FUSSBALL: KREISLIGA 1 WÜRZBURG

Stürmische Siedler schleifen Sonderhofen

Nach überlegener zweiter Halbzeit setzt sich der Tabellenführer noch mit 3:1 durch. Dem Aufsteiger nützt der furiose Start im Endeffekt nichts.
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Der Kitzinger Florian Rumpel (rechts) zeigt Sonderhofens Patrik Reuss die kalte Schulter. Foto: Foto: Jürgen Sterzbach

Vergangenen Dienstag war der SSV Kitzingen im Toto-Pokal ausgeschieden, doch in der Kreisliga hat die Mannschaft ihren Siegeszug fortgesetzt. Sie blieb am Samstag mit dem 3:1 (1:1) gegen den SV Sonderhofen zum siebten Mal nacheinander ungeschlagen und eroberte damit zumindest bis Sonntagabend die Tabellenführung zurück, die sie mit einem Spiel weniger zuletzt eingebüßt hatte.

Dass es für die Gäste aus dem Ochsenfurter Gau eine weitere Niederlage geben sollte, war in der Anfangsphase noch nicht absehbar. Munter spielten die bis vor einer Woche in 36 Ligaspielen unbesiegten Sonderhöfer auswärts mit und gestalteten die Partie nach Anteilen offen. „Wir waren zu ungeduldig und behielten den Ball zu kurz in unseren Reihen. Weil wir die Bälle zu schnell nach vorne gespielt haben, hatten wir zu viele Ballverluste“, stellte Kitzingens Co-Trainer Jürgen Brettmann fest. Da beide Abwehrreihen aufmerksam waren, gab es nur wenige Chancen. Die erste führte direkt ins Tor: als der im Strafraum auf rechts freigespielte Alexander Kreußer nach elf Minuten den Ball an Kitzingens Torhüter Michael Kümmel vorbei ins lange Eck schob zum 0:1.

Die Siedler antworteten ihrerseits mit den ersten Gelegenheiten. Nach einem Eckball Florian Rumpels von links flankte Felix Scheider den Ball von rechts zurück in die Mitte, Dennis Ketturkat setzte zum Kopfball an, verfehlte aber das Tor. Wenig später trat Dennis Kuhmann eine scharfe Hereingabe von rechts, doch Sonderhofens Torhüter Markus Körner fing Leander Greubels Kopfball ab.

Mit Engagement holten sich die Siedler das anfangs für einige Minuten aus der Hand gegebene Spiel zurück, und ab Mitte der zweiten Halbzeit gaben sie den Ton an. Der Ausgleich fiel, als Dennis Kuhmann einen windigen Ball in die Spitze schlug, Körner am Fünfmeterraum nicht nachkam und Schmidbauer den Ball ins leere Tor schmuggelte. „Unser Ausgleich vor der Halbzeit war sehr wichtig“, sagte Brettmann. Die letzte Aktion der ersten Hälfte gehörte den vom Gegentor gut erholten Gästen: Simon Karl passte zu Kreußer, aber dessen Schuss lenkte Kümmel zur Ecke.

„Wenn wir hier etwas holen wollen, hätten wir mit einer Führung in die Halbzeit gehen müssen. Das wäre verdient gewesen, denn wir hatten bis dorthin nicht so viele Chancen zugelassen“, erklärte Sonderhofens Trainer Uwe Göb.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit nahmen die Kitzinger das Heft des Handelns fester in die Hand und ließen kaum noch gegnerische Aktionen zu. Für eine Viertelstunde spielte sich die Handlung vor Sonderhofens Abwehr ab, die Führung der Hausherren war die Folge. Nach einer Hereingabe Dennis Ketturkats von links schoss der am langen Pfosten hinzugestoßene Dennis Kuhmann dessen Zuspiel zum 2:1 ins Tor.

Weitere gute Chancen Kitzingens folgten. Scheiders Kopfball verfehlte nach einer Ecke Kuhmanns sein Ziel, Rumpels Schuss faustete Körner ins Aus, und Schmidbauer schob nach Kuhmanns Zuspiel den Ball knapp am Ziel vorbei. Als sich Sonderhofens Abwehr bei einem hohen Ball verschätzte, musste Körner erneut gegen Greubel halten.

Mitte der zweiten Halbzeit war die Führung der Siedler somit nicht nur verdient, sondern hätte bereits höher ausfallen können. „In der zweiten Halbzeit waren wir richtig gut im Spiel“, fand Brettmann. Allerdings bekam Sonderhofen eine Viertelstunde vor Schluss seine zweite Luft und zwang die Siedler doch noch einmal für einige Minuten zum aufmerksameren Verteidigen. Die Möglichkeiten der Gäste blieben aber im Ansatz stecken. Auf der Gegenseite nutzte Schmidbauer den größer gewordenen Raum – und knallte den Ball gegen den Pfosten.

Sein zweites Tor im Spiel und sein neuntes in dieser Saison sollte aber noch fallen. Aus spitzem Winkel traf er aus der Drehung zum 3:1.

„Wenn du die Entscheidung nicht machst, baust du mit jeder vergebenen Chance den Gegner auf“, sagte Jürgen Brettmann, aber er hielt am Ende einen „hochverdienten Sieg“ der Kitzinger fest. Dieser Meinung schloss sich Kollege Göb vorbehaltlos an: „Aufgrund der zweiten Halbzeit waren sie einfach die bessere Mannschaft.“

Die Statistik des Spiel

SSV Kitzingen – SV Sonderhofen 3:1 (1:1)

Kitzingen: Kümmel – Sillig, Köberlein, Scheider, Bartsch – Soldner, Kuhmann – Rumpel (85. Vogel), Ketturkat, Greubel (75. Metz) – Schmidbauer.

Sonderhofen: Körner – Bauer, Müller, Deppisch, Reuß (77. Busch) – Pregitzer, Philip Dopf, Felix Dopf, Karl – Kreußer, Seubert.

Schiedsrichter: Ravalli (Eisingen).

Zuschauer: 60.

Gelbe Karten: Ketturkat; Felix Dopf.

Tore: 0:1 Alexander Kreußer (11.), 1:1 Alexander Schmidbauer (29.), 2:1 Dennis Kuhmann (54.), 3:1 Alexander Schmidbauer (90.+1).

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