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26. Mai bis 1. Juni

Lobgesang von und auf Orofino

Main-Post-Helfer Reupelsdorf. Frauenfußball-Bekenner Maurizio.
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Sport-Tagebuch: Zahl zwischen 12 und 14

MONTAG

Ist es nun Glück oder Pech, dass wir in dieser Saison nur fünf Fußball-Entscheidungsspiele haben? Glück sicherlich, weil wir uns einige Nachtschichten sparen können. Pech, weil die Kollegen aus Würzburg, mit denen wir als „Südschiene“ eine Ausgaben-Einheit bilden, alleine am Pfingstwochenende elf Spiele zu betreuen haben. So sind die drei Seiten, die Würzburg dringend benötigt, für uns nur schwer zu füllen.

Auch deshalb, aber nicht nur, freuen wir uns mit den Fußballern des FC Reupelsdorf, die sich nach dem letzten Spieltag in der Kreisklasse Schweinfurt 2 sportlich ein Entscheidungsspiel um den direkten Abstieg oder Relegationsplatz gegen den TSV Geiselwind verdient hatten. Weil Geiselwind aber drei Punkte am Grünen Tisch gewann, nachdem Gegner Bergrheinfeld II einen Spieler unberechtigt mitwirken ließ, fiel dieses Spiel aus. Geiselwind blieb Kreisklassist, Bergrheinfeld musste in die Relegation, Reupelsdorf eigentlich in die A-Klasse.

Das Schweinfurter Sportgericht bestrafte Bergrheinfeld darüberhinaus aber mit drei Zählern Abzug, was erneut eine andere Abschlusstabelle zur Folge hatte. Jetzt war Bergrheinfeld A-Klassist und Reupelsdorf in der Relegation (gegen Traustadt).

Reupelsdorfs Spielertrainer Tobias Tschernach und seine Kollegen haben es sich verdient und wir eine Geschichte, mit der wir unseren reichlichen Platz füllen können.

 

DIENSTAG

Als Schiedsrichter Stefan Volkmann am Sonntag, 10. Oktober 2010, so gegen 16.45 Uhr das Frauen-Landesligaspiel zwischen dem TSV Frickenhausen und dem ETSV Würzburg II abpfiff, hatte Maurizio Orofino Grund zum Jubel. Der neue Trainer der Frickenhäuser Fußballerinnen hatte mit dem 2:0-Sieg einen gelungenen Einstand als Nachfolger der zurückgetretenen Katharina Scheffauer gefeiert. Nach 21 Monaten oder – genauer gesagt – 638 Tagen ist Orofinos Tätigkeit „Am Geheu“ (Adresse des Sportgeländes) nun beendet. Dazwischen lagen in der Saison 2010/2011 dreizehn Spiele mit weiteren 18 Punkten, die den Klassenerhalt bescherten und eine sorgenfreie Saison 2011/2012, in der Orofino & Co. vor dem letzten Spieltag sogar noch Chancen auf ein Entscheidungsspiel um Aufstieg besaßen.

Trotz des unbestreitbaren Erfolges und der Weiterentwicklung der Mannschaft verlässt der in Florenz geborene Italiener (er besitzt beide Staatsbürgerschaften), der als Zweijähriger mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen ist, Frickenhausen. Weil zu viele Leistungsträgerinnen aufhören und keine vergleichbaren Neuzugänge zu bekommen waren, will er sich ein chancenloses Jahr in der Landesliga ersparen. Stattdessen wird er sich als Trainer weiterentwickeln. Nach seinen mittlerweile elfjährigen Erfahrungen im Männer- und Frauenbereich übernimmt er in der neuen Saison eine Jugendmannschaft beim Würzburger FV.

Seine Bilanz als Frauentrainer?

„Ich würde jederzeit wieder Frauen trainieren. Wer den Fußball liebt, muss das auch einmal tun, um mitreden zu können. Es ist wahnsinnig, wie ehrgeizig die waren, welche Einstellung sie mitbringen.“ Orofinos Erfahrung: „In dieser Hinsicht zeigen sie mehr Einsatz als die Männer“, verteilt er zu seinem Abschied noch ein Lob.

Das kann Frickenhausens Sportleiter Uwe Hanselmann nur zurückgeben. „Maurizio war ein hervorragender Trainer, immer gut vorbereitet. Er hat nichts dem Zufall überlassen. So einen Trainer hatten wir bisher noch nicht. Ich will unsere anderen Übungsleiter nicht abwerten. Deshalb scheue ich mich auch davor, ihn als 'besten Trainer, den wir je hatten' zu bezeichnen. Er war aber – im positiven Sinne – der fußballverrückteste.“

Ein Zeugnis, mit dem sich Fußballtrainer Maurizio Orofino überall bewerben kann.

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