FUSSBALL: BAYERNLIGA

Warum Abtswind den Auftakt vergessen hat

Der TSV Abtswind beginnt die Rückrunde in Bamberg: Eine gute Möglichkeit, um sich über den Entwicklungsstand des Aufsteigers zu informieren.
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Bayern Kitzingen in Favoritenrolle

Am Sonntag startet der TSV Abtswind in seine zweite Bayernliga-Halbserie. Einmal duellierte sich die Mannschaft von Trainer Mario Schindler mit den anderen 17, fünf Siege trug sie davon. Ihre Entwicklung, sich ans höhere Niveau anzupassen, scheint noch nicht abgeschlossen zu sein, obwohl die Abtswinder zuletzt in Großbardorf ihrem Trainer bewiesen: „Wir haben uns gegen einen starken Gegner sehr gut präsentiert. Wir können gegen alle anderen mithalten. Aber uns unterscheiden noch wichtige Kleinigkeiten, das nutzen erfahrene Gegner eiskalt aus.“

Zudem sei es ärgerlich gewesen, durch eine Standardsituation in der Nachspielzeit einen fast sicher geglaubten Punkt noch in Großbardorf gelassen zu haben. Mit Widerwillen denken die Abtswinder an ihre Bayernliga-Premiere vor 105 Tagen gegen Don Bosco Bamberg zurück. Mit 0:3 unterlagen sie klar. Nun treffen die beiden Konkurrenten zum zweiten Mal in dieser Saison aufeinander: Die Rückrunde startet. Augenzwinkernd erklärt Schindler: „Wir haben keine Erinnerung mehr ans Hinspiel. Das haben wir aus unserem Gedächtnis gestrichen.“ Zu deutlich waren die Unterschiede zwischen Aufsteiger Abtswind in seinem ersten Bayernligaspiel seiner Vereinsgeschichte auf der einen und Don Bosco Bamberg, einem mittlerweile im vierten Jahr in der zweithöchsten Spielklasse des Freistaats durchaus etablierten Gegner, auf der anderen Seite.

Aber natürlich weiß Schindler genau, was seiner Mannschaft gegen Mario Bails Truppe fehlte: „Sie haben uns komplett überrumpelt. Sie sind wahrscheinlich die körperlich intensivste Mannschaft in dieser Liga. Mit ihrer taktischen Disziplin, ihrem Zweikampfverhalten und Einsatzwillen haben sie uns vorgemacht, was wir zum Bestehen in der Bayernliga benötigen.“ Das, so lautet seine Folgerung aus dieser Aufzählung, dürfe ein zweites Mal nicht passieren.

Nach dem Auftaktsieg in Abtswind ließen die Bamberger, beheimatet Stadtteil Wildensorg, vier weitere in den ersten sieben Spielen folgen und belegten am Höhepunkt dieser Entwicklung sogar für kurze Zeit in der Tabelle den ersten Platz. In den letzten Wochen kamen die Bamberger allerdings von ihrer Linie ab. Zum Abschluss der Hinrunde stoppte ein Sieg in Ammerthal eine vorherige Serie von vier Niederlagen.

Die Ausgangslage vor dem Rückspiel ist anders: „Wir wissen jetzt, wie es in der Bayernliga zugeht, was wichtig ist, um hier erfolgreich zu sein.“ Personell hofft Schindler darauf, dass ihm die zuletzt fehlenden Max Wolf und Mathias Brunsch wieder zur Verfügung stehen. Verzichten muss er aus beruflichen Gründen auf Kapitän Michael Herrmann.

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