Schach: Unterfrankenliga

Wertvoller Punkt für Prichsenstadt

Das 4:4 in Mainaschaff könnte für Prichsenstadt im Abstiegskampf noch wichtig werden. Einer bestreitet seine 150. Partie für den Verein.
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Schach
Unterfrankenliga
 
SC Schweinheim – SV Würzburg II 5,0 : 3,0  
SK Mainaschaff – SC Prichsenstadt 4,0 : 4,0  
SK Schweinfurt II – SpVgg Stetten 2,5 : 5,5  
Schachfreunde Sailauf – SC Kitzingen II 5,0 : 3,0  
SC Obernau – SC Schweinheim II 5,0 : 3,0  
 
1. (2.) SpVgg Stetten 5 4 0 1 24,5 : 15,5 8 : 2  
2. (1.) SV Würzburg II 5 4 0 1 24 : 16 8 : 2  
3. (5.) SC Obernau 5 3 0 2 21 : 19 6 : 4  
4. (3.) SK Schweinfurt II 5 3 0 2 21 : 19 6 : 4  
5. (5.) SC Schweinheim 5 2 2 1 21 : 19 6 : 4  
6. (4.) SK Mainaschaff 5 2 2 1 20,5 : 19,5 6 : 4  
7. (8.) Schachfreunde Sailauf 5 2 0 3 21 : 19 4 : 6  
8. (7.) SC Prichsenstadt 5 1 2 2 18,5 : 21,5 4 : 6  
9. (9.) SC Schweinheim II 5 0 2 3 15 : 25 2 : 8  
10. (10.) SC Kitzingen II 5 0 0 5 13,5 : 26,5 0 : 10  

Als Außenseiter angetreten, haben Prichsenstadts Schachspieler im Auswärtsspiel ein 4:4 mitgenommen, einen Punkt, der sich im Abstiegskampf noch als sehr wertvoll erweisen könnte. Bereits nach der Eröffnungsphase einigte sich der Prichsenstadter Werner Klüber an Brett sechs mit Jürgen Hauck in einer ausgeglichenen Stellung auf Remis.

Am achten Brett hatte Claudius Feidel den nominell wesentlich stärkeren Lutz Sittinger zum Gegner. Nachdem der Prichsenstadter die Eröffnung ungenau behandelt hatte, geriet er in eine sehr passive Stellung. Der Mainaschaffer ließ einige gute Chancen aus, so dass Feidel wieder auf ein Remis hoffen konnte. Doch im Übergang zum Endspiel unterlief dem Prichsenstadter ein einzügiger Figureneinsteller, und er gab sofort auf. Am ersten Brett hatte Michael Ziegler gegen Jochen Schricker einen Bauern gegeben und dafür sehr aktives Figurenspiel. Schließlich einigte auch er sich in zweischneidigen Stellung auf Remis.

Der Ausgleich zum 2:2 gelang am dritten Brett dem Prichsenstadter Dieter Krenz, der den höher eingeschätzten Marco Lindner fein überspielte. Postwendend gingen die Mainaschaffer durch Ralph Pabel erneut in Führung. Er konnte am fünften Brett ein Figurenopfer von Wolfgang Schmitz widerlegen. Für Prichsenstadt glich am siebten Brett Helmut Lindner aus, der gegen den starken U 14-Jugendlichen Luis Paeslack spielte.

Lindner bot im Mittelspiel in einer ausgeglichenen Stellung Remis an, der ehrgeizige Jugendliche lehnte das Angebot ab. Der Prichsenstadter, der in Topform spielt und in dieser Saison noch unbesiegt ist, gewann schließlich nach einem Fehler seines Gegners eine Figur und damit die Partie.

Am zweiten Brett bestritt Thomas Steinhauser sein 150. Ligaspiel für Prichsenstadt – er hat in neunzehn Jahren kein einziges Spiel versäumt. An diesem Tag zeigte er sich von seiner spielerisch besten Seite. Mit einer brillanten Endspielleistung zwang er mit den schwarzen Steinen Michael Konik zur Aufgabe. Nun hatten die Prichsenstadter beim Zwischenstand von 4:3 einen Punkt bereits sicher.

Am vierten Brett hatte Richard Hilgert mit den schwarzen Steinen ge-gen Wolfgang Reisert eine schwierige Stellung zu verteidigen. Reisert, der unbedingt gewinnen musste, erspielte sich große Vorteile. Der Prichsenstadter verteidigte sich jedoch in fast ausweglosen Stellungen immer wieder ideenreich.

Als das Spiel nach fast sechs Stunden in die Zeitnotphase ging, unterlief Hilgert der entscheidende Fehler, und Mainaschaff glich zum 4:4 aus. Mit diesem schwer erkämpften Punkt hat der SC Prichsenstadt den Kontakt zum Mittelfeld gehalten.

Einzelergebnisse

SK Mainaschaff – SC Prichsenstadt 4:4

Schricker – Michael Ziegler 1/2 : 1/2

Konik – Thomas Steinhauser 0:1

Marco Lindner – Dieter Krenz 0:1

Reisert – Richard Hilgert 1:0

Pabel – Wolfgang Schmitz 1:0

Hauck – Werner Klüber 1/2 : 1/2

Paeslack – Helmut Lindner 0:1

Sittinger – Claudius Feidel 1:0

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