FUSSBALL: LANDESLIGA NORDWEST

Werner warnt Geesdorf vor Leichtsinn

Nicht abheben, Ruhe bewahren: Die Trainer in Geesdorf sind um Normalität bemüht. Aber wie schafft man das, wenn man als Aufsteiger schon wieder Erster ist?
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Nach zwei Spieltagen der neuen Saison steht der 1. FC Geesdorf schon wieder dort, wo er vor etwas mehr als zwei Monaten vorübergehend aufgehört hatte: auf dem ersten Platz, nun aber in der Landesliga. Die Konkurrenten heißen nicht mehr Forst, Dampfach und Krum, sondern Feuchtwangen, Lengfeld und – wie an diesem Sonntag – Karlburg. Trotz des bestmöglichen Starts heben die Geesdorfer nicht ab. „Wir waren am Sonntag zwar noch ein bisschen länger zusammengesessen und haben die Sache genossen, aber wir haben immer gesagt, dass wir auf dem Boden bleiben“, sagt Co-Trainer Patrick Werner.

Den bevorstehenden Gegner sah sich Trainer Hassan Rmeithi bereits in der Relegation gegen Gochsheim an. Karlburg, im zweiten Jahr trainiert von Patrick Sträßer, gewann das erste Spiel beim Aufsteiger in Aufkirchen 5:1 und trat auch eine Woche später daheim gegen Feuchtwangen selbstbewusst auf, doch am Ende stand ein 0:3. „Wir hätten den ganzen Nach-mittag spielen können und kein Tor geschossen. Nix war's mit dem gelungenen Saisonauftakt“, stellte Sträßer ernüchtert fest.

Nachdem die letzte Saison erst auf Umwegen mit dem Klassenerhalt geendet hat, wünscht sich Sträßer diesmal keine Extraschicht auf dem Weg zum Mindestsaisonziel. Sechs Neue präsentierte der Klub, ihnen standen drei Abgänge gegenüber. In Bara Top vom TSV Biebelried schloss sich ein bislang im Landkreis Kitzingen aktiver Spieler der Mannschaft an. Einen neuen Mitspieler kannte der 29-Jährige bereits: Sebastian Stumpf, der im Jahr zuvor nach Karlburg gegangen war. Mit ihm kickte er vor zwei Jahren bei Bayern Kitzingen. Gegen Feuchtwangen kam Top, zuletzt in der Kreisklasse im Einsatz, zu seinen ersten Landesliga-Minuten im Karlburger Trikot.

Personell gerüstet sind die Geesdorfer. Die frühe Auswechslung von Fazdel Tahir gegen Lengfeld erklärte Werner als „Vorsichtsmaßnahme“. Er geht davon aus, dass der 27-Jährige am Sonntag dabei sein wird. Vorsicht sei dennoch geboten: „Karlburg hat gegen Feuchtwangen verloren und wir gewonnen – das verleitet zum Leichtsinn.“

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