SCHIEßEN: BAYERNLIGA

Treffsicher, als es darauf ankam

Die Großlangheimer wehrten sich fünf Wettkampftage mit eher minder großem Erfolg gegen den Abstieg. An den letzten beiden bewiesen sie Nervenstärke.
Artikel drucken Artikel einbetten
Nur Philipp Ackermann (Foto) und Erich Appold steigerten ihre Durchschnittsleistung im Laufe der Runde. Foto: Foto: Hartmut Hess

„Wir hätten uns einiges an Stress sparen können, wenn wir im alten Jahr so ähnlich geschossen hätten wie im neuen Jahr“, resümiert Christian Winkler, Mannschaftsführer der Luftpistolenschützen des Schützenvereins Großlangheim über die abgelaufene Runde in der Bayernliga Nordwest. Lange krebsten sie im Tabellenkeller herum, ehe sie an den beiden letzten Wettkampftagen zwei wichtige Siege landeten und den Klassenerhalt perfekt machten.

„Ich bin am ersten Wettkampftag total krank angetreten, habe deswegen schlecht geschossen und schon war meine Psyche im Eimer“, erinnert sich Christian Winkler an den Saisonauftakt. Obwohl er zuvor intensiv mit der Übungsleiterin Ingrid Dittmeier trainiert hatte, vermochte der Margetshöchheimer im Trikot der Großlangheimer einige Wochen nicht, sein Potenzial abzurufen. In der Folgezeit gingen für die Großlangheimer reihenweise Wettkämpfe knapp verloren, was am Selbstvertrauen nagte. Über die Saison gesehen, gelang es nur Philipp Ackermann und Erich Appold ihre Durchschnittsleitung zu steigern. Ackermann ist seit geraumer Zeit die Nummer eins bei den Mannen vom Kiliansberg und holte zuverlässig wichtige Mannschaftspunkte. Was Christian Winkler mit „weniger Stress“ meinte, war die latente Abstiegsgefahr, die sich deswegen hartnäckig hielt, weil sie sich in der Vorrunde eine Pleite gegen Abstiegskandidat SV Irfersdorf einhandelten und manche Begegnungen nur wegen Kleinigkeiten 2:3 angeben mussten.

Der Februar wurde zum erfolgreichsten Monat der Runde 2018/19. Am sechsten Wettkampftag unterlagen sie zwar gegen Röttenbach, brachten sich aber mit dem Sieg über den SV Pfeifferhütte in eine bessere Position. Zum Saisonfinale gastierten die Kracken in Veitsbronn und konnten dort vorzeitig durchatmen, da schon vor der zweiten Großlangheimer Begegnung nach der Niederlage der Irfersdorfer gegen Bad Königshofen feststand, dass sie nicht mehr direkt absteigen müssen. „Doch wir wollten auf Nummer sicher gehen“, erklärte Christian Winkler. Dementsprechend gingen sie den Abschlusswettkampf der Saison gegen den VfL Veitsbronn an. Zwar blieb Philipp Ackermann mit 354 Ringen unter seinen Möglichkeiten, doch seine Kollegen trumpften im Kollektiv auf und rangen die Gastgeber 4:1 nieder.

Wie stark sie im Kollektiv waren, bewiesen sie mit der Mannschaftsleistung von 1808 Ringen, wobei Christian Winkler 367 Ringe, Sebastian Will 370 und Peter Bröhl 364 Ringe beitrugen. Auch Erich Appold erzielte ordentliche 353 Ringe. Dadurch verbesserten sich die Großlangheimer in der Abschlusstabelle mit 12:16 auf Rang vier vor den punktgleichen Röttenbachern und Veitsbronnern, „Damit müssten wir auch in keine Relegation, wenn mehr Absteiger von oben herunterkommen“, meinte Christian Winkler.

„Mit 1808 Ringen hätten wir in wenigen Wettkämpfen Probleme gehabt zu gewinnen“, konstatiert er und spricht von einer relativ schwachen Saison aller Mannschaften in der Bayernliga Nordwest. Das wird auch dadurch deutlich, dass der Tabellenerste KpFSG Eichstätt als einzige Mannschaft einen Saisonschnitt von 1802 Ringen schaffte. Jetzt können sich die Kracken zurücklehnen und ihrer dritten Bayernliga-Saison in Folge entgegen sehen. Dafür bleibt der aktuelle Kader zusammen und Markus Richter, der in der abgelaufenen Saison zweimal eingesprungen war, wird auch wieder als Ersatzmann parat stehen.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.