Segnitz
Faustball Landesliga Männer

Segnitz erst qualifiziert und dann noch plötzlich Meister

Als die Segnitzer Herren in Rekordzeit gestern ihre Partien beendet hatten, stand die Quali zu den Aufstiegsspielen fest. Danach strauchelte der Konkurrent Frammersbach II und Segnitz feierte gar den Titel in der Landesliga Nord Männer.
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Michael Bischoff, Julian Mathan, Michael Kempe, Christian Götz und Felix Gernet klatschen sich ab: Der TV Segnitz qualifizierte sich für die Aufstiegsspiele. Den Meistertitel gab´s dann noch dazu. Foto: Gerd Ludwig
Michael Bischoff, Julian Mathan, Michael Kempe, Christian Götz und Felix Gernet klatschen sich ab: Der TV Segnitz qualifizierte sich für die Aufstiegsspiele. Den Meistertitel gab´s dann noch dazu. Foto: Gerd Ludwig
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Unerwartet früh dürfen die Segnitzer Landesliga-Herren die Meisterschaft in der Nord-Gruppe feiern. Vor dem gestrigen Spieltag - der Saisonabschluss für das Landkreis-Team - lagen sie mit 24:4-Punkten in der Tabelle vorne. Konkurrent TuS Frammersbach II besaß 18:2-Zähler, musste aber insgesamt noch sechs Spiele austragen.

Für Segnitz hieß es indes nur, die Begegnungen gegen den Sechsten ASV Veitsbronn II und Schlusslicht TS Lichtenfels erfolgreich zu bestreiten. Das gelang in der Rekordzeit von 80 Minuten. Zwei Mal 3:0 hieß es beim Heimspieltag in der Theilheimer Jakobstalhalle, wobei der Letzte nur mit vier Mann antrat.

Die Qualifikation für die Aufstiegsspiele hatte der TVS in der Tasche. Drei Wochen hätte das Team, das sich selbst coacht, möglicherweise noch warten müssen, ehe der Titel festgestanden wäre - Hauptkonkurrent TuS Frammersbach II wird da erst seine letzten Spiele absolvieren.
Zwei Niederlagen des TuS am zeitgleichen Parallel-Spieltag gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf II (1:3) und den SV Nürnberg-Süd (2:3) kürten die Segnitzer aber schon gestern Nachmittag zum Meister.

"Das Warten wäre nicht schlimm gewesen, denn wir sind sicher in den Aufstiegsspielen drin", sagt Michael Kempe, der mit Simon Siegler das Team coacht. "Wir haben unser Saisonziel, Anfang März dorthin zu fahren, erreicht." Kempe, mit 24 Jahren der Älteste einer jungen Mannschaft, konstatiert, dass die Mannschaft das Potenzial habe, in der Bayernliga zu spielen und dies auch wolle. Auf die Frage, ob es personell reiche - gestern spielten fünf Segnitzer ohne Pause durch - erwiderte er, "sieben Mann sollten es schon sein - die haben wir."

Steigerung von Spiel zu Spiel

Vier Minuspunkte hat der neue Meister auf dem Konto, eine kleine Hypothek aus den ersten Rundenspielen: "Anfang der Saison haben wir gegen Maxhütte-Haidhof mit 1:3 verloren. Zuvor habe die Mannschaft nur zwei-, drei Mal trainiert. Danach unterlagen die Segnitzer nur noch gegen Frammersbach II mit 2:3. "Ich würde das unter erste Spieltage verbuchen", so Kempe. "Wir sind danach immer besser und konzentrierter geworden. Jeder wusste, wie er laufen musste." Deutlich stellte dies die Segnitzer Fünf mit Michael Kempe, Felix Gernet, Christian Götz, Julian Mathan und Michael Bischoff gestern unter Beweis.

Gegen Veitsbronn ließ der TVS im ersten Durchgang (11:7) nichts anbrennen, wobei der erste Satzball eher als Billardspiel mit den Heizungsrohren an der Hallendecke einzuordnen war. "Veitsbronn hat den ersten Satz ein bisschen verschlafen, normal sind die stärker", so Kempe. Das bekamen die Segnitzer in Durchgang zwei zu spüren. 6:2 führte plötzlich der Gast, doch der TVS glich zum 6:6 aus. Beim 10:10 ging es in die Verlängerung. Mit 13:11 entscheiden die Hausherren diesen Durchgang für sich, um im dritten Satz wieder aus einem 2:7 ein 9:7 zu machen. Mit 11:9 ging das Match an Segnitz. "Wir standen konzentriert", betont Michael Kempe, der gegen Veitsbronn alle Aufschläge für sein Team ausführte.

Gegen nur vier Lichtenfelser gewannen die Gastgeber in nicht einmal einer halben Stunde mit 3:0 (11:3, 11:4, 11:8), obwohl die Oldies aus Oberfranken manche Tricks auspackten. "Lustig war´s, aber das Spiel hat keinen Spaß gemacht, da wir nur wenig gefordert worden sind. Aber schön, dass Lichtenfels trotz Unterzahl da war."
Kempe und sein Team "sind jetzt froh, dass die Aufstiegsspiele kommen. Da können wir noch richtig Gas geben und nächste Hallenrunde hoffentlich in der Bayernliga spielen." Jetzt freue sich der TVS auf die Aufstiegsspiele.

Auch in der Sommersaison wollen die Segnitzer draußen auf dem grünen Rasen sofort wieder angreifen. "Als Absteiger in die Bayernliga wollen wir durchstarten, die Aufstiegsspiele erreichen und wieder in die
2. Bundesliga zurückkehren." Das Potenzial dafür habe das Team. Jeder müsse halt seinen Schweinehund überwinden und mit Ehrgeiz dabei sein, so der 24-Jährige. Volles Augenmerk also auf den nächsten Titel, respektive Aufstieg.


Der TV Segnitz spielte in der Hallenrunde

mit Michael Kempe, Simon Siegler, Christian Götz, Julian Mathan, Michael Bischoff, Felix Gernet, Rene Hofmann.




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