MOTORSPORT

Was hat Handa jr. aus seinem Crash gelernt?

Beim Hauensteinrennen setzt der junge Wilde des AMC Kitzingen sein Lehrjahr fort. Seinen zerbeulten Wagen hat er nach einem Unfall rechtzeitig wieder flott bekommen.
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Christian Handa vor seinem Lancia Delta Integrale. Foto: Foto: Hartmut Hess

Christian Dümler vom Automobilclub Kitzingen (AMC) ist dieses Jahr in neue Dimensionen vorgedrungen. Seinem VW Golf hatte er dazu ein neues Herz eingepflanzt, das aus einem 16-Ventil-Motor 275 PS schöpft. Der 36-jährige Wohnmobil-Mechaniker hat in der zahlenmäßig stärksten Deutschen-Meisterschaftsklasse (bis 2000 Kubik) schon mehrere einstellige Platzierungen erreicht und möchte an diesem Wochenende nun auch beim 50. Hauenstein-Bergrennen des MSC Rhön erfolgreich sein. Ob Dümler die Rhön erobern kann?

Mit dem dritten Platz seiner Klasse beim Ibergrennen schaffte er das bisher beste Ergebnis seiner Laufbahn. „Ich habe jetzt mehr Power, aber das Auto schiebt noch zu viel über die Vorderachse“, lautet Dümlers kardinale Erkenntnis. Zuletzt organisierte er sich ein Ersatzteil für das Achs-Differenzial, um das Fahrverhalten zu verbessern. Das Ergebnis wird sich in Hausen zeigen. Kürzlich machte der Mann aus Rauhenebrachs Ortsteil Prölsdorf eine ganz neue Erfahrung am Lenkrad: Er bekam die außerordentliche Gelegenheit, auf dem Nürburgring einen Boliden der Gruppe C über die Grand-Prix-Strecke zu steuern.

Zweiter AMC-Fahrer ist Christian Handa im Lancia Delta Integrale HF, der sein Lehrjahr in der Klasse der Gleichmäßigkeitsprüfung absolviert. Dass nicht immer alles glatt geht, hat der 24-Jährige beim Ibergrennen erfahren. Er war dort recht flott unterwegs und krachte in die Leitplanken, Kotflügel, Stoßstange und Achsquerlenker gingen dabei kaputt. Mit seinem Vater Norbert Handa hat er den Lancia wieder flottgekriegt, und jetzt bereitet er sich auf seine Premiere im Rhöndorf Hausen vor. Freilich geht es für ihn als Rennsport-Novize primär darum, Streckenkenntnisse zu gewinnen und weitere Erfahrung zu sammeln.

Klaus Hoffmann war es am Iberg ebenso ergangen wie Christian Handa; auch er donnerte in die Leitplanken. Zuvor hatte er den Opel Astra vom Experten Norbert Brenner auf dem neuesten Stand bringen lassen, um für das kommende Jahr gewappnet zu sein, wenn das neue Performance-Reglement gelten soll. Jüngst unternahm Hoffmann zwei Rundstrecken-Testfahrten mit seiner neuesten Errungenschaft, einer 600 PS starken Corvette. Jetzt bekam er vom Rennleiter der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT), Rolf Krepschik, die Zusage für eine Greencard, mit der er beim STT-Lauf im niederländischen Assen Mitte August seine Rennpremiere mit der Corvette bestreiten darf.

Der Vierte im AMC-Bunde, Martin Schug aus Rauhenebrachs Ortsteil Fürrnbach, kann in seinem 220-PS-Golf nicht annähernd mit Christian Dümler mithalten. Der 29-jährige Kfz-Meister und Volkacher Bundeswehrsoldat will in Hausen seine Zeit verbessern und einfach seinen Spaß am Bergrennsport ausleben. Die Trainingsläufe in Hausen starten Samstag um 9 Uhr und laufen bis zum späten Nachmittag; am Sonntag beginnt der erste Rennlauf um 8.30 Uhr, und bis 17 Uhr dürften dann die Sieger feststehen.

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