Kitzingen
Fußball Kreisliga 1 WÜ

Steffen Metz wieder bei Siedlern mittendrin

Wenige Minuten war die Saison alt, als sich Steffen Metz im ersten Spiel des Runde verletzte. Zum Rückrundenstart ist der 24-Jährige beim SSV Kitzingen wieder dabei.
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Umringt von Mitspielern: Steffen Metz mit Lukas Pauluhn (links) und Bernd Keilholz (rechts).  Foto: Sterzbach
Umringt von Mitspielern: Steffen Metz mit Lukas Pauluhn (links) und Bernd Keilholz (rechts). Foto: Sterzbach

TSV Reichenberg - SSV Kitzingen (1:2; Sonntag, 14 Uhr).

Drei Monate musste er pausieren. "Verletzt war ich schon, aber so lange noch nicht", erinnert sich Steffen Metz nicht an eine derart ausgedehnte Ausfallzeit. Dafür kann er den Tag seiner Verletzung noch genau benennen. "Am 4. August - das weiß ich, denn wir hatten an diesem Sonntag Kerm in der Siedlung." Den acht Minuten im Hinspiel gegen Reichenberg fügte er nach seiner Genesung und langem Warten am vergangenen Sonntag in Grombühl eine Viertelstunde Einsatzzeit hinzu.
Als ihm die Diagnose gestellt wurde, dass die Außenbänder komplett gerissen und die Innenbänder teilweise gerissen seien, wurden ihm zunächst zehn Wochen auferlegt, in denen er sich vom Sport fernhalten sollte. "In dieser Zeit ging aber nicht viel voran.
Auch danach konnte ich noch nicht schmerzfrei trainieren und musste die ersten Einheiten abbrechen. Erst letzte Woche trainierte ich zum ersten Mal wieder ohne Schmerzen mit der Mannschaft", berichtet Metz. Seine Geduld wurde mit einem Kurzeinsatz belohnt.
Beinahe hätte er dabei sein erstes Saisontor erzielt. 24 Tore trug er in der Kreisklasse zur Rückkehr der Siedler in die Kreisliga bei, 22 erzielte er dort in der vergangenen Saison. Nun hofft sein Verein, dass sein erfolgreichster Torjäger der letzten Jahre in den verbleibenden Spielen zumindest einen Teil seiner gewohnten Ausbeute noch erreichen kann. "Konditionell habe ich noch Nachholbedarf. Es ist für mich momentan schwierig, 90 Minuten lang durchzuhalten. Auch die Spielpraxis fehlt", schuftet der
24-Jährige derzeit daran, die lange Zwangspause aufzuarbeiten. "Nach der Winterpause möchte ich wieder bei 100 Prozent sein", gibt er dabei als Ziel an.
Die bevorstehende Vorbereitung im neuen Jahr soll ihn zurück zu alter Stärke führen - und den Gegnern wieder die Furcht vor dem Stürmer lehren. Ab dann möchte er auch sein Quäntchen dazu beitragen, dass es besser als bisher läuft. "Ganz zufrieden können wir nicht sein, denn wir hatten uns etwas mehr erhofft. Vom Potenzial könnten wir sicherlich weiter vorne stehen, aber wir rufen unsere Leistungen nicht konstant genug ab", schildert Metz die Saison, die er größtenteils hinter der Bande mitverfolgte: "Für uns ist es selbst nicht erklärbar, warum wir in diesem Jahr solche Schwankungen zeigen. Auf jeden Fall habe ich aber den Eindruck, dass die Liga um einiges stärker geworden ist. Kleinigkeiten entscheiden."
Am Sonntag fährt der SSV Kitzingen (8./22) mit Metz an Bord nach Reichenberg (12./12). Mit der von Joachim Mascheck angeführten Truppe um Routinier Peter Deißenberger lieferten sich die Siedler im Hinspiel ein zähes Ringen. "Wenn alles optimal für sie gelaufen wäre, hätten sie vielleicht sogar vorne angreifen können", schätzt Siedler-Coach Carsten Lanik den Gegner stärker als dessen Tabellenplatz ein. Allerdings steht der TSV nach dem Ende der Vorrunde weit hinten und kämpft um seinen Klassenerhalt. Zuletzt blieben die Gastgeber fünf Mal in Folge ungeschlagen und beendeten ihre letzten drei Spiele mit einem Unentschieden. "Reichenberg ist unberechenbar", weiß Lanik und erwartet dort erneut keinen echten Grashalm unter den Sohlen seiner Spieler: "Wir stellen uns darauf ein, dass auch sie auf ihrem kleineren Sandplatz gegen uns spielen wollen." Insbesondere dürfen die Siedler Reichenbergs bekanntesten Spieler nicht in aussichtsreiche Position kommen lassen. Die von Deißenberger ausgehende Gefahr bei Fernschüssen und Freistößen ist hinlänglich bekannt: "Er ist ein absoluter Führungsspieler in ihren Reihen. In seinem Alter ist er auch weiterhin für die Kreisliga ein überragender Spieler. Wir müssen auf ihn und seine Mitspieler gut vorbereitet sein."
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