LEICHTATHLETIK: SCHWANBERGLAUF

Schwanberglauf: Leonie Theis verteidigt ihren Titel

Über 1000 Läufer starteten beim Schwanberglauf von Iphofen nach Castell. Welche Läufer den obligatorischen Finisher-Schoppen am meisten genießen durften.
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Mit einem Lächeln durchs Ziel: Vorjahressiegerin Leonie Theis vom TV Ochsenfurt war auch in diesem Jahr die Schnellste. Foto: Foto: Alexander RAusch
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Besser hätten die Bedingungen kaum sein können für den diesjährigen Schwanberglauf, der über Feld- und Wiesenwege von Iphofen über den Schwanberg nach Castell führt. Die Temperaturen hatten bis in den frühen Freitagabend abgekühlt, sogar einige Regentropfen waren gefallen. Für die knapp über 1000 Läufer ein Segen. Noch vor vier Jahren quälten sich die Teilnehmer bei über 35 Grad über die Strecke. Diesmal waren es nur deren Mitte 20. „Die äußeren Bedingungen waren nahezu optimal“, freute sich Mitorganisator Axel Girreser.

So verlief die Veranstaltung, die immer auf dem legendären Casteller Weinfest endet und auf die die Sportler stets mit dem nahezu obligatorischen Finisher-Schoppen begießen, ohne größere Vorkommnisse. Natürlich gab es bei dem ein oder anderen Teilnehmer Erschöpfungserscheinungen im Zielbereich und auch auf der Strecke wurden mehrere Läufer aufgrund der Höhenmeter zum Geher, wirklich ernst wurde es aber nicht. Auch der Start, der nicht wie gewohnt am Rödelseer Tor vollzogen wurde, sondern direkt neben der Karl-Knauf-Halle in der Manegoldstraße, verlief problemlos.

Läufer loben die Strecke

Und auch auf der Strecke gab es im vorderen Feld nur selten Positionskämpfe auf den idyllisch gelegenen Laufwegen. „Es hat schon sehr viel Spaß gemacht. Ich bin das erste Mal hier. Die Strecken lassen sich sehr schön laufen. Es hat sich gelohnt, hierherzukommen“, fand eine in Frankfurt wohnhafte Läuferin, die erstmals am größten Lauf im Landkreis Kitzingen teilnahm. Mit den vorderen Plätzen hatte sie freilich nichts zu tun.

Die machten Sportler unter sich aus, die schon in den vergangenen Jahren in den Ergebnislisten ganz vorne auftauchten. Allen voran der Vorjahresvierte René Amtmann, der diesmal – unter 38 Minuten bleibend – als Erster vor Castell das „Postkartenpanorama über den Weinort“ erblickte und wenig später die Ziellinie überquerte. Zum Zielsprint musste der Thüngersheimer dabei aber nicht ansetzen, folgten der Ochsenfurter Dominik Ziegler und Lokalmatador Philipp Zabel doch mit einigem Abstand. Verbessert hatte das Siegertrio seine Zeiten der letzten Ausgabe aber jeweils deutlich.

Auch Bernd Dornberger, Veranstalter des Altenschönbacher Schlossberglaufs, der kommendes Wochenende stattfindet, landete wieder unter den ersten Zehn und ließ sich von den zahlreichen Zuschauern im Zielbereich feiern. Unter großem Jubel verteidigte nur wenig später die Ochsenfurterin Leonie Theis den Titel bei den Frauen. Sie hatte bereits im Vorjahr gewonnen und lag diesmal rund zweieinhalb Minuten unter ihrer letztjährigen Zeit. Dahinter reihten sich die Schweinfurterin Nicola Funke und Alma Goller ein und komplettierten das Treppchen bei den Frauen.

Wie bei den Topplatzierten war aber auch beim Großteil des restlichen Feldes neben der Erschöpfung die Vorfreude auf den folgenden Schoppen zu spüren. „Der gehört einfach dazu. Ohne den mache ich mich heute sicher nicht auf den Heimweg“, war ein Sportler der Firma Knauf, die wieder die größte Läufergruppe stellte, bereits auf dem Weg zum Getränkestand. „Natürlich muss man keinen Wein trinken. Wenn man aber ausgepowert ist, ist der Finisher-Schoppen schon etwas Feines“, freute sich Axel Girreser auch ohne Lauf auf das Gläschen danach. Denn ohne das Casteller Weinfest wäre der Schwanberglauf nicht das, was er seit Jahrzehnten ist. Die hohe Teilnehmerzahl unterstreicht einmal mehr, dass die Veranstaltung aufgrund ihres besonderen Flairs keineswegs an Reiz verloren hat.

Die Siegerliste des Schwanberglaufs

Männer: 1. René Amtmann (37:58, TSV Thüngersheim), 2. Dominik Ziegler (38:24, TV Ochsenfurt), 3. Philipp Zabel (38:37, RC am Schwanberg), 4. Tobias Schneider (38:47, Knauf), 5. Philipp Schmidt (40:13, SV Hoheim), 6. Markus Marschhäuser (40:28, Swan Racing Team Concordia Schwanfeld), 7. Stefan Handwerk (40:34, Zabelstein Runners), 8. Bernd Dornberger (40:56, SV Altenschönbach), 9. Yannis Hippe (41:11, jedestrainingzählt), 10. Simon Ernst (41:29, Gauchos)

Frauen: 1. Leonie Theis (42:44, TV Ochsenfurt), 2. Nicola Funke (45:31, TG 48 Schweinfurt), 3. Alma Goller (46:46, TFC Mainfranken), 4. Sophia Karl (49:57, TV Ochsenfurt), 5. Franziska Wahler (50:29, Knauf), 6. Katharina Flammer (51:01, Kaiserlich Training), 7. Karin Müller (51:05, TV Zell), 8. Christine Karl (51:16, TV Ochsenfurt), 9. Antje Giffing (51:46, TSV Runners Köditz), 10. Heidi Bullmer (51:46, SVV Weigenheim).

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