FUßBALL: LANDESLIGA NORDWEST

Spitzenspiel auf dem Bayernplatz

Mitfavorit Forchheim gilt für die Kitzinger als echter Prüfstein. Bei Abtswind droht einem wichtigen Spieler eine Operation an der Schulter.
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Nachdenklicher Florian Warschecha. Soll er sich demnächst oder erst in der Winterpause an der lädierten Schulter operieren lassen? Foto: Foto: J. Sterzbach
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Drei Spiele mit zwei Siegen und einem Unentschieden, aber noch keine Niederlage – die Saison begann für Bayern Kitzingen unerwartet erfolgreich. Auch in Coburg heimste die Mannschaft um Trainer Frank Wettengel drei Punkte ein. „Unter dem Strich haben wir das Spiel 1:0 gewonnen, wobei für mich keine Mannschaft deutlich besser war als die andere“, fasste er diese Partie mit einem ähnlichen Fazit wie eine Woche zuvor gegen Bamberg zusammen.

Mit ihrer bisherigen Ausbeute können die Gastgeber beruhigt den bevorstehenden Gegner erwarten. Bayernliga-Absteiger Jahn Forchheim gastiert am Bleichwasen und zählt zu den Favoriten der laufenden Runde. In den ersten vier Spielen erzielte die Mannschaft von Trainer Michael Hutzler – der Ebermannstädter trainiert die Oberfranken in seiner siebten Saison – mit einer offensiv ausgerichteten Spielweise drei Siege. In der Summe ergaben sich daraus siebzehn geschossene, aber auch zehn kassierte Tore.

Die bislang einzige Niederlage kassierten die Forchheimer unter den Augen Wettengels. „Ich habe sie in Kleinrinderfeld gesehen. Wir haben uns deshalb einen Plan für das Spiel zurechtgelegt, wobei wir mit einem Unentschieden absolut zufrieden wären“, erklärt er. Mit schnellem Umschalten nach der Balleroberung wollen die Kitzinger Bayern aus einer sicheren Defensive heraus den Gegner an seinem scheinbar wunden Punkt, der Defensive, treffen. „Wir wissen, wo und wen wir nach Ballgewinn anspielen müssen“, meint Wettengel und „wäre sehr zufrieden, wenn dieses Spiel 0:0 oder 1:1 ausgeht.“ Dabei äußerte Kitzingens Trainer die leise Hoffnung, dass ihm mit Christopher Lenhart und Shawn Hilgert zwei Alternativen mehr zur Verfügung stehen.

Nach zwei Siegen zu Hause, aber ebenso vielen Niederlagen auswärts möchte der TSV Abtswind nun auch auf gegnerischem Platz einen Erfolg verbuchen. „Es ist komisch, dass wir unsere beiden besseren Spiele auswärts gezeigt haben“, wundert sich Abtswinds Trainer Petr Skarabela selbst über die Statistik. „Wir haben die beiden Spiele aber abgehakt und werden diesmal ein wenig verändert auftreten. Wir wollen den Gegner gemäß unserer Spielweise weiter frühzeitig unter Druck setzen, müssen aber dabei vor allem unsere Chancen besser ausnutzen.“

Diese Vorgabe gibt Skarabela seiner Mannschaft für das Uhr) Spiel bei Aufsteiger FC Fuchsstadt. Die Gastgeber erzielten in vier Partien bislang ebenso viele Punkte, warten aber in der heimischen Kohlenberg-Arena ebenfalls noch auf einen Sieg. Die bisherigen Auswärtsresultate Abtswinds sind Fuchsstadts Trainer Martin Halbig, in der vergangenen Saison noch mit der zweiten Mannschaft von Schweinfurt 05 direkter Konkurrent um einen der vorderen Plätze, nicht verborgen geblieben, so dass er auf eine Fortsetzung dieser Reihe zugunsten seiner Mannschaft hofft.

Skarabela stellt seine Mannschaft auf eine entsprechend schwierige Aufgabe ein: „Wir erwarten einen ähnlich defensiven Gegner wie vor zwei Wochen in Unterpleichfeld.“ Dennoch soll die Partie in Fuchsstadt zum Ausgangspunkt einer erfolgreichen Serie werden: „Wir wollen die nächsten drei, vier Spiele gewinnen, um uns nach vorne abzusetzen.“ Personell wird es bei Abtswind mindestens zwei Änderungen geben. Thilo Wilke fehlte in dieser Woche beim Training und wird daher wohl nicht zur Startelf gehören. Auch Jörg Otto fehlt am Samstag aus privatem Anlass – er heiratet. Ein Einsatz des angeschlagenen Frank Hartlehnert ist fraglich.

Torhüter Florian Warschecha steht diesmal zur Verfügung, aber wie lange noch? Auf Anraten eines Arztes solle sich Abtswinds Nummer eins einer Operation an der Schulter unterziehen. Ob der 27-Jährige den Eingriff demnächst oder erst in der Winterpause angehen wird, sei nach Aussage seines Trainers noch nicht entschieden: „Wir wissen nach diesem Wochenende oder spätestens in der nächsten Woche mehr.“ Ob Abtswind für den Fall eines Ausfalls noch einen Torhüter hole, werde sich dann ergeben, wobei die Zeit bis zum Ende der Wechselfrist am 31. August durchaus drängt.

„In dieser Woche haben wir an unserer Chancenverwertung gearbeitet und ebenso kleinere Fehler angesprochen, um diese abzustellen. Wir werden 100 Prozent vorbereitet in dieses Spiel gehen. Die Jungs sind auswärts noch einen Sieg schuldig, deswegen glaube ich fest daran, dass wir dieses Mal die drei Punkte mitnehmen werden“, meint Skarabela.

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