Sonderhofen

Sonderhofen im Schlaf Meister

Mit einem Heimsieg wollte Sonderhofen vor einer Woche den Titel holen. Aber dann kam ein Anruf, der all die schönen Pläne durchkreuzte.
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SV Sonderhofen

Der Appetit war geweckt und alles bereit für die große Party. Aber dann gab es diesen Anruf, und die Feier war geplatzt. „Was will man machen?“, sagt Uwe Göb einige Tage später. „Ist halt so.“ Der SV Sonderhofen hätte Meister werden können vergangenen Samstag mit einem Heimsieg gegen Marktbreit/Martinsheim II. Am Freitagabend riefen die Marktbreiter an und sagten das Spiel ab: Personalmangel!

Das ist, als zöge man einem hungrigen Löwen im Zoo das saftige Stück Fleisch vor der Nase weg. „Ernüchternd“, sagt Göb, „aber an der Absage war nicht zu rütteln.“ Marktbreit habe alles versucht. Dummerweise waren am selben Tag noch zwei weitere Spiele angesetzt: das der ersten Mannschaft in der Bezirksliga gegen Frammersbach (ging 0:6 verloren) und die Partie der A-Jugend (fiel ebenfalls aus).

Trainer Göb erfuhr von der Absage bei seiner Heimkehr am Freitagabend gegen 21 Uhr. Kurzfristig setzte er für den nächsten Tag ein (internes) Trainingsspiel an, damit die Plackerei der Tage zuvor nicht ganz vergeblich war und sich die Anspannung bei seiner Mannschaft etwas lösen konnte. Ein paar Zuschauer, die von einer Absage nichts wussten, waren ebenfalls zum Sportplatz nach Sonderhofen gekommen.

„Wir hätten gerne gespielt, und natürlich hatten wir auch etwas vorbereitet“, sagt Göb. Er zeigt aber auch Verständnis für die Situation des Gegners. Marktbreits zweite Mannschaft schwebt noch in Abstiegsgefahr. Ohne Not hätte sie die Partie wohl nicht abgesagt.

Die drei Punkte dürfte das Sportgericht nun dem SV Sonderhofen zusprechen. Damit tritt nun genau jene Situation ein, die Uwe Göb eigentlich vermeiden wollte. „Wir wollten nicht im Schlaf zum Meister gemacht werden.“



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