FAUSTBALL: 1. BUNDESLIGA FRAUEN

Segnitzer Frauen siegen und träumen

Nach der Vorrunde zeichnet sich für die Segnitzerinnen ein Silberstreif ab. Bleiben sie Dritter der Tabelle, wartet nach der Saison eine historische Chance.
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TV Segnitz
Bundesliga Süd Frauen Feld
 
TV Vaihingen/Enz – TV Segnitz 0:3  
TV Segnitz – TV Bretten 3:1  
TV Vaihingen/Enz – TV Bretten 3:1  
 
1. (1.) TSV Calw 8 8 0 0 24 : 3 16 : 0  
2. (2.) TSV Dennach 8 7 0 1 22 : 5 14 : 2  
3. (3.) TV Segnitz 8 5 0 3 17 : 15 10 : 6  
4. (5.) FSV Hirschfelde 6 2 0 4 9 : 14 4 : 8  
5. (5.) TV Eibach 6 2 0 4 9 : 14 4 : 8  
6. (4.) TV Bretten 6 2 0 4 8 : 13 4 : 8  
7. (8.) TV Vaihingen/Enz 8 2 0 6 10 : 20 4 : 12  
8. (7.) TG Landshut 4 1 0 3 4 : 10 2 : 6  
9. (8.) TV Obernhausen 6 1 0 5 7 : 16 2 : 10  

Der letzte Hinrunden-Spieltag ist vorüber, und was sich für die Segnitzer Faustballerinnen da am Horizont abzeichnet, kann man einen Silberstreif nennen, nicht mehr und nicht weniger. Es war nicht alles Gold in dieser Vorrunde der Bundesliga, doch nach den ersten vier Spieltagen schimmert eine Perspektive, die am vergangenen Sonntag mit zwei klaren Siegen eine weitere Erleuchtung erfahren hat.

Als Tabellendritter ergäbe sich für diese Mannschaft die Gelegenheit, an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft zu spielen und vermutlich etwas Historisches zu schaffen. „Wenn ich mich nicht täusche, wäre das zum ersten Mal beim TV Segnitz, dass eine Mannschaft an dieser Endrunde teilnimmt“, erklärt Pressewart Matthias Kaemmer vage.

Noch sind bis 30. Juli vier weitere Spieltage zu absolvieren, noch ist der Vorsprung der Segnitzerinnen in der Liga kaum belastungsfähig und wohl auch die Leistung nicht stabil genug. Alles sehr vage halt. Trotzdem: Träumen darf erlaubt sein in einem Team, das erst vor einem Jahr als Zweiter der Aufstiegsrunde in die Erstklassigkeit zurückgekehrt ist, nachdem es zuvor zweimal knapp den Sprung verpasst hatte. Der Klassenverbleib war in dieser Runde als offizielles Ziel ausgegeben, aber insgeheim war das bloß die Minimalvorgabe, um höhere Ansprüche zu kaschieren.

Die zeigte Segnitz zuletzt in den Duellen mit zwei Gegnern, die eher nicht um die vorderen Tabellenplätze kämpfen werden. Mit den Vaihingerinnen gab es zunächst ein Problem, besser gesagt: mit deren Angaben, denn sie bereiteten Segnitz augenscheinlich Mühe. So waren die ersten beiden Sätze noch umkämpft, Segnitz gewann sie jeweils 11:8 – und bekam die schwierigen Bälle erst im dritten Satz unter Kontrolle. Mit 11:3 war das dann aber eine klare Angelegenheit.

Auch im zweiten Spiel zeigten sich anfangs Probleme auf Seiten der Segnitzerinnen. Sie bekamen Spiel, Ball und Gegner nicht in den Griff – und verloren jetzt gar den ersten Satz mit 8:11. Im zweiten Satz lief es zunächst nicht wirklich besser. Segnitz lief erneut einem Rückstand hinterher und wirkte erst beim Stand von 6:10 präsenter.

Nun bot die Mannschaft hartnäckig Widerstand, gewann über die starke Abwehr auch Sicherheit für die Offensive, der Gegner machte von da an keinen Punkt mehr – und Segnitz setzte sich mit 12:10 durch. Aber der dritte Satz verlief ähnlich: Mit 1:6 in Rückstand liegend, organisierten die Unterfränkinnen ihren Widerstand. Sie spielten besser zusammen, schlugen härter und präziser zu und wurden mit dem 13:11 belohnt. Mit viel Kraftreserven holten sie den vierten Satz 11:8.

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