HALLENFUSSBALL

Titelverteidiger als Topfavorit?

Rottendorfs Trainer Martin Lang kann sich nicht dagegen wehren, warnt seine Schützlinge aber vor Überheblichkeit.
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Wenn man sich bei den Teilnehmern der Hallenbezirksmeisterschaft aus den Spielkreisen Würzburg, Schweinfurt und Rhön umhört, favorisieren die meisten den TSV Rottendorf. Denn die Kicker aus dem Würzburger Vorort reisen nicht nur als Titelverteidiger nach Haßfurt, sondern haben auch in den vorherigen Turnieren auf Kreisebene Eindruck hinterlassen. Das gelang allerdings nicht nur den Rot-Schwarzen. Auch die Schweinfurter Bezirksligisten Gochsheim, FT Schweinfurt und Oberschwarzach/Wiebelsberg zählen zum Favoritenkreis.

Mit dem nächsten Husarenritt möchten die Kicker des TSV Frickenhausen aufwarten. Der mit Gastgeber FC Augsfeld unterklassigste Verein möchte den favorisierten Teams einmal mehr das Fürchten lehren. Selbstbewusstsein dafür haben die Grün-Weißen allemal. Schließlich verloren sie beim Vor- und Kreisentscheid nur zwei ihrer elf Spiele und warfen dabei Mannschaften wie Leinach, Schwarzach (Vorturnier) oder Rimpar (Kreismeisterschaft) aus dem Wettbewerb. „Das hat schon alle Vorstellungen übertroffen. Vor allem die jeweiligen Vorrunden waren überragend“, blickt Spielertrainer Philipp Hemmerich beeindruckt zurück. In den ersten Spielen beider Veranstaltungen seien noch alle fit gewesen. Er hatte jeweils – wie nun auch für Haßfurt – nur sechs Feldspieler nominiert. Angeschlagene und Verletzte ließ der 28-Jährige bewusst außen vor.

In den Platzierungsspielen brauchten die Grün-Weißen hernach jeweils ein bisschen Glück, verdienten sich aber auch ihre tolle Endplatzierung. „Die Jungs sollen die Bezirksmeisterschaft auf jeden Fall genießen. Wer weiß, ob sie nochmals die Chance bekommen“, sieht Hemmerich die Qualifikation als I-Tüpfelchen auf die bisherigen Leistungen seiner Truppe unter dem Hallendach. Auch ein Bus werde, wie vor zwei Jahren zur Kreismeisterschaft nach Karlstadt, nach Haßfurt fahren. Somit werde ein Teil des Haßfurter Schulzentrums in grün-weiß gefärbt sein. Mit dieser Unterstützung hofft Hemmerich, die Vorrunde zu überstehen. Mit Oberschwarzach/Wiebelsberg wartet aber der Schweinfurter Kreismeister gleich zu Beginn. „Es ist gut, dass wir sie am Anfang haben. Da haben wir noch Dampf auf dem Kessel“, so der Übungsleiter, dessen Team sich noch mit Burgwallbach (Kreisliga) und Strietwald (Kreisklasse) misst.

Souverän marschierte der amtierende Bezirksmeister TSV Rottendorf durch das in eigener Halle ausgetragene Vorturnier und die Kreismeisterschaft in Ochsenfurt. Dabei gewannen die Schützlinge von Martin Lang alle 13 Spiele und kassierten lediglich vier Gegentore. Beim Kreisturnier hielt Schlussmann Peter Trappschuh seine Weste sogar komplett sauber. Nur im Sechsmeterschießen im Viertelfinale gegen Höchberg wurde er überwunden. „Die Jungs haben Bock und sind fokussiert darauf, das Bestmögliche zu erreichen. Sie sind einfach heiß“, weiß Martin Lang. Sogar so heiß, dass sie an den Kreisturnieren teilnahmen, obwohl sie für den Bezirksentscheid bereits qualifiziert waren.

Die Favoritenrolle weist der Übungsleiter aber dennoch von sich: „Wenn die anderen das so sehen, meinetwegen. Wir werden uns nicht in diese Rolle hieven.“ Denn Überheblichkeit sei der Anfang für ein frühzeitiges Aus in der Gruppe. Und die ist aus Langs Sicht alles andere als einfach, warten doch zu Beginn die Freien Turner aus Schweinfurt, aktuell Tabellenführer der Bezirksliga Ost. „Das wird gleich eine richtige Standortbestimmung“, so der 47-Jährige.

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