FUßBALL: TOTOPOKAL

Vorfreude auf das Wiedersehen

Wolfgang Schneider, Ex-Trainer des SSV Kitzingen, tritt mit seiner neuen Mannschaft bei den Siedlern an.
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Es war einmal: Wolfgang Schneider im Trainingsanzug des SSV Kitzingen. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2012. Foto: Foto: Michael Kämmerer

Zum Duell zweier Bezirksligisten kommt es im Achtelfinale des Schweinfurter Toto-Pokals.Die Gäste setzten sich gegen Lindach/Kolitzheim (3:1 n.E.) und Oberscheinfeld (12:0) durch, bekamen in der dritten Runde ein Freilos zugespielt, Wiesentheid schaltete Brünnau (3:0) und Rimbach/Lülsfeld (2:1) sowie Castell/Wiesenbronn (3:0) aus. In der Liga verlor Wiesentheid zuletzt dreimal, dagegen nahm der zuletzt viermal ungeschlagene Vorjahreszweite wieder Kurs auf die vorderen Plätze und verlor bislang nur einmal: am ersten Spieltag zu Hause – gegen Wiesentheid (0:1). jst

Es ist wohl eines der prestigeträchtigsten Lokalderbys im Ochsenfurter Gau, das zwischen dem SV Bütthard und der SpVgg Giebelstadt. Nur gab es diese Paarung aufgrund der unterschiedlichen Ligenzugehörigkeit der beiden Rivalen in den vergangenen Jahren nur äußerst selten. Im Achtelfinale des Würzburger Totopokals ist es nun wieder einmal soweit. Dabei ist die Vorfreude auf die Partie auf beiden Seiten greifbar. Sowohl bei Bütthards Spielertrainer Christian Steinmetz, selbst einmal Jugendspieler beim Nachbarn, bevor er zum Würzburger FV wechselte, als auch bei Giebelstadts Sportleiter Thomas Fuchs. „Die Spieler kennen sich untereinander.

Die Vereine arbeiten seit Jahren in der Jugend erfolgreich zusammen. Das wird ein tolles und interessantes Spiel“, meint Fuchs. Besonders freue sich der Funktionär neben einer hoffentlich großen Zuschauerzahl, dass ein Schiedsrichtergespann komme und die Partie leite. Auch Steinmetz fiebert dem Aufeinandertreffen mit alten Bekannten entgegen und – möchte wie bereits in der dritten Runde gegen Reichenberg – einem weiteren Kreisligisten ein Schnippchen schlagen. Das Selbstvertrauen ist nach dem guten Saisonstart auf jeden Fall vorhanden. ARA

Die Gemeinsamkeiten liegen auf der Hand, wenn zum Achtelfinale im Toto-Pokal auf Kreisebene der SSV Kitzingen und SC Schwarzach aufeinandertreffen (Mittwoch, 18 Uhr). Schwarzachs Trainer Wolfgang Schneider trainierte von 2006 bis 2009 zunächst die U19-Junioren der Siedler, übernahm anschließend für zwei Jahre die erste Mannschaft und gewann mit ihr die Meisterschaft in der Kreisklasse. Mit Bernd Keilholz, Nico Eichelbrönner, Florian Soldner und Dominik Laudenbach stehen zudem vier Spieler und Leistungsträger im Schwarzacher Kader, die zuvor bei den Siedlern spielten. Entsprechend wird es auf und neben dem Platz zwar sportlich ehrgeizig, doch aus alter Verbundenheit auch freundschaftlich zugehen.

Entsprechende Vorfreude stellte Kitzingens Trainer Thomas Beer bei seinen Schützlingen vor dem Duell gegen ihren früheren Trainer und ihre früheren Mitspieler fest: „Die Spieler sind heiß auf dieses Duell. Wir wollen nicht nur ein gutes Spiel abliefern, sondern auch gewinnen.“ Jedoch dürfe die Belastung des Einzelnen durch die zusätzlichen Spiele nicht zu groß werden. „Die Liga besitzt schließlich auch bei uns Priorität, aber der Pokal ist eben ein schönes Zubrot, und wie wir bereits wissen, kann das auch sehr gut schmecken“, erklärt Beer die Motivation.

Drei Spiele absolvierte der SSV Kitzingen im laufenden Toto-Pokal bereits erfolgreich. Ganz nach ihrem Geschmack war vor allem der Sieg im Stadtderby gegen Bayern Kitzingen (2:1). Zuvor warfen die Siedler in den ersten beiden Runden auch Repperndorf (6:0) und Sickershausen (3:2) aus dem Rennen. Schwarzach, automatisch für die dritte Runde qualifiziert, trat bislang nur einmal in diesem Wettbewerb an und mühte sich in Markt Einersheim zum Erfolg (2:1). Auch die Schwarzacher sehen sich derzeit durch einen personellen Engpass eingeschränkt.

Gerne würde Schneider an seiner früheren Wirkungsstätte die beste Formation aufbieten. „Normalerweise würden wir alle mit einem breiten Grinsen in die Siedlung fahren und uns dort auf das Spiel freuen, unabhängig vom eigentlichen Ergebnis“, sagt Schneider, aber muss einschränken: „Momentan kommt uns das leider ungelegen. Wir haben einen enormen Kraftakt vom Wochenende hinter uns und müssen erst einmal schauen, mit welcher Mannschaft wir bei den Siedlern antreten können.“ JST

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