SULZFELD

St. Sebastian in neuem Glanz

Die Sulzfelder Kirche St. Sebastian erstrahlt in neuem Glanz. Mehrere Monate dauerte die Sanierung, die eine Menge Geld verschlang.
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Frisch saniert: In neuem Glanz erstrahlt jetzt die Sulzfelder St. Sebastian-Kirche, nachdem die Fassade saniert wurde. Foto: Foto: Hartmut Hess
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Die Sulzfelder Kirche St. Sebastian erstrahlt in neuem Glanz. Nach mehreren Monaten Bauzeit sind die Arbeiten der Außenrenovierung abgeschlossen: „Wir sind froh, dass alles prima geklappt hat“, sagt Kirchenpfleger Heribert Hörlin und ist angetan vom fertigen Werk.

Das historische Rathaus und die Kirche sind monumentale Bauwerke Sulzfelds. Das ist in der geografischen Lage begründet, trennte doch einst der Main das katholische Reich der Würzburger Fürstbischöfe und der protestantischen Markgrafen von Ansbach. Deswegen spielten die Komponenten Prunk und Größe mit, als diese beiden Gebäude, die das Ortsbild prägen, vor Jahrhunderten errichtet wurden und seitdem jedem ins Auge stechen, der von der anderen Mainseite auf Sulzfeld blickt.

Die letzte Außensanierung des 1480 geweihten Gotteshauses war 1976 erfolgt, seitdem hatte der Zahn der Zeit an der Pfarrkiche genagt. Und so stellten die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde die Weichen für die Sanierung des Gotteshauses. Nach Gesprächen mit der politischen Gemeinde und der Diözese Würzburg sah der Finanzierungsplan Gesamtkosten von 729 000 Euro vor, die sich auf 526 000 Euro für das Kirchenschiff und 203 000 Euro für den Kirchturm aufteilten.

Die politische Gemeinde hat die Baulast für den Kirchturm und ist abzüglich des Diözese-Zuschusses mit 150 000 Euro im Boot. Kleinere Spenden von Privatpersonen, regionalen Geldinstituten und dem Landesamt für Denkmalpflege sowie ein namhafter Zuschuss von 38 500 Euro von der Bayerischen Landesstiftung senkten den Eigenanteil der Pfarrgemeinde.

Sehr gefreut hat sich Heribert Hörlin über einen Gönner, der ungenannt bleiben will und Geld für die aufwändige Sanierung der Ölberggruppe an der Außenfassade zum Lehrergärtchen spendierte. Für die Kirchengemeinde verbleibt voraussichtlich ein Eigenanteil von 200 000 Euro „Wir werden unter dem Kostenrahmen bleiben, so dass wir und die politische Gemeinde günstiger wegkommen“, ist sich Heribert Hörlin sicher.

Dass alles glatt gelaufen ist, sieht Hörlin in der guten Arbeit der beauftragten Handwerksfirmen, keine unvorhergesehenen Schäden und besonders in der Person des Architekten Friedrich Staib begründet. Vor Beginn der Bauarbeiten mussten umfangreiche Erhebungen gemacht werden, da keinerlei verwendbare Baupläne und Flächenberechnungen vorhanden waren. Die Kirche wurde komplett vermessen und vom derzeitigen Bestand neue Pläne gezeichnet. Hauptsächlich Firmen aus der Region wurden mit den Arbeiten beauftragt.

Dass sich die Natursteinschäden weniger ausgeprägt als angenommen entpuppten, passte in den positiven Sanierungs-Gesamtverlauf. Dem Architekten war es wichtig, die Quaderungen in den Urzustand zu versetzen und mit mehreren Lasur-Lagen zu versehen. „Dadurch ist jetzt die Baugeschichte der Kirche an der Fassade ablesbar, weil die Oberflächen zu spüren sind“, so Architekt Friedrich Staib.

Da die Dächer der Kirche in einem insgesamt guten Zustand sind, musste nur am Sakristei-Dach repariert werden. Die Kirchturmuhren wurden von ihren bislang symmetrischen Positionen am Turm seitlich versetzt, um die Schallluken besser funktionieren zu lassen, womit die Kirchenglocken künftig besser im Ort zu hören sind.

Am kommenden Sonntag, 13. Dezember, feiert die Kirchengemeinde den Abschluss der Sanierung um 9 Uhr mit einem Festgottesdienst. Anschließend sind die Bürger zu einem Empfang in das Sulzfelder Rathaus eingeladen.

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