FUSSBALL: A-KLASSE 2 WÜ

Tückelhausen fällt nach Frühstart weit zurück

Die jüngste Klatsche gibt Trainer Bernd Wenkheimer zu denken. Doch der kommende Gegner sollte für die ambitionierten Tückelhäuser Motivation genug sein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bernd Wenkheimer vermisst bei den Seinen die Lockerheit. Foto: Foto: Hans Will

Die neue Saison in der A-Klasse hatte sich für die Kicker des SV Tückelhausen/Hohestadt vielversprechend angelassen. Nach zwei Spielen standen da vier Punkte und acht Tore in der Bilanz. Ein gelungener Start, könnte man meinen. Doch es folgten fünf Spiele ohne Sieg, dazu die 0:6-Heimklatsche gegen den ASV Ippesheim vergangenen Sonntag. Bis auf Rang elf ist die Mannschaft von Trainer Bernd Wenkheimer mittlerweile abgerutscht. Und nun steht das Derby beim Nachbarn in Gaukönigshofen an.

Selbst wenn beide Klubs in der Reserve gemeinsame Sache machen, ist es nach wie vor das heißeste Spiel des Jahres, wenn der SV Gaukönigshofen den Lokalrivalen SV Tückelhausen/Hohestadt empfängt – ein Duell, das die Leute an den Sportplatz lockt und Vorfreude weckt. Überdies ging es in den vergangenen Jahren stets um die vorderen Tabellenplätze. Die hat zumindest einer der beiden Kandidaten auch jetzt wieder im Visier: Als Vizemeister der vorigen Saison liegt Gaukönigshofen als Vierter in Reichweite zum oberen Relegationsplatz.

Anders ist die Lage einige Kilometer weiter in den Ochsenfurter Stadtteilen. Denn Tückelhausen/Hohestadt hinkt den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Kämpfte der Klub in der vergangenen Runde bis in den April aussichtsreich um die Meisterschaft, so brach seine Leistung im Saisonendspurt überraschend ein. Es reichte nur noch zum siebten Platz – zu wenig für den ambitionierten Verein, der den Blick für die neue Spielzeit wieder weiter nach vorne richtete und sich ernsthaft um einen Platz im oberen Tabellendrittel bewarb.

Anfangs klappte das auch: in Gollhofen gepunktet, Erlach/Sulzfeld bezwungen und dem Konkurrenten die bislang einzige Niederlage zugefügt. Trotz der eher durchwachsenen Vorbereitung waren dem Konto des SV nach zwei Partien bereits vier Punkte gutgeschrieben. „Die Jungs“, so sagt Trainer Bernd Wenkheimer, „haben sich gut präsentiert und ihre Tore gemacht. Gegen Erlach/Sulzfeld stand es nach 24 Minuten bereits 4:0.“ Das gefiel dem Coach, so durfte es weitergehen.

Auch gegen den Kreisklasse-Absteiger Ochsenfurter FV und den ungeschlagenen Tabellenführer TSV Frickenhausen boten die Rot-Weißen ansprechende Leistungen; allerdings zeigte sich in beiden Duellen bereits, dass dem SV die Effizienz vor Gegners Tor fehlt. Sowohl gegen den großen Nachbarn aus der Stadt als auch ge-gen den Spitzenreiter wäre mehr drin gewesen.

Wenkheimer sagt: „Wir waren sicher nicht schlechter als die Frickenhäuser. Auch das Chancenverhältnis war ausgeglichen. Sie waren nur cleverer und haben eine ihrer Möglichkeiten genutzt.“ Auch gegen Winterhausen und Bütthard entschied am Ende die fehlende Kaltschnäuzigkeit zu Ungunsten der Tückelhäuser und Hohestädter. Der aus Kitzingen stammende Trainer, der dort lange für den SSV spielte, vermisst bei den Seinen die nötige Lockerheit. Denn die Einstellung im Training und Spiel passe.

Mit einer Ausnahme, die das jüngste Heimspiel betrifft. Gegen Ippesheim vergaßen Wenkheimers Schützlinge, sich zu wehren, und kamen beim 0:6 arg unter die Räder. „Dieses Resultat kann ich nicht erklären. Es fehlte an allem: an Kampfgeist, Wille und Engagement“, sagt der Trainer, der auch Tage nach der Klatsche nach Worten ringt. Dabei lässt er die Ausfälle Felix Meintzingers (Bänderriss) und Marcel Kreußers (Schule) nicht als Ausrede zählen. Der Kader habe sich kaum verändert, die Spieler seien noch immer die selben.

„Sie müssen ihre Leistung nur wieder auf den Platz bringen. Denn das Potenzial, um oben mitzuspielen, ist definitiv vorhanden“, sagt Wenkheimer. Er ist weiterhin von den Stärken der Seinen überzeugt und hofft, dass sie schon an diesem Sonntag im Auswärtsspiel zur Geltung kommen. Da sollte neben der jüngsten Niederlage allein der Gegner Motivation genug sein, um in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.