SCHACH: UNTERFRANKENLIGA

Steinhauser mit Glanzpartie

Absteiger SC Prichsenstadt verlor sein Einstands-Heimspiel in der neuen sportlichen Heimat. Das „Spiel des Tages“ lieferte aber einer der Hausherren.
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Schach (wkl)

Unterfrankenliga SC Prichsenstadt – SV Würzburg II 3:5

Der SC Prichsenstadt traf zum Saisonauftakt auf den Meisterschaftsfavoriten SV Würzburg II. Nachdem die Würzburger an 6 Brettern deutlich bessere DWZ-Zahlen haben, war die Aufgabe etwas Zählbares zu holen sehr schwer. Trotz der Niederlage können die Prichsenstädter mit ihrer Mannschaftsleistung zufrieden sein.

Nach drei Stunden Spielzeit einigte sich der Prichsenstadter Spitzenspieler Michael Ziegler mit dem jungen Pascal Eichenauer auf Remis. Bereits kurze Zeit später gaben Otto Mutzbauer an Brett7 und Helmut Lindner an Brett 5 ihre Partien auf. Beide konnten mit den schwarzen Steinen den starken Angriffen der Würzburger Gert Lautenschlager und Charles Gould nichts entgegensetzen. Sehr erfreulich war die Leistung des 17 jährigen Michael Köhler gegen den um 500 DWZ-Punkte besseren Johannes Ziegler. Das Prichsenstadter Talent schaffte nach zähen Kampf ein Remis.

An Brett 3 vereinbarten in einer ausgeglichen Stellung Wolfgang Schmitz und der Würzburger Thomas Bräutigam Remis. Am vierten Brett spielte Manfred von Golitschek gegen den dreifachen Unterfränkischen Meister Norbert Kuhn wie immer sehr routiniert und erreichte ebenfalls ein Remis. Nun mussten die Prichsenstädter die beiden restlichen Spiele gewinnen, um noch eine Punkteteilung zu erreichen. An Brett 2 hatte Thomas Steinhauser im Stile des legendären Weltmeisters Tal zwei Leichtfiguren geopfert. Durch diese Opfer hat er den König seines Gegners nach vorne getrieben. Gerade als die Zuschauer dachten, JiaojiChen hätte alle Schwierigkeiten überstanden, fand der Prichsenstadter eine unparierbare Drohung.

Der Würzburger gab kopfschüttelnd auf. Steinhauser hatte seine Glanzpartie gekrönt. Werner Klüber musste am sechsten Brett beim Stand von 3:4 gewinnen. Allerdings standen seine Chancen schlecht, weil sein Gegner Falco Nogatz durch einen raffinierten Zug im Mittelspiel einen Bauern gewonnen hatte. Mit der Hoffnung auf einen entfernten Freibauern und der knappen Zeit seines Gegners wollte der Prichsenstadter das Blatt noch wenden. Der Würzburger spielte in der Zeitnotphase jedoch souverän und verwertete schließlich seinen Vorteil.

Unterfrankenliga

SC Kitzingen 05 II – SC Bad Königshofen 5,0 : 3,0
TV Faulbach – SK Mainaschaff 2,5 : 5,5
Aschaffenb.Schweinheim – SK Klingenberg II 5,0 : 3,0
SC Prichsenstadt – SV Würzburg II 3,0 : 5,0
SC Obernau – SK Mömbris 3,5 : 4,5

1. (1.) SK Mainaschaff 1 1 0 0 5,5 : 2,5 2 : 0
2. (2.) Schweinheim 1 1 0 0 5 : 3 2 : 0
2. (2.) SC Kitzingen 05 II 1 1 0 0 5 : 3 2 : 0
2. (2.) SV Würzburg II 1 1 0 0 5 : 3 2 : 0
5. (5.) SK Mömbris 1 1 0 0 4,5 : 3,5 2 : 0
6. (6.) SC Obernau 1 0 0 1 3,5 : 4,5 0 : 2
7. (7.) SC Bad Königshofen 1 0 0 1 3 : 5 0 : 2
7. (7.) SC Prichsenstadt 1 0 0 1 3 : 5 0 : 2
7. (7.) SK Klingenberg II 1 0 0 1 3 : 5 0 : 2
10. (10.) TV Faulbach 1 0 0 1 2,5 : 5,5 0 : 2

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