen zu den angestrebten Verbesserungen am Königsplatz, in der Kaiserstraße, am Markt oder in der Luitpoldstraße bereits im Laufen sind. Um größere Veränderungen in der Kaiserstraße, in der Luitpoldstraße und am Königsplatz zu verwirklichen, müsse die Übergabe der Straßen vom Freistaat abgewartet werden. Geplant ist der Wechsel Ende 2017 oder Anfang 2018.

Schutz wertvoller Bäume

Die Einsetzung einer Baumschutzkommission hat Uwe Hartmann (Bayernpartei) beantragt. Dabei würde es vor allem um alte und wertvolle Bäume gehen – die Stadt geht hier von 75 dieser Stämme aus. Die Kommission aus Umweltreferent, einem Mitarbeiter des Bauamts, einem Stadtgärtner und einem Vertreter des Bund Naturschutz soll danach Empfehlungen aussprechen. Zudem hält Hartmann eine kostenintensive Einschaltung externer Baumkontrolleure für entbehrlich, da die Stadtgärtnerei drei Spezialisten in ihren Reihen habe.

Ein sogenanntes „magisches Kitzinger Mondfestival“ – auf der Mondseeinsel – könnte der Marke Kitzingen einen weiteren Schub geben. Wie das aussehen soll, will Ideengeber Joachim Kramer im Stadtrat vorstellen.

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